„Stoppt das Monsterhotel“
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Jetzt S+ abonnierenAthesia plant ein großes Hotelprojekt in St. Andrä, eine Fraktion von Brixen. Geplant ist ein Luxus-Vier-Sterne-Superior-Hotel mit 124 Zimmern und fast 400 Gästebetten. Der Komplex umfasst zusätzlich zum Hauptgebäude fünf Türme mit bis zu sechs Stockwerken. Das Grundstück ist fast 16.000 Quadratmeter.
Das Projekt steht allerdings unter großem Zeitdruck. Am 30. September endet die Frist für die Erteilung der Baukonzession für Hotelprojekte, sonst verfallen die Bettenrechte. Aufgrund der Größe des Projekts, wäre eigentlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich. Das Projekt wurde erst am 10. September eingereicht und am 17. September veröffentlicht. Weil die Veröffentlichungsfrist 45 Tage beträgt, wird es praktisch unmöglich sein, die Genehmigung noch vor dem 30. September zu erhalten. Befürchtet wird nun, dass das Riesenprojekt dennoch auf Schiene gebracht werden soll.
Engagierte „Influencer“
Mit diesem Projekt sind aber nicht alle einverstanden. Vor allem auf den sozialen Medien regt sich Unmut. „Influencer“ und. Aktivisten wie Majda Brecelj, Barbara Plagg und Moritz Holzinger setzen sich über ihre eigenen Accounts und Kanäle dafür ein, das Projekt kritisch zu hinterfragen und eine breitere Öffentlichkeit dagegen zu mobilisieren. In ihren Videosgehen sie aktiv in das Dorf St. Andrä und befragen die Einwohner direkt.
„Da war gleich der Konsens da. Wir müssen einfach den Menschen, die da wohnen und direkt betroffen sind, irgendwie eine Stimme geben“, erzählt Majda Brecelj.
Das Ziel dieser Umfragen ist es, die Stimmung und Meinungen im Dorf zu zeigen. Dabei kamen alle zu Wort, junge Leute, ältere Bewohner und lokale Familien. Für viele von ihnen wird der exzessive Tourismus unerträglich, da sie ihre eigenen Gärten vor Lärm nicht mehr nutzen können und Spielräume in den Wäldern für ihre Kinder verlieren.
„Für uns ist es eine Belastung“
Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen das Projekt, auch mit der Petition „Monsterhotel auf der Plose stoppen“, die auf der Plattform innn.it gestartet wurde und in knapp zwei Tagen fast 9.000 Unterschriften gesammelt hat. Die Forderung an die Gemeinde Brixen:sie soll die Genehmigung des Projektes verweigern.
Ein solch massives Projekt, so die Protestierenden, stelle eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. In den Projektunterlagen werden diese deutlich geschildert. Vorgesehen sind Rodungen von Waldflächen am Dorfrand und Aushubarbeiten von bis zu 17 Metern Tiefe. Zu erwartende Folgen sind außerdem hohes Verkehrsaufkommen sowie ein hoher Wasser und Energieverbrauch.
Interesse an der Petition?
Hier geht es zur Petition „Monsterhotel an der Plose stoppen“!
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Es muß echt kurzfristig mal…
Es muß echt kurzfristig mal genug sein, für wen oder wss, wenn nicht für den eigenen schon vollen Geldbeutel soll gebaut werden, es reicht!
Wie wär’s mal mit leistbare bescheidene Wohnungen
https://salto.bz/de/article…
https://salto.bz/de/article/28092026/stoppt-das-monsterhotel
Realität versus Petition
Die Petition wird also mit Sicherheit als wunderschönes, ausgedrucktes Mahnmal in irgendeinem Gemeinde-Ordner abheften 📑 – gleich unter der Kategorie „Süße Versuche, die Welt zu retten“. Und wenn das Luxus-Resort dann steht, dürfen die Aktivisten dort immerhin einen hervorragenden, völlig überteuerten Espresso ☕auf der Terrasse trinken. Auf den Schrecken 😱 erst mal.
Während die Athesia-Bagger vermutlich schon leise im Hintergrund warmlaufen, retten wir das beschauliche St. Andrä ganz bequem von der Couch aus – mit einem beherzten Klick auf „Jetzt unterschreiben“📝 und einem wütenden Instagram-Story-Repost zwischen dem Urlaubsfoto und dem Mittagessen.
