Hochgebirgsquellen häufiger verunreinigt
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Eine Studie hat das Wasser von 80 hochgelegenen Quellen in verschiedenen Gebirgsgruppen der Zentralen Ostalpen untersucht, teilt Eurac Research in einer Aussendung mit. Die Analysen zeigen, dass von Permafrostgebieten und Gletschern gespeiste Quellen in Tälern mit bestimmten, häufig vorkommenden Gesteinsarten erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen wie Nickel, Mangan und Aluminium aufweisen. In 36 Prozent der untersuchten Quellen überschritten die Konzentrationen der gemessenen Stoffe die von der EU und Italien vorgeschriebenen Trinkwassergrenzwerte.
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Die kürzlich in einer Fachzeitschrift veröffentlichte Studie zeigt, dass das Phänomen Quellen betrifft, die von unterschiedlichen alpinen Wasserspeichern gespeist werden, nämlich von Gletschern, Blockgletschern, jungen Moränen und Schuttkegeln – und das sei neu. Die Ergebnisse zeigen daher, dass die Belastung von Gebirgsgewässern mit Schwermetallen verbreiteter ist als bislang angenommen.
„Die Schwermetallbelastung der Hochgebirgsgewässer hängt sowohl mit der Geologie eines Gebiets als auch mit dem Rückgang der Kryosphäre zusammen, also mit dem Verlust von Gletschern und Permafrost“, erklärt Stefano Brighenti, Forscher bei Eurac Research und Erstautor der Studie.
Das Eis der Gletscher wirke wie eine Barriere, in der chemische Reaktionen gehemmt sind. Wenn das Eisvolumen aber abnimmt, dringt Wasser aus Niederschlägen und der Schneeschmelze tiefer in den Boden ein oder durchfließt Bereiche mit Gesteinsmaterial, das von Gletschern und Permafrost kleingerieben wurde.
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Belastung der Gewässer wahrscheinlich
Die fortschreitende Klimakrise könnte die Belastung der Gewässer weiter verstärken. Steigende globale Temperaturen beschleunigen das Auftauen des Permafrosts und den Rückzug der Gletscher und begünstigen damit die großflächige Freisetzung von Schwermetallen in alpinen Gewässern. „Wir müssen uns auf eine Zukunft einstellen, in der das Wasser in den Bergen knapper und in vielen Regionen zunehmend belastet sein wird – mit immer deutlicheren ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen auch in den Tälern“, sagt Brighenti.
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