Was haben Südtirols Mütter zu sagen?
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Was belastet Mütter, worüber wird geschwiegen, welche Themen bleiben trotz gesellschaftlicher Debatten tabuisiert? Die Sensibilisierungskampagne MutterNacht startet heute mit der zum Muttertag angekündigten Online-Umfrage. Die Teilnahme ist anonym, ohne Anmeldung möglich und fünf Wochen lang bis 4. Juli geöffnet.
Die Ergebnisse fließen in die künftige Ausrichtung der MutterNacht-Kampagne ein, die seit zwölf Jahren Themen rund um Mutterschaft sichtbar macht. Initiiert vom Haus der Familie und getragen von 28 Südtiroler Organisationen aus den Bereichen Familie, Soziales, Gesundheit und Bildung hat sich MutterNacht zu einem wichtigen gesellschaftlichen Sprachrohr entwickelt.
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Tabus brechen
Die heute startende Umfrage Ungesagt. Mutter. Tabus, über die ich nicht spreche richtet den Blick auf die Frage, welche Themen bei Müttern trotz wachsender Aufmerksamkeit weiterhin tabu bleiben: Welche Erfahrungen verschwinden hinter Bildern von Glück und Stärke?
Warum fällt es vielen Müttern schwer, offen über bestimmte Gefühle, Konflikte oder Belastungen zu sprechen? Welche gesellschaftlichen Erwartungen erzeugen Druck, Schuldgefühle oder Einsamkeit? Und an welchen Stellen braucht es strukturelle Veränderungen, mehr Offenheit und neue Formen von Unterstützung? Die Umfrage bittet um Begriffe, Gedanken und Themenfelder, die bei Müttern oft unausgesprochen bleiben. Sie gibt keine fertigen Antworten vor, sondern möchte hören, was Mütter alleine tragen.
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Siegrid Zwerger vom Haus der Familie, Silvia Di Panfilo vom Katholischen Familienverband Südtirol und Sara Passler vom Netzwerk der Eltern-Kind-Zentren gehören dem Organisationsteam „MutterNacht“ an: „Die Umfrage will dort hinschauen, wo Druck entsteht, wo Sprachlosigkeit belastet und wo Mütter das Gefühl haben, mit ihren Erfahrungen alleine zu sein. Uns interessiert, was enttabuisiert werden sollte und welche Veränderungen Mütter tatsächlich brauchen.“
Die Ergebnisse der Mütter-Umfrage werden im Sommer ausgewertet und im Herbst öffentlich vorgestellt. Sie bilden die Grundlage für die künftigen Schwerpunkte der Sensibilisierungskampagne MutterNacht.
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