Resümee eines heißen Sommers
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Jetzt S+ abonnierenDer Sommer 2026 war gezeichnet von Hitzewellen und Temperaturrekorden. Den neuesten Rekord bricht Bozen mit 32 Tropennächten seit Mai. Das sind drei mehr als im bisherigen Rekordsommer 2015. Mehr als einen Monat sank die Temperatur also nicht unter 20 Grad Celsius.
Laut dem Klimawandel-Monitoring von Eurac Research erlebt Bozen heute rund zehn Tropennächte pro Jahr mehr als in den 1960er-Jahren. Die Folgen spüren viele Menschen unmittelbar: „Man schläft einfach schlechter“, erzählt ein Passant in der Landeshauptstadt. Denn mit steigenden Temperaturen nimmt die Schlafdauer ab, gleichzeitig verkürzen sich die Tiefschlafphasen. Das zeigt eine Studie aus dem Jahr 2025, für die mehr als 23 Millionen Schlafaufzeichnungen ausgewertet wurden.
Unser Körper folgt auch beim Schlafen einem natürlichen Temperatur-Rhythmus: Im Laufe des Tages steigt die Kerntemperatur des Körpers leicht an, sinkt dann abends wieder ab und bereitet den Organismus auf die nächtliche Ruhephase vor. Der Temperaturabfall dient als biologisches Signal für die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Bei großer Hitze in der Nacht kann sich der Körper nur eingeschränkt abkühlen. Der Kreislauf bleibt also stärker gefordert und der Schlaf wird leichter und unruhiger.
Doch nicht nur der Schlaf leidet unter der Hitze. Wenn die Temperaturen steigen, schlägt das auch auf die Psyche. Forschende der Universitätsklinik in Magdeburg haben untersucht, wie Hitze das psychische und körperliche Wohlbefinden im Alltag beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits Temperaturen ab 25 Grad zu geringerem psychischen und körperlichen Wohlbefinden führen. An heißen Tagen berichten also mehr Personen von ängstlichen oder depressiven Symptomen.
Wir haben die Menschen in Bozen gefragt, wie sie die Tropennächte erlebt haben.
Die Befragten sind sich einig: Es muss sich was ändern.
Mit einer Sensibilisierungskampagne hatte das Land Südtirol in diesem Sommer versucht, die Bevölkerung gegen die Hitze zu rüsten. Die Ratschläge reichten von ausreichend Trinken, Schatten suchen und leichter Ernährung bis hin zu Lüften und Abdunkeln. Ob solche Tipps langfristig helfen, bleibt fraglich.
Eine Kampagne zur Abwehr von Mücken würde zumindest eines der nächtlichen Probleme lösen.
War der ablaufende Sommer…
War der ablaufende Sommer nur ein Ausreißer oder müssen wir im nächsten Sommer eine ähnliche Situation erleiden ...?
Ende des 15. Jahrhunderts wurden 2 extreme Hitze-Sommer von 18 Sommern begleitet, in denen das Getreide auf den Äckern verschimmelte. Damals hat man die Hexen dafür verantwortlich gemacht + mit Gerichts-Urteile auf dem Scheiterhaufen verbrannt ...!