Feige Feindbilder
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Jetzt S+ abonnieren„Dies ist nicht nur als Einzelfall zu sehen“, unterstreicht Lea Frings. Die in Bozen aufgewachsene Südtirolerin hat vor Kurzem ihr Medizinstudium in Berlin abgeschlossen und war am Samstag mit Freundinnen und Freunden eine der vielen Besucherinnen der legendären Pride-Veranstaltung. Ihr Ziel war es gewesen, gemeinsam mit vielen anderen Menschen das Leben und die Vielfalt zu feiern. Sie schildert, dass die Stimmung von Freude, Offenheit und Zusammenhalt geprägt gewesen sei. „Für mich war der CSD eine der schönsten Veranstaltungen, die ich bisher erlebt habe.“ Doch dann, kurz nachdem sie den Ort des feigen Angriffs vorzeitig und gut gelaunt verlassen hatte, ereignete sich der Vorfall, der ihr, ihrem Freundeskreis und vielen anderen Menschen deutlich vor Augen führte, „dass eine solche Feier auch jederzeit in Gewalt umschlagen könne.“ Traurig, aber wahr.
... eine der schönsten Veranstaltungen, die ich bisher erlebt habe.
Auf die Frage, ob künftig Angst bei Pride-Veranstaltungen mitschwingen werde, antwortet sie, dass diese Sorge zwar „vorhanden ist“, sie und viele andere sich jedoch „nicht einschüchtern lassen wollen“.
Die queere Community wird sich ihre Sichtbarkeit und ihre Freiheit nicht nehmen lassen. Im Gegenteil: Das Attentat sollte vielmehr die Alarmglocken auf politischer Ebene läuten lassen, um endlich ein klares Signal gegen Queerfeindlichkeit und Menschenhass zu setzen.
Die junge Ärztin warnt davor, „unterschiedliche Formen von Menschenfeindlichkeit – etwa Queerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit oder Rechtsextremismus – gegeneinander auszuspielen oder politisch zu instrumentalisieren. Stattdessen müsse anerkannt werden, dass sie häufig auf denselben ausgrenzenden Feindbildern beruhten und demokratische Grundwerte bedrohten.“
Bozner Vorfreuden
Nachgefragt bei der Projektmanagerin und Koordinatorin der Organisation Alto Adige Pride Südtirol, Adele Zambaldi, entgegnet diese zum Vorfall in Berlin und zu den Vorbereitungen für die nächste Pride in Bozen: „Wir bereiten uns auf die nächste Pride mit dem Bewusstsein vor, dass Sichtbarkeit und der Einsatz für die Rechte der queeren Community weiterhin unverzichtbar sind. Angriffe und Anfeindungen zeigen, dass der Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung noch lange nicht beendet ist.“
Zambaldi warnt davor, „die Vorfälle auf einzelne Personen, Religionen oder ethnische Gruppen zu reduzieren. Vielmehr handle es sich um eine breitere politische und gesellschaftliche Entwicklung, die sich international beobachten lasse. Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung seien Ausdruck einer globalen politischen Tendenz, die sich gegen unterschiedliche Minderheiten richte. Eine Instrumentalisierung der Ereignisse für pauschale Schuldzuweisungen lehnen wir ausdrücklich ab.“
Für die Pride 2027 wolle man deshalb verstärkt auf Intersektionalität setzen. Ziel sei es, Solidarität zwischen verschiedenen von Diskriminierung betroffenen Gruppen zu fördern und sich klar gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und andere Formen der Ausgrenzung zu positionieren. Die Aktivistin betont, „dass sie sich nicht mit jenen identifizieren, die die Angriffe nutzen, um ethnische oder religiöse Feindbilder zu schüren. Stattdessen müsse die politische Dimension von Hass und Gewalt sowie der Einfluss rechtsextremer und neofaschistischer Strömungen stärker in den Fokus rücken.“
Entscheidend sind konkrete Maßnahmen, um Gewalt und Diskriminierung wirksam vorzubeugen.
