Wirtschaft
| Reportage
„Hätten Gehalt eines Spitzenpolitikers“
Anna und Christoph Öttl vom Aignerhof im Passeier setzen anstatt hoher Milchmengen auf Tierwohl: Das junge Kalb darf bei der Mutterkuh bleiben und wird nicht versteigert.
Wer den Laufstall von Anna und Christoph Öttl in St. Martin im Passeier betritt, dem kommen Kühe, Kälber und Schweine entgegen. Ihre Schnauzen suchen nach Körperkontakt, sie wollen gestreichelt und am Rücken gekrault werden. Mittlerweile ist ihr Hofladen beliebt, sowohl Einheimische als auch Urlaubsgäste besuchen den biologisch geführten Aignerhof mit rund zehn Hektar Weidefläche am westlichen Berghang oberhalb von St.
Was für eine Freude, über…
Was für eine Freude, über genau diese Geistes|Haltung zu Nutztieren und Landwirtschaft zu lesen!!
Ich bin selbst Hirtin.
Meine Erfahrung, - das Patriarchat und die patriarchale Sozialisation sind auch in der bäuerlichen Berufsgruppe unübersehbar - und haben Auswirkungen auf Mensch und Tier:
- Das Tierwohl hängt von der Empathie und dem Denken der Halter ab. Herrschende Rollenbilder und der Blick auf Natur und Tiere spielen dabei eine große Rolle.
- Depressionen oder Burnout und Suizid:
Patriarchale Männlichkeitsnormen
z B. zwingen Jungen zu einer rigiden männlichen Sozialisation, die zu Gefühlsunterdrückung, Leistungsdruck, Kontrolle, Dominanzverhalten...führt:
„Du musst Gefühle der Schwäche, Bedürftigkeit, Hilflosigke unter Kontrolle haben; du darfst keine Blöße zeigen; du darfst keine Angst oder Traurigkeit zeigen; du musst alles vermeiden was als “weiblich"
(- Fürsorge, Mitgefühl, Empathie, Einfühlsamkeit,..) oder schwul gelesen werden könnte;
und um Hilfe bitten, wenn es dir psychisch schlecht geht, wäre „weiblich“ bzw. „unmännlich“....
Die Mechanismen des patriarchalen Konstrukts mit den sozialen und kulturelle Regeln zu durchschauen, ist schon ein Fortschritt...
Sehr lobenswert!
Sehr lobenswert!