Wirtschaft | Verwöhnte Bürger

Gottseidank sind die Spritpreise hoch!

Die hohen Spritpreise sind kein Fehler des Systems, sondern der einzige Schutz davor, dass uns der Treibstoff ausgeht. Politiker und Verbände sollten ein Mikroökonomiebuch aufschlagen, bevor sie sich zu diesem Thema äußern.
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  • Gunde Bauhofer von der Südtiroler Verbraucherzentrale begann den Monat mit folgender Aussage: „Der Treibstoff, der derzeit verkauft werde, sei bereits früher eingekauft worden und daher noch nicht direkt von der aktuellen Krise betroffen. Deshalb stellt sich die Frage: Woher kommen diese Preissteigerungen?“ Diese scheinbar clevere Idee wurde schleunigst von den Medien und Politikern wie Sven Knoll aufgegriffen. Die Verbände riefen nach dem Südtiroler Zauberwort für alle Probleme: Beiträge vom Land. Die Schuld liegt natürlich bei den bösen Ölkonzernen, die an der Krise verdienen wollen.

  • Es gibt nur ein winziges Problem mit dieser Meinung: 20 % der weltweiten Öl- und Gasproduktion sind ausgefallen. Abgesehen von den gespeicherten Reserven bedeutet das, dass die Welt 20 % weniger verbrauchen muss, denn Öl und Gas fallen nicht vom Himmel und werden früher oder später ausgehen, wenn die Produktion der Nachfrage nicht nachkommt.

  • Es gibt drei Möglichkeiten, wie es weitergeht. Erstens: Wir folgen der Logik von Frau Bauhofer, halten die Preise künstlich niedrig bis Öl und Gas ausgehen und alles zum Stillstand kommt. Zweitens: Wir rationieren wie im Kommunismus, und der Staat entscheidet, wer die Ressourcen bekommt. Oder drittens: Wir lassen, wie in einer Marktwirtschaft üblich, Angebot und Nachfrage den Preis setzen.

  • Es ist positiv, dass die Öl- und Gaspreise gestiegen sind, denn der Welt fehlen 20 % der Produktion dieser Ressource. Wenn Preise steigen, nutzen Menschen das Auto, die Heizung und alles andere nur, wenn es unbedingt nötig ist und gleichen damit Angebot und Nachfrage aus. Jeder mit einem Minimum an Verständnis von Mikroökonomie begreift das. Unsere Politiker und Verbandsvertreter offenbar nicht.