Auf die Frage nach politischen Reaktionen erklärt Zambaldi, dass symbolische Gesten – etwa das Hissen von Regenbogenfahnen – zwar wichtig seien, allein jedoch nicht ausreichten. „Entscheidend sind konkrete Maßnahmen, um Gewalt und Diskriminierung wirksam vorzubeugen.“ Positiv bewertet sie erste politische Schritte und Initiativen, die Prävention und den Schutz queerer Menschen stärken. Nun gelte es jedoch, diese Ansätze auf kommunaler Ebene und in der gesamten Gesellschaft konsequent weiterzuentwickeln. Denn nur durch konkrete Maßnahmen, Sensibilisierung und Zusammenarbeit könne langfristig ein sicheres und diskriminierungsfreies Umfeld geschaffen werden.
Feige ist es, den Elefanten…
Feige ist es, den Elefanten im Raum nicht zu benennen.
Der mutmaßliche Täter war kein AfDler, er war kein Teilnehmer an einem Sommerfest in Schnellroda. Der mutmaßliche Täter vertritt eine Ideologie, die Homosexualität als schwere Schande und westliche Krankheit betrachtet.
Im Beitrag wird gesagt, man solle diverse Strömungen nicht gegeneinander ausspielen, aber genau das macht der Artikel, indem er zwar wiederholt von Rechtextremismus und Faschismus in Zusammenhang mit dem Anschlag von Berlin spricht, dabei aber verschweigt, dass der mutmaßliche Täter islamistisch motiviert war.
Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass die größte Gefahr für Homosexuelle und generell sexuell anders geartete Menschen vom Islamismus und auch anderen religiösen Strömungen ausgeht. Das muss einfach ausgesprochen werden.
Antwort auf Feige ist es, den Elefanten… von Oliver Hopfgartner
Ja, auch Islamismus ist…
Ja, auch Islamismus ist enorm gefährlich für Queere Menschen. Aber es gibt kein Wettrennen darum, wer gefährlicher für Queers und Homosexuelle ist, außerdem haben die Ideologie der Islamisten und Rechtsextremen so einige Parallelen, darunter eben die Queerfeindlichkeit. CSDs in Deutschland waren nie sicher. Und in den letzten Jahren waren es Rechtsextreme, die CSD-Gegendemos organisiert haben, und den Teilnehmer*innen der CSDs „Wir kriegen euch alle“ zugegrölt haben. Bei den Worten ist es schon damals nicht geblieben, Reaktionen von der Politik gab es damals wenige.
Antwort auf Ja, auch Islamismus ist… von Peter Be
Die politische Rechte ist…
Die politische Rechte ist nicht queerfeindlich. Rechte Spitzenexponenten sind häufig homosexuell. Weidel in Deutschland und Grosz in Österreich sind aktuelle Beispiele, auch in der STF haben Homosexuelle Spitzenpositionen.
Rechte Bewegungen mögen Homosexualität und Queerness missbilligen, aber sie wollen Homosexuelle und Queere nicht vernichten. Bei Islamisten ist das aber der Fall.
Provokant könnte man sagen, dass rechte Sicherheitspolitik wahrscheinlich mehr positive Effekte auf Homosexuelle und Queere hätte als es 10 Jahre PrideMonths je könnten.
Antwort auf Die politische Rechte ist… von Oliver Hopfgartner
Du bist lustig. Es geht…
Du bist lustig. Es geht nicht um die politische Rechte, sondern um politische Rechtsextremisten. Du machst ja sonst auch immer einen Unterschied zwischen diesen beiden Positionen. Das Irrsinnige an Rechtsextremisten ist ja, dass sie ihre Maßstäbe für sich nicht gelten lässt. Weidel ist ein Paradebeispiel für diese Doppelmoral.
Die Einstellung - und auch die Feindbilder - von Islamisten und Rechtsextremisten sind in vielen Fällen absolut deckungsgleich: Antisemitismus, Relativierung des Holocaust, Antifeminismus, Queerfeindlichkeit, patriarchales Rollenbild, Anti-Pluralismus.
Und wie man an den Reaktionen in Deutschland sieht, profitieren sie voneinander.
Antwort auf Du bist lustig. Es geht… von Manfred Klotz
*gelten lassen.
*gelten lassen.
