Am 30. Mai ist der Weltuntergang
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„Am 30. Mai ist der Weltuntergang, wir leben nicht mehr lang, wir leben nicht mehr lang“, sang Will Glahé 1954. Irgendwann kam dann die Zeile „Doch keiner weiß, in welchem Jahr, und das ist wunderbar“ und alles löste sich in Wohlgefallen auf.
Nun aber steht der Termin für den Weltuntergang fest, es wird der 30. Mai 2026. Am Samstag nach Pfingsten wird der Verkehr zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner in beiden Fahrtrichtungen blockiert, 8 Stunden lang, von 11 bis 19 Uhr. Neben der Autobahn schließt das Land Tirol auch Bundesstraße und Landstraße, um zu verhindern, dass sie wegen des Umwegverkehrs kollabieren.
Vom Südtiroler Landeshauptmann abwärts ist der Aufruhr groß.
Und nun ist natürlich der Teufel los, wenn an einem der verkehrsreichsten Tage des Jahres der Brenner zu ist. Schon bislang rief die Brennerautobahn AG für jenen Tag Kodex schwarz aus, also sehr starken Verkehr, vor allem am Vormittag.
Vom Südtiroler Landeshauptmann abwärts ist der Aufruhr groß, der sonst weniger geliebte Verkehrsminister Matteo Salvini solle intervenieren, fordert Arno Kompatscher, er intervenierte in Wien und Rom. Die Frächter im lvh sehen die Südtiroler Wirtschaft in Geiselhaft, der HGV reagiert „mit großer Sorge“ um die Tourismuswirtschaft. Der Unternehmerverband Südtirol zeigt sich besorgt und schimpft bei dieser Gelegenheit auch über das Nachtfahrverbot, „aufgrund dessen nicht die volle Kapazität der Autobahn genutzt werden kann und infolgedessen Stau und Verkehrsverzögerungen zunehmen.“ Stattdessen solle man „nachhaltige Lösungen auf europäischer Ebene finden“. Um nur einige der vielen negativen Reaktionen zu nennen.
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„Haben keine andere Wahl“
In der Tat ist die Kombination aus dem Wochenende nach Pfingsten, dem italienischen Staatsfeiertag am 2. Juni und dem österreichisch-bundesdeutschen Fronleichnam am 4. Juni eine heikle Gemengelage.
Die aber bewusst in Kauf genommen wurde. Die Gemeinde Gries am Brenner in Person des Bürgermeisters Karl Mühlsteiger hatte schon mehrmals versucht, Demonstrationen beziehungsweise Veranstaltungen auf der Brennerautobahn anzumelden (und diese damit zu blockieren). Bisher wurde das stets abgelehnt, nun gab ein Richter am Landesverwaltungsgericht in Innsbruck der Gemeinde Recht.
„Wieso das Land Tirol die Autobahn von 11 bis 19 Uhr sperrt und die Bundesstraße noch dazu, wissen wir nicht.“
An der Autobahneinfahrt Matrei, auf halbem Wege zwischen Innsbruck und dem Brenner, wird eine Versammlung abgehalten, die Bürger werden über die Anliegen der Gemeinde informiert und am Ende wird der großen Politik ein Forderungspapier überreicht.
„Wir werden vor allem erzählen, wie lange wir schon kämpfen“, sagt der parteilose Bürgermeister Karl Mühlsteiger. „Wir haben geredet und geredet, aber es hat alles nichts genützt.“
Die Blockade der Gemeinde beginnt um 12 Uhr, die Veranstaltung gegen 13 Uhr, um 16.30 Uhr soll alles vorbei sein. „Wieso das Land Tirol die Autobahn von 11 bis 19 Uhr sperrt und die Bundesstraße noch dazu, wissen wir nicht“, sagt Mühlsteiger.
Diese Form des Protests sei auch für die Gemeinde Neuland, man werde sehen, wie es laufe. Aber etwas musste geschehen: „Der Geduldsfaden ist am Ende. Seit Jahren, ja seit Jahrzehnten werden Versprechen gebrochen, es gibt keine Verbesserungen!“
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„Gemischte Gefühle“
Den Griesern schlägt viel Unverständnis entgegen, der Südtiroler Heimatpflegeverband hingegen gibt ihnen Recht. „Dass ausgerechnet bei einer zeitlich begrenzten Demonstration ein politischer Ausnahmezustand ausgerufen und auf höchster politischer Ebene interveniert wird, während die dauerhafte Belastung der Anrainergemeinden seit Jahrzehnten hingenommen wird, offenbart eine bedenkliche Schieflage“, schreibt die Vorsitzende Claudia Plaikner. Die Protestaktion sei keine Ablehnung von Wirtschaft oder Mobilität, sondern ein Hilferuf.
