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Uni Bozen: berufsbegleitend studieren

Der Masterstudiengang für Personal in Kindergarten und Grundschule wurde reformiert: So soll das Studium praxisbezogener werden und Unterrichtstätigkeit ermöglichen.
Campus Brixen, Uni Bozen
Foto: unibz
  • Seit fast 30 Jahren bietet die Freie Universität Bozen am Campus Brixen die Ausbildung für pädagogisches Fachpersonal an. Für das kommende Studienjahr wurde der fünfjährige Masterstudiengang, der Personal für Kindergarten und Grundschule ausbildet, in Zusammenarbeit mit den drei Bildungsdirektionen in Südtirol reformiert.

  • Antonella Brighi: „Die fünf Jahre sind keine Wartezeit, sondern eine aktive Investition.“ Foto: unibz

    „Die Schule und die jungen Generationen haben sich tiefgreifend verändert – entsprechend muss sich auch die Rolle der Lehrperson weiterentwickeln“, erklärt Professorin Antonella Brighi, Dekanin der Fakultät für Bildungswissenschaften. „Heute ist die Lehrperson eine Regisseurin des Lernens, eine Fachperson, die nicht nur Inhalte vermittelt, sondern auch Beziehungsdynamiken und das Klassenklima gestaltet.“ Das bisherige Modell sei zwar solide gewesen, habe jedoch die Gefahr einer Trennung von Theorie und Praxis in sich getragen. „Mit der Reorganisation haben wir bewusst versucht, diese Trennung aufzuheben: Theorie wird unmittelbar in Praxis umgesetzt, und Praxis wird kontinuierlich reflektiert“, so Brighi.

  • Flexible Lernformate

    Ergänzt wird das Angebot durch flexible Lernformate, die Online-Lehrveranstaltungen und eine reduzierte Präsenzpflicht umfassen. Besonders für berufstätige Studierende bietet dies Vorteile. Ab dem 4. Studienjahr werden etwa Lehrveranstaltungen gebündelt und verstärkt in Blöcken angeboten. 

    Damit werde das Studium auch für jene interessant, die es bisher als zu lang oder zu weit entfernt vom Berufsalltag wahrgenommen haben, betont Brighi. „Die fünf Jahre sind keine Wartezeit, sondern eine aktive Investition: Durch die neue Flexibilität und die Möglichkeit, Studium und Unterrichtstätigkeit zu verbinden, wird das Studium zu einem echten Karrieremotor.“ 

  • Mehr Praxis

    Ein zentrales Merkmal des neu gestalteten Studiengangs ist ein Praktikum sowie die enge, projektorientierte Zusammenarbeit mit den Schulen. Ergänzt wird dies durch flexible und aktive Lehrformate, die Vorlesungen, Seminare mit Fallbeispielen, Simulationen und Micro-Teaching verbinden. 

  • Frühkindliche Bildung: Nach abgeschlossenem Studium ist die Arbeit in Kindergärten und Grundschule möglich. Foto: greta_stuffer
  • Ein besonderer Fokus liegt ab Herbst auch auf der frühkindlichen Bildung. „Der Kindergarten ist eine der Grundschule gleichgestellte Bildungsinstitution, in der die Weichen für die Bildungsbiografie von Menschen gestellt werden. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung für Kindergärtnerinnen und Kindergärtner“, sagt Professor Reinhard Tschiesner, der Studiengangsleiter und Prodekan der Lehre an der Fakultät für Bildungswissenschaften. 

    Auch Bildungslandesrat Philipp Achammer begrüßt die Neugestaltung des Studiengangs: „Wir stärken die Attraktivität des Berufsbildes von Pädagoginnen und Pädagogen und reagieren gleichzeitig auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Bildungswesen.“