Gesellschaft | Wohnbau
Wird endlich gebaut?
Foto: Gemeinde Truden
Dieser Artikel ist SALTO+. Bitte anmelden um Artikel zu lesen!
Noch kein SALTO+? Mit einem Abo auf SALTO kannst du unabhängigen und kritischen Journalismus in Südtirol unterstützen! Abo abschließen!
Die Studienfahrten nach Wien…
Die Studienfahrten nach Wien sollten wie das Beispiel Neue Heimat Tirol vor Augen führen, dass das Ziel der öffentlichen Hand darin bestehen sollte, SELBST auf dem Mietmarkt aktiv zu werden und neue Mietwohnungen zu schaffen, die DAUERHAFT im öffentlichen Eigentum bleiben. Angesichts eines blockierten Wohnungsmarkts liegt es in der Verantwortung der öffentlichen Hand, selbst aktiv zu werden. Nur dadurch kann der Mietmarkt leistbar werden. Notwendig wäre ein auf 10 Jahre angesetztes neues öffentliches Wohnbauprogramm. Offenbar verzichtet das Land darauf, über das WOBI ein solches Programm für neue Sozial- und Mittelstandswohnungen zu starten. Mit der Einführung des „gemeinnützigen Mietwohnbaus“ wird die Wohnbaupolitik privatisiert. Denn die gemeinnützigen Träger sind nur für 30 Jahre daran gebunden, einen gedeckelten Mietzins zu garantieren. Dann entfällt diese Verpflichtung und laut neuem Wohnbaugesetz gibt es nur die Schranke, dass diese Wohnungen ansässigen Personen vorbehalten sind. Gut möglich, dass dann die gemeinnützigen Stiftungen sich in profitinteressierte Marktakteure verwandeln und die Mieten deutlich angehoben werden. Je nach Ausmaß der Förderung für den Bau solcher Mietwohnungen wird im Zeitraum von 30 Jahren die entgangene Marktmietspanne ausgeglichen. Es ist davon auszugehen, dass sich dann die Situation auf dem Mietwohnungsmarkt noch deutlich angespannter darstellen wird und erschwingliche Mietwohnungen eine Illusion bleiben. Eine auf 30 Jahre befristete Gemeinnützigkeit könnte sich also langfristig als lohnendes Geschäftsmodell erweisen.
… und dreißig Jahre sind…
… und dreißig Jahre sind nichtmal EINE Generation…
Truden macht es im Kleinen vor, wie die Lösung auch im Großen aussieht. Und Truden zählt wahrlich nicht zu den reichen Gemeinden. Aber offensichtlich hat Truden verantwortungsvolle und clevere VerwalterInnen…