Ich bitte alle Frauen um Verzeihung
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Der Sommer steht vor der Tür und die Eltern haben bereits im Januar Nachtwache gehalten, um als erste für ihre Kinder bei den heiß begehrten Sommercamps einen Platz zu ergattern. Nicht weil sie es für wünschenswert erachten, dass ihre Kinder unter der Obhut einer Handvoll Frühpubertierender stehen. Sondern weil sie untertags arbeiten.
Tatsächlich wird der Ruf nach Betreuungsangeboten immer lauter, im Sommer, aber auch sonst. Betroffen sind vor allem die Mütter – der rechtlich exakte Begriff ist genitore 1 (sentenza 9216). Die öffentliche Hand soll dem genitore 1 den Rücken freihalten, damit dieses arbeiten, Geld verdienen und im Idealfall Karriere machen kann. Die Care-Arbeit, wie man die gattunsspezifische Tätigkeit des genitore 1+2 begrifflich operationalisiert hat, hängt immer noch bei genitore 1. Dass muss sich ändern!
Arbeiten, nicht Kinderkriegen!
Wenn genitore 1 bei den Kindern ist, kann es nicht arbeiten. Doch Individuen emanzipieren sich, indem sie das tun, was die derzeitige Gesellschaft für wertvoll erachtet. Das ist arbeiten, nicht Kinderkriegen.
Mit arbeiten meine ich Erwerbstätigkeit, nicht das präindustrielle lateinische laborare, was eigentlich leiden heißt und eher auf das kindergebärende genitore 1 zutrifft. Genitore 2 zeugt bis auf weiteres nur das Kind und das ist bekanntlich nicht schmerzlich. Es gilt in der Logik der Emanzipation als Beleidigung, wenn genitore 1 Geld geboten wird, um zu Hause Care-Arbeit zu leisten. Bürgermeister Nöckler wurde für diesen Vorschlag schärfstens gerügt. Also sollen Frauen arbeiten, und zwar so viel wie möglich. Ich kenne viele Frauen, die arbeiten, teilweise sogar die Karriereleiter emporklettern und gleichzeitig Kinder haben.
Kinder sind laut, fordernd, teuer, irrational, repetitiv, direkt und sie stinken auch.
Was diese Frauen leisten, ist nicht viel, sondern eigentlich unmöglich, genau genommen unmenschlich, folglich nicht erstrebenswert. Nun frage ich mich: Wie hat man es geschafft, einen nicht erstrebenswerten Zustand als im höchsten Maße erstrebenswert darzustellen? Wollen Sie nicht am Altar des genitore 1 dem Götterpaar Karriere & Emanzipation geopfert werden, sollten Sie besser gar keine Kinder kriegen. Kinder sind laut, fordernd, teuer, irrational, repetitiv, direkt und sie stinken auch. Warum also Kinder kriegen? Zu diesem Schluss kommen heute tatsächlich viele Frauen.Simone de Beauvoirs berühmtes Werk Das andere Geschlecht gilt als die Bibel des Feminismus. Die femme de lettres schreibt beredt über alle Aspekte der Frau. Außer über einen: das Mutter-Sein. Und hier geben sich Beauvoirs linker Feminismus und der liberale Kapitalismus die Hand: Die Frau soll arbeiten, nicht Kinder kriegen. Und tatsächlich: Der Krake des Kapitalismus hat alles verschlungen, verdaut und wieder ausgeschieden, was sich in den letzten fünfzig Jahren ideologisch gerührt hat: Die Klimaaktivsten wurden zum Green Deal verkotet, Banksys Protestkunst wird bei Sotheby’s um Millionenbeträge gehandelt und die Emanzipation ölt den Produktionsprozess.
Geschätzte Frauen: Ihr wurdet geprellt. Man hat euch die Geschichte falsch erzählt und ihr zahlt nun den Preis dafür; und zwar den höchsten. Als männliches Glied dieses lügenhaften kapitalistischen Patriarchats bitte ich dafür alle Frauen um Verzeihung. Der Kapitalismus hat gewonnen. Wir alle haben verloren. -
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Guter Artikel! Bitte mehr…
Guter Artikel! Bitte mehr davon.
Antwort auf Guter Artikel! Bitte mehr… von Stereo Typ
das ist kein „Artikel“,…
das ist kein „Artikel“, sondern ein Kommentar. und es ist ein schlechter Kommentar. und nein, von diesem Mist braucht man nicht mehr.
du bist offenbar so minderbemittelt, dass es nur für 5 Worte reicht. und diese sind alle dumm und falsch. bemerkenswert. :)
Super beschrieben. Und die…
Super beschrieben. Und die Feministinnen blasen ins selbe Horn.
