Gesellschaft | Touristisch erhaben

Eine Frage der Sicht

Es geht um touristische "Selbstbedienung" im doppelten Sinne.
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Wer sieht was oder wen?
Foto: mamselbruck
  • ... ein bißchen schwierig ...

    Der Tourismus ist eine Art des Vor-sich-bringens, eines Sich-zustellens von Land­schaft und Se­hens­­würdigkeiten, wobei da nicht(s) gesehen wird. Dieses touristische Sich ist das Sich eines selbstbezogenen Erleb­nis­ses. Das Vor-sich-bringen z. B. der Landschaft, bzw. genauer der Vollzug dieses Vor – Sich – Brin­gens ist das Er-leben, dem es nicht um das Sehen und Schauen einer Landschaft geht, sondern um dieses auf sich be­zo­gene Brin­gen. Das wird nun empfun­den als ein Kön­­nen, ein Vermögen, das wie­derum ein Gefühl von Erhabenheit verleiht. In diesem Können bringen sie, die Touri­sten, wenn auch un­be­wußt, vornehmlich sich selber vor sich. Touristiker fördern derar­tige Erhabenheitsge­fühle und stellen dabei nicht zuletzt Landschaft, Sehenswürdigkei­ten und das Leben der Einheimischen zur Verfügung.