In der SALTO-Community fragt man sich unter anderem, wo die besorgten Stimmen aus der Wirtschaft waren, als beim Ausbau der Bahn nichts weiterging oder die Gesundheitsrisiken des Verkehrs ignoriert wurden.
„Das ist nicht Gentlemen-like und nicht professionell.“
Mühlsteigers Südtiroler Amtskollege Martin Alber, Bürgermeister der Gemeinde Brenner, sieht die Sache „mit gemischten Gefühlen“. Solche Protestveranstaltungen sollen auf jeden Fall möglich sein, sagt Alber, vor allem bei diesem Thema, da die Verkehrszunahme nun mal Fakt sei. Auch heuer werde mit einer weiteren Zunahme des LKW-Verkehrs gerechnet. „Der Kampf gegen den Transitverkehr ist schon lange auch der meine“, sagt Alber.
Aber wenn man schon eine so große Protestaktion organisiere, müsse die Basis möglichst breit sein.
Dann sei auch die Legitimation gegeben. „Man hätte auf jeden Fall auch mit der Brenner-Südseite reden müssen, mit den Gemeinden und der Bezirksgemeinschaft. Ich selbst habe erst gestern davon erfahren, das ist nicht Gentlemen-like und nicht professionell.“ Die ganze Organisation sei intransparent. Auch für die Betriebe am Brenner sei das eine große Belastung, wenn einer der umsatzreichsten Tage des Jahres verloren gehe. Man hätte einen gemeinsamen, besseren Termin finden können.
Und nicht zuletzt sei es auch politisch unklug, sagt Alber: „Ich bezweifle, ob angesichts des Rechtsstreits, den Salvini gegen Österreich führt, eine solche Aktion hilfreich ist.“
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„Tirol großräumig umfahren“
Konkret geht es um eine von Privatperson angemeldete Versammlung auf der A 13 (die Brennerautobahn nördlich des Passes) auf Basis einer Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichtes. „Versammlungen erfordern keine Genehmigung. Sie können von der Behörde nur unter besonderen Umständen untersagt werden. Dies war in der Vergangenheit auf dem Brennerkorridor mehrere Male der Fall. Aber auf Basis der bestehenden Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichts wird die von einer Privatperson für 30. Mai 2026 angemeldete Versammlung nicht behördlich untersagt“, schreibt Kathrin Eberle, Bezirkshauptfrau des Bezirks Innsbruck-Land.
Das Land Tirol empfiehlt, Tirol großräumig zu umfahren und auf nicht notwendige Autofahrten, auch innerhalb Tirols, wenn möglich zu verzichten. Neben den Sperren in der Region Wipptal gilt am 30. Mai zudem in ganz Tirol inklusive Osttirol bereits ab 9 Uhr ein Fahrverbot für Transit-Lkw über 7,5 Tonnen.
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ICH FINDE DAS VERDIENT DURCHAUS EINE EXTRA ZITAT BOX IM TEXT, Herr Mayr.
Danke, Frau Plaikner, das ausgesprochen zu haben!
Antwort auf „Dass ausgerechnet bei einer… von Christoph Moar
Die Wirtschaft und die…
Die Wirtschaft und die Autofahrer akzeptieren die Totalsperre der Autobahn nur, wenn sie durch andere Autofahrer verursacht wird!
Also durch zu viele Autos auf zu kleinen Starßen; oder durch einen Unfall, der alle Spuren blockiert. Auf jeden Fall nur durch von Autofahrern verursachte Behinderungen.
Also durch Umstände, die jedes Wochenende übers ganze Jahr verteilt zig-mal vorkommen!
Wenn aber die Menschen an der Autobahn es nicht mehr aushalten und e i n m a l in 10 Jahren die Autobahn sperren, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, dann ist das Chaos, Terror, Wirtschaftsfeindlichkeit!
Antwort auf Die Wirtschaft und die… von Sigmund Kripp
Ich verstehe nicht ganz,…
Ich verstehe nicht ganz, daher entschuldige ich mich für die dumme Frage.
Besteht die Wirtschaft nicht auch aus Menschen denen ihre Gesundheit am Herzen liegt?
Antwort auf Ich verstehe nicht ganz,… von Evelin Grenier
Nicht immer, leider! Der…
Nicht immer, leider! Der kurzfristige betriebliche Erfolg wird von viel zu vielen Unternehmern über das Gemeinwohl gestellt.
Betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, volkswirtschaftlich katastrophal.
Daher hat der Staat das Recht und die Pflicht, stuernd einzugreifen.
Steuern steuern!
Straßenmaut rauf - Zugtrassengebühr runter!
