Tatort Hotspot
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Jetzt S+ abonnierenKarlsson vom Dach ist eine von der Schriftstellerin Astrid Lindgren erdachte Figur, die mit Propeller am Rücken wahre Heldentaten vollbringt. Echt lustig. Weniger lustig ist für viele Bewohner und Bewohnerinnen der Höfe und Häuser im idyllischen Weiler St. Valentin (Kastelruth) der massiv ausufernde Propellerlärm, weil Touristen und Touristinnen über die Köpfe der Menschen und Dächer der Häuser in die UNESCO-Landschaft düsen. Und das nicht zum Spartarif.
Proteste gegen Touri-Flüge
Nun wehren sich die Anwohner und Anwohnerinnen gegen den ungenehmigten VIP-Heliport in St. Valentin, der trotz fehlender Genehmigung, Bedenken des Gemeinderats und Protesten in der Bevölkerung eine geschützte Agrarfläche in Kastelruth regelmäßig als Hotel-Shuttle und für Eventflüge nutzt. Das Problem? Die Landesämter schweigen. Und nicht nur sie.
„Die Nutzung einer landwirtschaftlichen Fläche – Acker mit Parzelle 5133 – in St. Valentin als inoffizieller Hubschrauber-Landeplatz sorgt weiterhin für Unruhe“, heißt es in einer von Lukas Mayrl für die Bürgerinitiative St. Valentin verschickten Aussendung zum Hotspot Kastelruth. Obwohl sich der Gemeinderat Kastelruth am 16. September einstimmig gegen den Landeplatz ausgesprochen hat und bei der Zivilluftfahrtbehörde ENAC bereits ein offizielles Ermittlungsverfahren unter aktiver Protokollnummer läuft, wird die Agrarfläche weiterhin angeflogen.
Nach der Landung werden Passagiere samt Gepäck regelmäßig mit Taxidiensten zu verschiedenen Hotels auf der Seiser Alm weiterbefördert
Nun belegen neueste Dokumentationen der Anwohner, dass die Wiese systematisch als Drehscheibe für den Personentransport genutzt wird. „Nach der Landung werden Passagiere samt Gepäck regelmäßig mit Taxidiensten zu verschiedenen Hotels auf der Seiser Alm weiterbefördert“, so Mayrl weiter. „Zudem dient die Agrarfläche als Abflugort für Rundflüge, unter anderem im Rahmen privater Spirituosenverkostungen. Dass an unterschiedlichen Tagen wechselnde Maschinen zum Einsatz kommen, verdeutlicht das Ausmaß der Nutzung.“
Dokumentierter Vorfall erhärtet Verdacht auf Standortprüfungen
Wie Anwohner und Anwohnerinnen am 27. September 2026 um 10:55 Uhr fotografisch belegen konnten (Aufnahmen der Redaktion bekannt), umkreiste ein zweimotoriger VIP-Helikopter (Typ AgustaWestland AW109) die Parzelle 5133 in St. Valentin (Kastelruth) in geringer Höhe (ca. 150–250 Meter über Grund) mit einer gezielten Schleife, bevor er Richtung Ritten weiterflog. Das ungewöhnliche Flugmanöver direkt über dem Areal ist von hoher Brisanz: Für die Anwohner liegt der Verdacht nahe, dass hierbei gezielt Anflugschneisen für den bei der ENAC beantragten permanenten Landeplatz (Elisuperficie permanente) begutachtet wurden.
Die Anflüge erfolgen im direkten Nahbereich der denkmalgeschützten Kirche St. Valentin sowie angrenzender Wohngebäude und Agrarflächen. Neben Verstößen gegen das Raumordnungsgesetz (LG 9/2018) und den Landschaftsschutz (D.Lgs. 42/2004) führen die Starts und Landungen zu erheblicher Lärmbelastung und versetzen Weidetiere auf den Nachbarwiesen in Panik.
