Großer Sieg für kleine Inseln
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Am vergangenen Mittwoch hat die UN-Generalversammlung den Vorschlag eines kleinen Inselstaates im Pazifik mit großer Mehrheit angenommen: Die Resolution verpflichtet Staaten, den Klimawandel stärker zu bekämpfen und wurde mit 141 Ja-Stimmen und 28 Enthaltungen angenommen.
„Diese internationale Anerkennung berührt mich sehr“, erklärt die italienische Senatorin Aurora Floridia, die seit dem März 2025 die Südtiroler Grünen vertritt und daraufhin zur Autonomiegruppe wechselte. „Das Recht in einer gesunden, sauberen und nachhaltigen Umwelt zu leben ist nicht nebensächlich: Es ist ein grundlegendes Menschenrecht und muss als solches in den Parlamentssälen, in Verträgen und in Gesetzen behandelt werden. Und auch in der Generalversammlung der Vereinten Nationen.“
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Nationale Klimapläne gefordert
Die UN-Resolution verlangt nationale Klimapläne, die den globalen Temperaturanstieg auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzen sollen. Außerdem sollen Subventionen für Suche, Förderung und Nutzung fossiler Energieträger schrittweise abgebaut werden. Verstoßen Staaten gegen ihre Pflichten, sind sie dazu verpflichtet, „vollständige Wiedergutmachung“ für verursachte Schäden zu leisten.
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Vorgeschlagen hat die Resolution der Inselstaat Vanuatu. „Die Staaten und Völker, die die schwerste Last zu tragen haben, sind häufig diejenigen, die am wenigsten zu dem Problem beigetragen haben“, erklärte Vanuatus UN-Botschafter Odo Tevi vor der Abstimmung am Mittwoch. Auf dessen Staatsgebiet mit 83 Inseln leben etwa 340.000 Menschen, rund 200.000 weniger als in Südtirol.
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Die Vorgeschichte am Gerichtshof
Da Inselstaaten durch das Ansteigen des Meeresspiegels besonders vom Klimawandel betroffen sind, hat die UN-Generalversammlung unter Leitung von Vanuatu beim Internationalen Gerichtshof (IGH) um ein Gutachten gebeten, das die Verantwortung einzelner Staaten beim Klimaschutz klären soll.
Das im Juli 2025 veröffentlichte IGH-Gutachten überraschte sogar Klimaschützerinnen und Klimaschützer: Wenn ein Land die eigene Verantwortung für den Klimaschutz vernachlässigt, sei das rechtswidrig. Daraufhin legte der Inselstaat Anfang des Jahres einen Resolutionsentwurf für Klimaschutz vor, den die UN-Generalversammlung diese Woche beschlossen hat.
Gas- und Ölexporteure stimmten allerdings dagegen, dazu zählen die USA, Russland, Saudi-Arabien und der Iran. Auch der Jemen, Liberia und Belarus waren nicht dafür. Enthalten haben sich unter anderem die Türkei als Gastgeber des diesjährigen Klimagipfels COP31, Indien und die Ölförderländer Katar und Nigeria.
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