Antwort auf *gelten lassen. von Manfred Klotz
Naja wenn man von der Gefahr…
Naja wenn man von der Gefahr die für die Bevölkerung ausgeht spricht, ist das Bild eindeutig.
Für die mittlerweile in gefühlt immer kürzeren Abständen stattfindenden Terroranschläge und Morde sind jetzt weniger die Rechtsextremen verantwortlich sondern Islamisten mit mehr oder weniger ausgeprägtem Radikalisierungsgrad.
Deren Feindbilder sind nicht nur Homosexuelle, Juden und Frauen, sondern nämlich die gesamte freie westliche Gesellschaft und Lebensart. Dieser zu Leibe zu rücken fühlen sie sich berufen, wozu sich leider immer mehr Islamismus-affine junge Männer radikalisieren breitschlagen fühlen.
Da braucht man nur die „lobenden“ Kommentare auf den Anschlag kommend aus der einschlägigen community anzuschauen.
Auch die Tatwaffen wie Messer, Macheten oder eben Fahrzeuge und die häufig zu hörenden „Allahu-akbar“ Rufe lassen sich meist eindeutig zuordnen.
Auch die mittlerweile jeden 2. Tag stattfindenden Massenvergewaltigungen gehen meist auf das Konto von Männern mit Migrationshintergrund.
Bevor ich mir jetzt den Vorwurf des Relativierens anhören muss (liegt mir fern) möchte ich nur klarstellen, dass es die allgemeine Gefahr für die Bevölkerung aufzuzeigen galt, wo sich dann Rechtsextremisten eben weniger hervortun.
Naja, die Linksextremisten sind in diesem Punkt auch nicht von schlechten Eltern.
Hammerbande und Vulkangruppe bedeuten nicht nur eine Gefahr für Leib und Leben der Bevölkerung sondern diese setzen auch der allgemeinen Infrastruktur (Lahmlegen und Beschädigen von Stromleitungen und Bahn-Infrastruktur usw.) zu.
Antwort auf Naja wenn man von der Gefahr… von Milo Tschurtsch
Jeden 2. Tag finden…
Jeden 2. Tag finden Massenvergewaltigungen statt?
Haben Sie für diese Behauptung irgendwelche seriöse Quellen?
Antwort auf Jeden 2. Tag finden… von Manfred Klotz
Die polizeiliche…
Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 erfasste 751 Fälle von Massenvergewaltigungen.
Davon waren 53 Prozent mit nichtdeutscher Staatsbürgerschaft. Vom Rest wurde der Migrationshintergrund nicht separat erfasst.
Herkunftsländer : Syrien, Afghanistan , Irak, Türkei.
Nachzulesen bei der Kriminalstatistik Deutschland.
Vielleicht ist es in anderen Ländern anders ??
Antwort auf Die polizeiliche… von Milo Tschurtsch
Bei 751 Fällen wären das…
Bei 751 Fällen wären das dann nicht jeden Tag zwei Gruppenvergewaltigungen, und nicht jeden zweite Tag eine?
Oder verstehe ich die Statistik nicht?
Antwort auf Bei 751 Fällen wären das… von Manfred Gasser
Sie haben vollkommen Recht,…
Sie haben vollkommen Recht, das ist ja doppelt schlimm wobei der Faktor „doppelt“ auch wieder falsch ist.
Jedenfalls eine katastrophale Situation.
Antwort auf Die polizeiliche… von Milo Tschurtsch
Sie schreiben von …
Sie schreiben von „Massenvergewaltigung“ und zitieren eine Statistik, die von Gruppenverwaltigung (das sind Fälle sexueller Nötigung an denen mindestens 2 Personen beteiligt sind) spricht. Verstehen Sie den Unterschied?
Schlimm genug, klar, aber auch Ihre Unterstellung, die Täter seien „meist“ Ausländer stimmt praktisch nur zur Hälfte, wie genau die zitierte Statistik belegt.
In diesem Artikel geht es aber um die Gewalt gegenüber Queeren, nicht um die kriminelle Energie von manchen Ausländern (die niemand leugnet).
„Alle Menschen sind…
„Alle Menschen sind Schwestern + Brüder ...!“