„Grieser Bürgermeister setzt Zeichen“
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Jetzt S+ abonnierenWenige Tage vor der Vollsperrung am Brenner, die auf der Autobahn A22 auf Südtiroler Seite bereits ab Sterzing beginnt, bringen die drei Gemeinderätinnen des Team K in Brixen einen Beschlussantrag gegen die Lärmbelastung ein, auch die Grünen in Südtirol und Tirol solidarisieren sich mit dem Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, der den Protest organisiert.
Heute haben außerdem Tirols Landeshauptmann Anton Mattle und die Bürgermeister des Wipptals ein gemeinsames Forderungspapier nach Wien, Berlin, Rom und Brüssel geschickt, um die Verkehrsbelastung anzuprangern. Mattle selbst wird zudem an dem Protest am Samstag, den 30. Mai, teilnehmen.
BBT-Zulauf in Österreich zu kurz?
Auch die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer (Südtirol) und Gebi Mair (Tirol) fordern mehr Solidarität mit der Bevölkerung und eine gemeinsame Transitpolitik. „Bayern und Österreich blockieren den Ausbau der Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel“, teilen sie in einer Aussendung mit. Der Brennerpass sei dabei ungebrochen der meistbefahrene Alpenpass: Nirgendwo sonst würden so viele Autos und LKWs die Autobahn passieren.
Mit der Verschiebung des ÖBB-Rahmenplans drohe nun der Brenner-Zulauf des Brennerbasistunnel (BBT) in Österreich in Radfeld zu enden. „Damit werden für die Bundestagsbefassung in Deutschland neue Ausreden geschaffen, warum der Brenner-Nordzulauf in Bayern nicht kommen soll.“ Die Grünen fordern deshalb von der österreichischen Regierung die sofortige Fortführung des Nordzulaufs im Unterinntal zwischen Radfeld und Kufstein.
Lärmmessungen gefordert
In Brixen würden schon die aktuell geltenden Grenzwerte fern der Autobahn häufig überschritten werden. Um das zu überprüfen, soll die Gemeinde laut dem Vorschlag des Team K besonders an verkehrsreichen Tagen Messungen bei den am stärksten exponierten Wohngebieten durchführen. „Saubere Luft ist eine Grundvoraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität“, erklärt Sabine Mahlknecht, Sprecherin des Team K Brixen. „Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gelten ab 2030 im EU-Raum neue niedrigere Grenzwerte, um die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung deutlich zu reduzieren.“
„Derzeit erfolgen Luftschadstoffmessungen nur an zwei Messstellen bei der Universität und in der Industriezone, während die wohl am stärksten exponierten Wohngebiete in unmittelbarer Nähe zur Trasse bislang nicht überwacht werden“, sagt Elisabeth Fulterer (Team K). „Der Grieser Bürgermeister nimmt diese Verantwortung ernst und setzt, da bisher leider nichts anderes gegriffen hat, ein Zeichen“, so Verena Waldboth (Team K) mit Blick auf Samstag, den 30. Mai.
Die Kritik der Wirtschaft
Der Südtiroler Unternehmerverband und Confindustria Trient kritisieren hingegen den angekündigten Protest. „Blockaden lösen nichts, es braucht hingegen gemeinsame Ansätze auf europäischer Ebene. Aus diesem Grund wollten wir eine Tagung organisieren, an der alle Regionen entlang der Brennerachse teilnehmen“, teilt der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Alexander Rieper, mit.
„Längere Unterbrechungen des Transitverkehrs und Verbote haben negative Auswirkungen, nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch auf die Umwelt, denn sie verursachen lange Staus und Stop and go – Verkehr, was die Abgase erhöht. Es muss auf eine effiziente und nachhaltige Mobilität gesetzt werden, indem Investitionen in technologische Innovation, Modernisierung des Fuhrparks und modale Transportsysteme gefördert werden“, fügt der Präsident der Confindustria Trient, Lorenzo Delladio, hinzu.
