Gesellschaft | SALTO Gespräch
„Ich glaube an Dialog“
Foto: Weingut Schmid Oberrautner / Fotografin Manuela Tessaro
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Schönes Interview. Nur die…
Schönes Interview. Nur die Frage, die man stellen sollte, hat SALTO kurzerhand „vergessen“. Inzwischen kontrolliert Athesia 90 Prozent des Südtiroler Radiomarktes. Zusammen mit der restlichen geballten Medienmacht des Ebner-Konzerns gibt es in Südtirol und in der Region damit eine Monopolstellung, die selbst für Italien einmalig ist. Und die eine Gefahr für eine Demokratie ist.
Anders als es Präsidentin Judith Gögele in einer Stellungnahme für „RAI Südtirol“ dargestellt hat, ist der Südtiroler Kommunikationsbeirat auch dafür zuständig. Ihm obliegt es, den zuständigen staatlichen Stellen – allen vor dem Garante per il mercato – marktdominierende Positionen und Medienkonzentrationen zu melden. Das steht im Gesetz zur Gründung dieser staatlichen Medienbehörde. Mit einer Konvention zwischen diesem staatlichen Mediengaranten, der Landesregierung, dem Landtag und dem Südtiroler Kommunikationsbeirat übernimmt, letzterer alle Funktionen auf Landesebene. Damit auch jene, die untragbare Situation auf dem Radiosektor zu melden.
Man wird das aber – als Bückling vor der Medienmacht – nicht tun. Schade, dass SALTO als angeblich so „kritisches Medium“, das selbst eine SLAPP-Klage aus dem Ebner hängen hat, all diese Hintergründe nicht für erwähnenswert betrachtet. Salto change – ja, leider.