Antwort auf Ich verstehe nicht ganz,… von Evelin Grenier
„Die Wirtschaft“ besteht…
„Die Wirtschaft“ besteht nicht aus Menschen, sie ist ein System. Und Nein, wer dort an den Hebeln der Macht sitzt, hat definitiv kein Interesse an Gesundheit, außer seiner eigenen. Bei Politikern ist es übrigens ähnlich….
Antwort auf Die Wirtschaft und die… von Sigmund Kripp
Das Thema ist hoch brisant,…
Das Thema ist hoch brisant, Stichwort Klimakleber
Antwort auf Die Wirtschaft und die… von Sigmund Kripp
Zu den Kommentaren diese…
Zu den Kommentaren diese Vorschläge:
Tirol-Adria-Projekt
Projekt B: AlpenKanalTunnel -AKT
um die Binnenwasserstraßen mit dem Mittelmeer zu verbinden und die über 4.000 km lange Umfahrung Europas zu vermeiden!
Projekt C: Autobahnen und Straßen
die Photovoltaiküberdachung zur Stromerzeugung, zum Schutz der Infrastruktur selbst, zur Unterbringung von Strom- und Datenleitungen, die ihrerseits wieder tragende Elemente der PV-Überdachung und der Schiene für die
EinschienenHängeBahn - EHB
sind. An dieser Schiene rollen Trolleys mit Hebewerk oder Strom- und Zugstrang 5 Meter oberhalb der ersten Fahrspur
a) zur hängenden Beförderung von Personen und Gütern in Kabinen, Containern und anderen Formen, z.B. im eigenen PKW!
b) zum Ziehen und Steuern auch von fahrer- und antriebslosen Fahrzeugen nach dem einfachen Prinzip:
„Was für den hängenden Transport zu schwer ist, das zieht man!“
c) Zur Übertragung von Strom und Steuerungsdaten an Elektrofahrzeuge. AKKU-Fahrzeuge können so auch während der Fahrt laden.
d) Zum Betrieb einer Hochgeschwindigkeits-Hängebahn oberhalb der Überholspur der Autobahn. Diese Hängebahn wird sehr flach und aerodynamisch gestaltet, sodass bei zunehmender Geschwindigkeit der Druck auf die Räder abnimmt und der Passagier das Gefühl des Fliegens hat. Darunter können noch Fahrzeuge bis zu einer Höhe von 2,5 m fahren. Doppelter Verkehr!
Somit fahren alle elektrisch und elektronisch gesteuert. Dies führt zur:
- Eliminierung der Abgase,
- Reduzierung des Lärms und anderer Belastungen,
- Erhöhung der Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Infrastruktur.
- https://www.tirol-adria.com/projekt_c_it.html - [email protected]
„Man hätte auf jeden Fall…
„Man hätte auf jeden Fall auch mit der Brenner-Südseite reden müssen, mit den Gemeinden und der Bezirksgemeinschaft.“
Beim Reden kann Südtirol, allen voran der LH, jederzeit mithalten, nur beim Handeln kann man die Schuld bequem nach Rom schieben.
Und warum hätte man die südtiroler Gemeinden im Wipptal vorab informieren sollen; die hätten wahrscheinlich vorgeschlagen, den Protesttag irgendwann außerhalb der Saison in der Nacht abzuhalten.
Und schon wieder geht es um…
Und schon wieder geht es um den HGV und der Lobby. Man muss ja versuchen diesen Armen zu helfen.
Jetzt haben wir uns erst von…
Jetzt haben wir uns erst von den autofreien Sonntagen im Jahre 1973 (sind noch gut in meiner Erinnerung) erholt, und schon kommt die nächste „Katastrophe“ auf uns zu! :-)))
I Bitte, liebe Nordtiroler,…
I
Bitte, liebe Nordtiroler, macht jedes Jahr mindestens eine Demo auf der Autobahn.
Antwort auf I Bitte, liebe Nordtiroler,… von nobody
Und das bringt genau was,…
Und das bringt genau was, außer einem Vertragsverletzungsverfahren zu Lasten Österreichs? Dass die totale Blockade nämlich gegen EU-Recht verstößt, dürfte eigentlich klar sein. Bei allem Verständnis für die Anliegen der Anrainer.
Antwort auf Und das bringt genau was,… von Manfred Klotz
>Und das bringt genau was?…
>Und das bringt genau was?
Mediale Präsenz, Aufmerksamkeit für den Unmut der Anwohner, Awareness, Bildung oder Verschiebung politischer Zielsetzungen, ernst oder weniger ernst gemeinte politische Versprechen, etc.
