Politik | Gemeinnütziges Bauen

Klarere Regeln für Mietwohnbau

Die Landesregierung präzisiert die Richtlinien für den gemeinnützigen Mietwohnbau. Ziel sind mehr Transparenz, klare Förderregeln und langfristig leistbarer Wohnraum. Projekte können noch bis 31. August eingereicht werden.
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Foto: Seehauserfoto
  • Die Landesregierung hat auf Initiative von Wohnbau-Landesrätin Ulli Mair die Bestimmungen zum gemeinnützigen Mietwohnbau überarbeitet und in mehreren Punkten präzisiert. Damit sollen der gemeinnützige Charakter der Förderung gestärkt und die Abläufe transparenter gestaltet werden. Besonderer Fokus gilt auch der Nutzung von Leerständen.

    Die 2025 eingeführte Förderschiene gilt als wichtiger Baustein für leistbares Wohnen. Nun wurde unter anderem klargestellt, dass Projekte, die sich an geschlossene Zielgruppen richten, nicht förderfähig sind. Zudem muss ein Wechsel der Mieterinnen und Mieter während der Bindungsdauer möglich bleiben.

     

    „Es lässt sich ein Gesamtbeitrag von etwa 13.000.000 Euro abschätzen.“

     

    Auch bei den Kosten gibt es genauere Vorgaben: Technische Spesen können künftig bis zu 15 Prozent der Baukosten ausmachen, während die absetzbare Mehrwertsteuer nicht zu den förderfähigen Ausgaben zählt. Vorschüsse werden nur mehr bei bereits genehmigten Projekten gewährt.

    Neu ist außerdem, dass Projektträger die Kriterien für die Wohnungszuweisung vorab festlegen und öffentlich zugänglich machen müssen. Dabei bleibt das Prinzip erhalten, dass die Wohnungen in erster Linie Ansässigen zugutekommen sollen.

  • Hundert Wohnungen sollen entstehen

    Die Nachfrage nach dem Modell ist bereits hoch: Im ersten Jahr wurden landesweit acht Projekte eingereicht, aus denen rund 100 Wohnungen entstehen. Die Förderung deckt je nach Projekt zwischen 55 und 65 Prozent der Baukosten ab. Neue Projekte können noch bis zum 31. August eingereicht werden.

    SALTO hat beim Direktor des Ressorts Wohnbau Luca Critelli nachgefragt. Laut Critelli betrage das insgesamt vorgesehene Investitionsvolumen rund 22 Millionen Euro. Davon würden schätzungsweise 13 Millionen Euro durch Beiträge gefördert. Bezüglich der Fertigstellung und Realisierung der Projekte sei der Zeitrahmen unterschiedlich. Im Durchschnitt beträgt die Dauer für ein Bauprojekt dieser Art jedoch etwa 1,5 bis 2 Jahre kündigte Luca Critelli an.