„Das hatten wir noch nie“
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Die Genossenschaftsbewegung in Südtirol rückt enger zusammen: Im Rahmen einer Pressekonferenz unterzeichnen der Coopbund Alto Adige Südtirol und der Raiffeisenverband Südtirol ein Einvernehmensprotokoll zur Zusammenarbeit. Für Coopbund-Präsidentin Monica Devilli markiert das Abkommen „ein wichtiges Ereignis für die Zukunft der Genossenschaftsbewegung im Land“.
Die Kooperation zwischen den beiden Organisationen ist kein Novum. Wie Devilli betont, stehen die beiden größten Verbände des Landes seit Jahren im Austausch. Das unterzeichnete Einvernehmensprotokoll sei ein Dokument zur Festigung, direkten und kontinuierlichen Austausch zwischen den beiden Organisationen zu schaffen. Mit anderen Worten besiegeln Coopbund und der Raiffeisenverband mit dem Einvernehmensprotokoll ihre Freundschaft auf Papier.
„Ein besonderes Ereignis für die Genossenschaftsbewegung in Südtirol.“
Gemeinsam vertreten die beiden Organisationen über 600 Genossenschaften und damit beinahe 90 Prozent des Sektors in Südtirol. Entsprechend groß ist ihr Einfluss auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen im Land. Anlass genug für die Verbände, um ihre Vertretungsfähigkeit zu stärken und mit gemeinsamen Positionen auch stärker in den Dialog mit Politik und Institutionen treten zu können, so Devilli.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung gemeinsamer Initiativen. Ziel ist es, das Genossenschaftsmodell sichtbarer zu machen, neue Projekte anzustoßen und Chancen für bestehende Genossenschaften zu schaffen. Dabei gehe es nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um soziale und nachhaltige Entwicklung.
Trotz der engeren Zusammenarbeit bleibt die Eigenständigkeit beider Verbände gewahrt. Das Abkommen sei bewusst flexibel gestaltet, betont Devilli: Jeder Verband verfolge weiterhin seine eigenen Strategien und Zielsetzungen. Dennoch sei es „ein besonderes Ereignis für die Genossenschaftsbewegung in Südtirol. Eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit beider Verbände so offiziell mitzuteilen, das hatten wir noch nie“, so Devilli.
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