Arbeiten bis 70+ , und das ununterbrochen, Kinder möglichst früh in die Kita oder gar nicht erst bekommen. Wehe jemand schert aus, da saust gleich die moralische Keule nieder: Heimchen am Herd, Frauenbild letztes Jahrhundert usw.
Oder die finanzielle, halt nicht ununterbrochen eingezahlt, es droht Altersarmut usw.
Und sie merken es nicht dass sie ausgenutzt werden vom Staat und der Wirtschaft, die auf ihre (möglichst ununterbrochene) Arbeitskraft aus sind.
Nein sie verlangen mehr davon, im Verbund mit den Feministinnen. Anstatt Forderungen zu stellen, die care-Arbeit der Erwerbsarbeit gleichzustellen.
Antwort auf Super beschrieben. Und die… von Milo Tschurtsch
oje, du armes kleines bist…
oje, du armes kleines bist offensichtlich sehr verwirrt und geistig total überfordert und deswegen plapperst du wirren und sinnlosen Unsinn daher. :)
Damit bei „gewissen“…
Damit bei „gewissen“ KommenttorInnen kein Missverständnis aufkommt:
Ich bin sicher, Pizzinini will in seinem Beitrag keinen Backlash herbeischreiben,um alte Rollenbilder Denkmuster und Geschlechternormen neu zu legitimieren!
Soll heißen:
- Das Patriarchat versteckt sich vor aller Augen. Patriarchale Strukturen und Kulturen sind überall und gleichzeitig und sind seltsam unsichtbar. So normal, dass sie nicht einmal auffallen.
Dies sagt genauso viel über Männer wie über Frauen aus.
- Patriarchat und Kapitalismus sind eng miteinander verknüpft und folgen beide einer Logik der Ausbeutung!
- Patriarchat ist nicht einfach die Herrschaft der Männer. Sondern das männliche Herrschaftsprinzip, welches Selbstausbeutung und Fremdausbeutung als sinnvoll und alternativlos betrachtet.
- Gegenstück zu Kapitalismus und Patriarchat, ist „nachhaltige Männlichkeit“ (deckt sich mit aktuellen feministischen und öko-sozialen Ansätzen).
Am Beispiel des ökologischen Diskurses:
Nachhaltig ist, nur so viel zu brauchen wie nachwächst. Auf sich selbst, auf die Gemeinschaft und auf die Natur bezogen. Dass wir aufhören, von uns selbst mehr zu verlangen, als wir regenerieren können, von anderen mehr einzufordern, als sie geben können. Und dass wir damit aufhören, die Natur auszubeuten.
Unseren zerstörerischen Umgang mit den Ressourcen der Natur fraglos zu akzeptieren, ist das Kernproblem des patriarchal kapitalistischen Systems!
Fazit
Der Ausstieg aus dieser Doppellogik (Patriarchat und Kapitalismus) erfordert ein neues Verständnis von Arbeit, Wertschätzung und „Männlichkeit“, das Fürsorge ins Zentrum stellt.
- Ein „Ich bitte alle Frauen um Verzeihung“ allein, ist zuwenig...
Antwort auf Damit bei „gewissen“… von Herta Abram
Frau Abram, ich verstehe nur…
Frau Abram, ich verstehe nur Bahnhof.
Antwort auf Frau Abram, ich verstehe nur… von Stereo Typ
...was soll ich sagen: „ich…
...was soll ich sagen: „ich habs befürchtet, oder schade“?
Antwort auf Damit bei „gewissen“… von Herta Abram
ich finde es gut, dass sie…
ich finde es gut, dass sie versuchen, irgendwas positives aus diesem Kommentar herauszufiltern. das ist mir nicht gelungen...
Das billige (... ohne…
Das billige (... ohne Meldung) + willige liebe Kindermädchen gibt es nicht mehr!
Höchste Zeit mit der Ki-Ta + dem Kindergarten, „auch im Sommer für die Standart-Arbeitszeiten 1/2 8 bis 18 Uhr“ Lösungen anzubieten.
Für die Eltern wartet außerhalb dieser Zeiten, für die Kinder-bekommen noch sehr viel Arbeit ...!
„Geschätzte Frauen: Ihr…
„Geschätzte Frauen: Ihr wurdet geprellt.“ ja. liebe „Frauen“, lasst euch bitte von einem mann darüber belehren, dass ihr „geprellt“ wurdet und dass es daheim hinterm Herd in finanzieller Abhängigkeit vom macker eh so supertoll ist. war ja immer schon so also muss es supertoll sein. Und an all den Missständen seid ihr dann selbst schuld, weil ihr euch „prellen“ habt lassen, vom „pösen Feminismus“ und vom „pösen Kapitalismus“ und weil ihr nicht hinterm Herd bleiben wollt.