Gesellschaft | Landesregierung

Gelder für Ausbau der Pflegeheime

Anpassung der Investitionsbeiträge an gestiegene Baukosten: Die Beiträge für Heime in wirtschaftlich schwachen Gemeinden werden auf Vorschlag von Rosmarie Pamer erhöht.
Pflege: Immer mehr ältere Menschen brauchen Unterstützung. Bild: LPA / Claudia Corrent

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Bisher hatte das Land Südtirol Seniorenwohnheime, die ihr stationäres und teilstationäres Bettenangebot erweitern oder neu hinzukommen, mit rund 108.000 Euro (60 Prozent des Fixbetrages von 180.000 Euro) finanziell unterstützt. Aufgrund von Preissteigerungen im Bausektor, aber auch für technische Anlagen sowie bei den Planungskosten wird nun der Landesbeitrag angepasst. Die Landesregierung hat am 24. Juli den entsprechenden Beschluss von Landesrätin Rosmarie Pamer gutgeheißen.

Neben der Unterstützung von öffentlichen und privaten Trägern der Seniorenwohnheime geht es Landesrätin Pamer auch darum, die Rahmenbedingungen für den nötigen Ausbau der Heime zu schaffen: „Der Anteil der älteren Bevölkerung steigt und damit auch der Pflegebedarf. Die Erhöhung der Landesbeiträge soll auch dazu dienen, die Zielwerte des Landessozialplanes von 1.141 zusätzlichen stationären Betreuungsplätzen und zwei teilstationäre Plätze je 100 pflegebedürftige, zu Hause lebende Personen zu erreichen“, sagt Pamer.

Die Zahlen zu den Pflegediensten in Südtirol: Der Bedarf steigt durch den demografischen Wandel. Ressort Sozialer Zusammenhalt, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt

Der Blick auf die Zahlen zeigt einen Anstieg bei allen Pflegediensten für Seniorinnen und Senioren: Einen großen Zuwachs verzeichnet der ambulante Betreuungsdienst (ehemals Hauspflegedienst), den 2025 18 Prozent mehr in Anspruch genommen haben als im Jahr 2020. Bei den stationären Plätzen in Seniorenwohnheimen, sprich wenn Menschen aufgrund des Pflegebedarfes dauerhaft im Seniorenwohnheim leben, gab es ein Plus von 8 Prozent und damit 337 Plätze mehr. 

Den stärksten Anstieg verzeichnen die Dienste „Begleitetes, betreutes Wohnen“ sowie „Betreutes Wohnen Plus“ mit 20 Prozent. Bei diesem Dienst leben Seniorinnen und Senioren selbstständig in einer barrierefreien Wohnung, erhalten aber Unterstützung im Alltag. Der Dienst „Betreutes Wohnen Plus“, der zusätzlich unter anderem einen Nachtdienst vorsieht, wurde erst Ende 2022 eingeführt und befindet sich noch im Aufbau. 

Wer profitiert?

Durch die Änderung der Richtlinien für die Gewährung von Beiträgen erhöht sich der Beitragsprozentsatz für Gemeinden, die als wirtschaftlich schwach oder sehr schwach eingestuft wurden, von 60 Prozent auf 70 oder 80 Prozent. Für Projekte ohne Beteiligung von Gemeinden gilt weiterhin der Beitragsprozentsatz von 60 Prozent. (al)