Man kann die Sektkorken 🍾 in den Teppichetagen der Investoren 🕴️🕺förmlich knallen hören. Nichts versetzt milliardenschwere Medien- und Immobilienimperien schließlich so sehr in Panik wie eine gut formulierte Online-Petition von ein paar tausend besorgten Bürgern 🤦🙎🙍 und zwei auswärtigen Aktivisten. Man sieht die Bauherren direkt vor sich, wie sie mit zitternden Händen den Bleistift fallen lassen und flüstern: "Halt, stopp! Wir müssen die Baupläne vernichten – denn
💃 @wanderlust_sarah hat unsere Petition geteilt!"..
Aber machen wir uns nichts vor: Am Ende wird hier definitiv nichts am Galgen baumeln – außer vielleicht die Hoffnung der Anwohner auf eine unverbaute Aussicht. Wenn der Baugrund erst einmal gewidmet ist und das Kapital 💸💷🤑 winkt, mutiert die lokale Politik bekanntlich blitzschnell von „Wir hören auf die Sorgen der Bevölkerung“ zu „Aber denkt doch an die Arbeitsplätze und den exklusiven Qualitäts-Spa-Bereich!“.
Das Einzige, was am Ende dieses Drama tatsächlich überlebt, ist die Petition selbst: als leuchtendes Denkmal dafür, wie man maximalen Aufwand mit absoluter Wirkungslosigkeit verbindet. Prost auf den Fortschritt!
Da pudeln sich wieder die…
Da pudeln sich wieder die üblichen Populist*/Innen und Neinsag*/Innen auf, die Foppa wird sich sicher auch bald dazugesellen, ist ja ihre Klientel. Traurige Gestalten.
Antwort auf Da pudeln sich wieder die… von Aloisius von Gonzaga
Yepp. Ja-Sager haben wir zur…
Yepp. Ja-Sager haben wir zur genüge-keine eigene Meinung eben...
Antwort auf Da pudeln sich wieder die… von Aloisius von Gonzaga
ALOISIUS,traurig bist du als…
ALOISIUS,traurig bist du als Giergestalt ,schäm dich für deine Äusserung!
Die einen Aktivisten sind…
Die einen Aktivisten sind gegen Migranten, die ins Land kommen. Die anderen Aktivisten sind gegen Touristen, die ins Land kommen. Da lassen sich sicher Synergien finden.
Antwort auf Die einen Aktivisten sind… von Oliver Hopfgartner
Sie Synergie besteht im…
Sie Synergie besteht im Begriff „Menge“.
Während wir hier von der…
Während wir hier von der Ferne die Sachlage beurteilen (und so mancher in gewohnter Manier die Keule gegen die Aktivisten schwingt) haben durch die Initiative der drei einige Bewohner des Dorfes St. Andrä eine Stimme bekommen.
Darauf kommt es an. Die Anwohner im Dorf sind es, die die Betroffenen sind bzw. welche unter Umständen das Projekt auch begrüßen.
Dafür dass einige sich äußern konnten, sei den 3 Aktivist*innen gedankt.
Man kann die Menschen…
Man kann die Menschen verstehen.
Denn LH Kompatscher ist mit sanften Slogans angetreten wie: Ökologie und Wirtschaft vereinbar machen! Nachhaltigkeit leben! Auf die Menschen hören!
Lauter süße Weihnachtsklänge, so, als ob er sich tatsächlich um Ökologie und Nachhaltigkeit, um die Menschen mit ihren Sorgen kümmern woltte!
Aber dann?
Dann kam die Enttäuschung:
Die Regierung Kompatscher scheint jene von Durnwalder in Sachen Beton noch übertrumpfen zu wollen!
Es ist ein groß angelegter Betrug an der eigenen Bevölkerung, der hier durchexerziert wird.
Haben wir den wirklich noch nicht genug Hotels, Straßen, Parkplätze, AUTOverkehr, Staus und Raser auf den Straßen, Ressourcenverbrauch und „Erschließung“ letzter, stiller Paradiese?
Niemand, wirklich niemand verlangt ein Ende des Tourismus; aber ein „immer-weiter-so“ ist selbstmörderisch für Südtirol.
Auch für seine Wirtschaft!