Hinweis: Der Artikel wurde am 26.05.2026 um 16 Uhr aktualisiert.
es wäre nett, wenn südlich…
es wäre nett, wenn südlich des Brenners auch Maßnahmen zur Verkehrsregulierung beschlossen würden. Bspw eine Erhöhung der LKW-Maut, oder diverse Bevorzugungen für Elektrische LKW und PKW. Lügengeschichten (der sog. „Wirtschaft“) und hohle Lippenbekenntnisse helfen nicht weiter.
Bezeichnend dass nur der…
Bezeichnend dass nur der Bürgermeister von Sterzing, Peter Volgger von der Bürgerliste als Südtiroler Bürgermeister an der Demo teilnimmt. Die SVP-Soldaten wollen sich den Wirtschaftslobbies natürlich nicht in den Weg stellen.
Sagt mMn sehr viel aus über die Interessen der Partei bzw. über das, was die Partei nicht interessiert, sprich die Gesundheit der Menschen.
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2026/05/tirol-verscharft…
Antwort auf Bezeichnend dass nur der… von K V
Hat es dahingehend Zweifel…
Hat es dahingehend Zweifel gegeben? Also bei mir nicht. Der Arbeitnehmerflügel der SVP ist defacto nur auf dem Papier vorhanden, in Wahrheit aber ein Feigenblatt um dem geneigten Wähler weiterhin etwas vorzugaukeln. Die Interessen der Wirtschaft haben selbstverständlich auch ihre Berechtigung, aber in der Svp geht es vor allem um die Wahrung ebendieser. Und jetzt kommt mir bitte nicht mit Wohlstandssicherung. Unsere Betriebe erzielen in der Regel solide Überschüsse, aber bei den Menschen die den Laden am Laufen halten (und ich meine nicht die Geschäftsführung), kommen diese nicht an.
Wie fahren wohl alle Tiroler…
Wie fahren wohl alle Tiroler zu ihrem Gardameer?
Wie die Situation wohl…
Wie die Situation wohl aussähe, wäre der gesamte Brenner in Tiroler Hand?
Antwort auf Wie die Situation wohl… von WerPram
wohl nicht anders, da dann…
wohl nicht anders, da dann eine geschmierte svp-övp-kombination regieren würde.
Die italienische…
Die italienische Industriellenvereinigung kann sich ja dafür einsetzen, dass auch Südtirols Gewerbegebiete wieder bahntechnisch angeschlossen werden, was derzeit nicht der Fall ist. Tirol blockiert nicht, sondern fordert Lösungen.
Dass LH und…
Dass LH und Verkehrslandesrat sich gegen die Blockade Sturm laufen hat offenbar zwei Gründe: Da ist einmal die Verbandshörigkeit der Landesregierung und zum andern die Koalition mit der Rechten, von der man weiss, dass ihr Umwelt- und Klimaanliegen am A.... vorbeigehen.
... sich ... ist natürlich…
... sich ... ist natürlich zu streichen.
Verbände, eine Frächterlobby…
Verbände, eine Frächterlobby und konservative Parteien gibt es auch im Bundesland Tirol.
Aus welchen Gründen haben Südtiroler:innen und ihre Politiker:innen so wenig Zivilcourage? Mir erschließt sich auch nicht, weswegen die Veranstaltung ein Eigentor sein soll, so die Aussage von LH Kompatscher.
Antwort auf Verbände, eine Frächterlobby… von WerPram
„Aus welchen Gründen haben…
„Aus welchen Gründen haben Südtiroler:innen und ihre Politiker:innen so wenig Zivilcourage?“
Herr und Frau Südtiroler sind eine gemütliche Spezies, die fettgefressen und schwerfällig ist. Lei nit unangenehm auffollen und vor allem nit rogeln.
Allerdings haben sie das zweifelhafte Talent, die besten Exemplare aus ihren Reihen als Politiker zu wählen.
Zumindest die starke…
Zumindest die starke Belastung am Fahrbelag + an der Tragstruktur, sollte dem Waren-Verkehr voll angelastet werden, „wenn den u........... belichteten Politkern die Gesundheit der Bevölkerung entlang der Brenner-Autobahn -t o t a l- gleichgültig ist ...!!!“