Das Schweigen der Ämter
„Besonders eklatant ist das bürokratische Schweigen“, meint einer der Nachbarn. In der Aussendung belegen die Protestierenden außerdem: „Obwohl vor zwei Wochen formelle Eingaben per zertifizierter E-Mail (PEC) an die zuständigen Landesämter für Natur, Landschaft und Denkmalschutz sowie an die zuständigen Regierungsvertreter der Südtiroler Volkspartei (SVP) übermittelt wurden, blieb eine offizielle Rückmeldung oder ein behördliches Einschreiten bislang komplett aus. Auch eine direkt bei der zuständigen Gemeindeleitung beantragte Überprüfung vor Ort durch die Gemeindepolizei blieb zu den angekündigten Landezeiten aus – nach Auskunft der Gemeinde aus Kapazitätsgründen sowie aufgrund der Kurzfristigkeit der Mitteilung. Von kommunaler Seite wurde zudem bestätigt, dass bei der italienischen Zivilluftfahrtbehörde ENAC in Rom ein Antrag des Grundeigentümers auf Einrichtung einer permanenten Hubschrauber-Landeeinrichtung (Elisuperficie permanente) aufliegen soll.“
Es gibt auch Ausnahmen. „Einzig die Flugsicherheitsbehörde ENAC in Rom und die Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa“ – welche die Thematik der touristischen Helikopterflüge erst kürzlich beim Runden Tisch im Sender Rai Südtirol öffentlich thematisierte – „haben die Eingabe der Anwohner offiziell bestätigt und Schritte eingeleitet.“
Was nun? „Es ist unhaltbar, dass eine Agrarwiese zum ungenehmigten VIP-Heliport umfunktioniert wird, während die zuständigen Landesämter und politisch Verantwortlichen seit zwei Wochen schweigend zusehen“, erklären die Anwohner und Anwohnerinnen der Bürgerinitiative St. Valentin. Sie fordern von der Autonomen Provinz Bozen die Einhaltung der landwirtschaftlichen Widmung sowie ein rechtskräftiges Flugverbot für die Parzelle 5133.
Warum wird das ganze Herumgefliege nicht besser geregelt? Auch in anderen Gegenden des Landes sind Helikopterflüge für Touristinnen und selbsternannte „Karlssons vom Dach“ (siehe beispielsweise der Fall Hotel Freudenstein in Eppan, einige Vorfälle in Jenesien, u.s.w.) zu einer lästigen Plage geworden. Ärgerlich ist auch das Schweigen der Politik und die Haltung von Landesrat Luis Walcher (zuständig für Tourismus und Landwirtschaft), der eigentlich Kante zeigen müsste. Dieser fährt aber lieber mit seinem Fahrrad fröhlich und laut pfeifend durch die Landeshauptstadt. Vielleicht will er nicht hören, was um ihn herum herumfliegt. Wahrscheinlich weil er für das Problem auch nicht direkt zuständig ist, wie die beiden Landesräte Daniel Alfreider und Peter Brunner. Aber Walcher könnte sie durchaus mahnend darauf hinweisen, dass vor allem seine Ressorts – Tourismus und Landwirtschaft – von den Heli-Flügen betroffen sind.
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An alle (Geldgeilen)…
An alle (Geldgeilen) Betreiber dieser und ähnlichen Events (Sportautos, Motorräder) und auch Politiker welche diese mit ihrer Politik zulassen: Schämt euch einfach nur für euer Tun und Handeln und wundert euch nicht, wenn es mittlerweile einfach (sehr Vielen) reicht!
Nur noch lächerlich. Und…
Nur noch lächerlich. Und einer dieser 3 Typen sollte oder möchte neuer Landeshauptmann werden.
Die drei glorreichen…
Die drei glorreichen Betonierer.
Das Hauptproblem ist…
Das Hauptproblem ist vermutlich der Grundeigentümer, der aber offensichtlich im Rahmen des gesetzlich Möglichen handelt. Auf die Probleme und Wünsche seiner (vermutlich) Nachbar:innen reagiert er unsensibel?
