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Jetzt S+ abonnierenIn Klausen hat man große Pläne: Endlich soll auch das traditionsreiche Künstlerstädtchen in die Zukunft gelungenen Ortsmarketings katapultiert werden und eine neue unique selling proposition bekommen, eine unschlagbare Ju-Ess-Pi, wie es die Marketingstrategen nennen. Dafür haben sie den heiligen Berg Tirols entdeckt, einen unermesslichen Schatz an „Narrativen“ mit Insta-Potenzial.
Der markante Säbener Felsen hat allerdings einen Makel, der ihn für die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts zum Loser macht.
Der markante Säbener Felsen, der schon in der Jungsteinzeit besiedelt gewesen sein dürfte und vom 6. bis zum 10. Jahrhundert einen Bischofssitz mit großer Strahlkraft trug und später zum Klosterberg wurde, hat allerdings einen Makel, der ihn für die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts zum Loser macht: Wer rauf will, muss 15 Minuten wertvoller Lebenszeit investieren und als Draufgabe unter Umständen auch ein paar Schweißtropfen.
Das geht natürlich gar nicht, wenn man renditebringendes „Leben“ am (h)eiligen Berg haben will und auch das letzthin ökonomisch ins Dümpeln geratene Klausner Zentrum braucht dringend neue „Frequenzen“ – wie man hört machen immer mehr Geschäfte zu. Sie können im Wachstums-Hamsterrad nicht mehr mithalten, auch weil ihre ehemaligen Kunden und Kundinnen moderne Sklaven halten, die die Wunderdinge aus den Dumpingfabriken der ökonomischen Unterwelt auf das heimische Sofa schleppen.
Vor diesem Hintergrund schicken sich die Strategen des Kapitalismus untergehender Schule in Klausen an, die vermeintlichen und tatsächlichen Stärken des einladenden Städtchens in bare Münze zu verwandeln und auch im mittleren Eisacktal einen touristischen Hotspot zu schaffen.
„Je mehr der Mensch versucht, die Welt vollständig verfügbar, planbar und beherrschbar zu machen, desto mehr verliert er die Fähigkeit, sich von ihr berühren zu lassen.“
Vor dem Preis für die Klausner Wirtschaftseliten kommt allerdings – wie so oft – der Fleiß der Steuerzahlenden. Sie sollen a pissi mehr als zwei Dutzend Euro-Milliönchen bereitstellen. Dafür gibt’s einen neu gestalteten Marktplatz, einen Zugangsstollen zum Klosterfelsen, ein wenig Museales unterwegs und einen 150 Meter hohen Aufzug ins Ziel der Träume der Klosterfans.
Dass dabei genau das zerstört wird, was den besonderen Reiz des jahrtausendealten und spirituell aufgeladenen Klosterberges ausmacht, kann auch mit noch so vielen millionenschweren Frequenzen nicht annähernd aufgewogen werden. Es gilt, was Hartmuth Rosa so meisterhaft formuliert hat: „Je mehr der Mensch versucht, die Welt vollständig verfügbar, planbar und beherrschbar zu machen, desto mehr verliert er die Fähigkeit, sich von ihr berühren zu lassen.“
Wie Klausen den wunderbaren Klosterberg trotzdem für eine nachhaltige Entwicklung nutzen kann, ohne seine Würde anzutasten, hat der klügste lebende Südtiroler namens Hans Heiss jüngst in einer Südtiroler Tageszeitung auf eindrucksvolle Weise dargelegt. Möge seine Klugheit über Klausen kommen!
„Wird es die KLAUSNER…
„Wird es die KLAUSNER-WITSCHAFTs-ELITE + der L H KOMPATSCHER, der von der Idee einem Tunnel in den Säbener-Berg + einem Rohr mit Aufzug zum Kloster b.......... war verstehen, dass damit Säbener-Berg seine Würde verliert + zu einem weiteren HOT-SPOTH herunter gewirtschaftet wird ...?“
„Wird es die KLAUSNER…
„Wird es die KLAUSNER-WITSCHAFTs-ELITE + der L H KOMPATSCHER, der von der Idee einem Tunnel in den Säbener-Berg + einem Rohr mit Aufzug zum Kloster b.......... war verstehen, dass damit der Säbener-Berg seine Würde verliert + zu einem weiteren HOT-SPOTH herunter gewirtschaftet wird ...?“
Der Anstieg mit Bänke zum Rasten + Bewundern der Klausner Landschaft versehen, „wird zu einem Erlebnis ... ..., an das man sich gerne erinnert!“
Antwort auf „Wird es die KLAUSNER… von Josef Fulterer
Das Gelände würde es…
Das Gelände würde es zumindest großteils hergeben, eine großzügige Promenade anzulegen und das Klosterareal mit leicht bewältigbaren Höhenunterschieden zu erreichen. Aber dazi müsste man den Weingarten durchqueren, was wohl qua bäuerlichem Diktat als Tabu betrachtet wird. Ein kurzer Schrgaufzug, um den ersten Teil zu überwinden, könnte sinnvoll sein, auch für die Binnenerschließung.
Ich würde auch einen SCHRÄG…
Ich würde auch einen SCHRÄG-AUFZUG nicht empfehlen ...!
Antwort auf Ich würde auch einen SCHRÄG… von Josef Fulterer
Ich schon. Er könnte vom…
Ich schon. Er könnte vom Zentrum auf die Höhe von Burg Branzoll führen und dann in eine großzügig angelegte Promenade übergehen. Überhaupt wären Schrägaufzüge oder Aufzüge vielerorts eine gute Lösung für Lücken im Fußmobilitätssystem.