Es wird wieder höchste Zeit…
Es wird wieder höchste Zeit für Kampagnen gegen den Overtourismus! Nach den „Tourists go home“-Aktionen findet diesen Samstag in Meran der erste „Meraner Touristen-Ausweichlauf“ statt.
https://www.rompi.art/
Wenn man in der Bevölkerung…
Wenn man in der Bevölkerung zuhören würde hätten wir heute keine Mebo, keine Autobahn, kein Flughafen und wir würden mit den Esel rumfahren.
Bitte aufhören alles zu blockieren sonst Landen wir in der DDR wieder
Antwort auf Wenn man in der Bevölkerung… von Alex Fink
Mebo und Autobahn wurden von…
Mebo und Autobahn wurden von der Bevölkerung mehrheitlich gewünscht. Der Flugplatz hingegen ist und bleibt ein Unsinn. Bei der Mebo wurde um die Höhe der Entschädigungen gestritten, bei der Autobahn ging es um die Trassenwahl und die Festlegung der Ausfahrten, nicht um eine grundsätzliche Gegnerschafft. Vernünftige Großprojekte werden in Südtirol akzeptiert, umweltschädliches Privatvergnügen von protzigen Superreichen muss nicht sein.
Antwort auf Mebo und Autobahn wurden von… von Hartmuth Staffler
Stimmt gar nicht ich bin…
Stimmt gar nicht ich bin persönlich gegen der Mebo demonstrieren gegangen im frangart und das was hinterher falsch
Antwort auf Stimmt gar nicht ich bin… von Alex Fink
Herr Staffler schreibt von…
Herr Staffler schreibt von mehrheitlich, wieviel Menschen waren denn in Frangart demonstrieren? Die Mehrheit oder nur die Bauern, die ihre Gründe verteidigen wollten?
Antwort auf Wenn man in der Bevölkerung… von Alex Fink
Wie es scheint sind Wir…
Wie es scheint sind Wir bereits DDR-Nahe. Auch Dort haben sich die „Politiker“ ein Mehr aus erkoren.
Antwort auf Wie es scheint sind Wir… von Papi llon
Wenn Sie recht hätten,…
Wenn Sie recht hätten, würden Sie heute noch einen Besuch bekommen, und dann vielleicht so ca. 2 Jahre mal verschwinden.
Also bitte nicht totalen Blödsinn schreiben, wenn Sie keine Ahnung haben, was die DDR war.
Und der Herr Landeshauptmann…
Und der Herr Landeshauptmann Dr. Kompatscher hüllt sich in Schweigen, nachdem wir, nach seiner Aussage, durch „sein Neues Autonomiestatut“ für Umwelt und Raumordnung nun erweiterte Kompetenzen hätten.
Und der Herr Landeshauptmann…
Und der Herr Landeshauptmann Dr. Kompatscher hüllt sich in Schweigen, nachdem wir, nach seiner Aussage, durch „sein Neues Autonomiestatut“ für Umwelt und Raumordnung nun erweiterte Kompetenzen hätten.
Reicht die Beste aller…
Reicht die Beste aller Autonomien -n i c h t-, um den Unfug mit Steuer-freiem Treibstoff zu verhindern?
Die MEBO mit ihren…
Die MEBO mit ihren zugelassenen 130 km/h ohne NOT-SPUHR + am Anfag vergessenen, aber noch immer un-zureichenden Zu- + Ab-Lauf-Spuhren, ist Straßenbau-technisch LEBENs-gefährlicher Schwachsinn!
Antwort auf Die MEBO mit ihren… von Josef Fulterer
also ich wüsste jetzt nicht…
also ich wüsste jetzt nicht auf welchem Abschnitt der Mebo 130 km/h zugelassen sind?
(übrigens: 130 km/h ist nicht mal auf der Brennerautobahn von Bozen nordwärts erlaubt)