Das alles gesagt, ist es natürlich klar dass wenn 1x im Jahr protestiert und 364x im Jahr die Blechlawine ungestört rollt, die Chancen auf ein Umdenken und auf eine bessere Verkehrs- und Transitpolitik nicht wahnsinnig viel besser stehen werden.
Aber das wäre auch kein Grund auf den einen Tag zu verzichten und 365 Tage Dienst nach Vorschrift zu machen.
Antwort auf >Und das bringt genau was?… von Christoph Moar
Mediale Präsenz gibt es seit…
Mediale Präsenz gibt es seit Jahr und Tag. Der Erfolg ist überschaubar und könnte in Bälde endgültig der vergangenheit angehören, nachdem der EU-Gerichtshof ein Urteil im von Italien angestrengten Verfahren gegen die Blockade erlassen hat.
Ich bin überzeugt, dass sich eine sinnvolle Lösung nicht gegeneinander, sondern nur zusammen finden lässt. Sonst wird es immer jemand geben, der auf das EU-Recht des freien Warenverkehrs pocht. Und Österreich wird es früher oder später leid sein, die Kosten für die Vertragsverletzungen zu bestreiten.
Dass man etwas gegen den ausufernden Verkehr unternehmen muss ist klar, aber sich Feinde zu machen ist eher ein Hindernis auf dem Weg zu Lösungen.
Antwort auf Mediale Präsenz gibt es seit… von Manfred Klotz
Aber w a s kann man Deiner…
Aber w a s kann man Deiner Meinung nach gegen den ausufernden Verkehr unternehmen?
Antwort auf Aber w a s kann man Deiner… von Sigmund Kripp
Kurz- bis mittelfristig sehe…
Kurz- bis mittelfristig sehe ich da nur eine Lösung: „Vergrämung“. Die Brennerstrecke ist zurzeit aus mehreren Gründen zu attraktiv für den Schwerverkehr. Im Personenverkehr sehe ich ein geringeres Problem. Im Grunde entsteht zwar dadurch nur eine Verlagerung des Problems auf alternative Strecken, aber für Süd- und Nordtirol wäre es auf jeden Fall ein Aufatmen. Blockaden, sei es aus Protest oder als System, sind innerhalb der EU nicht nur nicht zielführend, sondern letztlich ein Schuss ins eigene Knie.
Es ist mir durchaus klar, dass der Warenverkehr durch Vergrämungsmaßnahmen kostspieliger werden dürfte (sowohl aufgrund weiterer Strecken als auch eventuell höherer Maut) und letztlich Endverbraucher die Zeche zahlen werden. Gegen verteuerte Waren kann aber der Verbraucher dann selbst etwas unternehmen.
Langfristig muss wohl die Verlagerung auf die Schiene das Ziel sein. Es ist eigentlich die einzige wirkliche Lösung. Wenn die Bayern da nicht mitspielen, erklärt ihnen Tirol einfach den Krieg. Hatten wir ja schon einmal:)
Antwort auf Kurz- bis mittelfristig sehe… von Manfred Klotz
Das stimmt alles! Aber um…
Das stimmt alles!
Aber um diese Maßnahmen durchzusetzen, braucht es den politischen W i l l e n der handelnden Personen.
Und dieser Wille scheint südlich des Brenners schlichtweg zu fehlen! Es gibt ihn nicht!
Mauterhöhung? Fehlanzeige!
Verlagerung auf die Schiene? Fehlanzeige, nimmt eher ab, als zu!
Direktzüge aus dem Norden? Einige wenige...
Manchmal sind eben doch Volkes Proteste wirksam, weil die Politiker ja wieder gewählt werden wollen. Und die SVP ist nicht gerade in einer Situation, wo sie auf Wählerzuspruch verzichten kann! Von ihren Partnern Lega und FdI ist bezüglich Verlagerung bzw. Vergrämung nicht das Geringste zu erwarten.
Daher sollen die Nordtiroler ruhig einmal absperren, so kommt das Thema doch in die Köpfe sehr vieler Menschen, weil ja alle über den Brenner fahren möchten!
Das ist ja schon die „Kriegserklärung“ Tirols an Bayern und Italien! :-) (Allerdings durch das Volk, nicht durch die verantwortlichen Politiker)
Antwort auf Das stimmt alles! Aber um… von Sigmund Kripp
Ich denke schon auch, dass…
Ich denke schon auch, dass das Thema in die Köpfe sehr vieler Menschen kommt, aber leider eher negativ und damit nicht so, wie es sich die Demonstranten erhoffen.
Antwort auf Kurz- bis mittelfristig sehe… von Manfred Klotz
MIttelfristig alternative…
MIttelfristig alternative Entlastung könnte das Zugleitsystem ETCS bringen, aber auch hier wie bei der Schieneninfrastruktur, kommt es durch nationale Restriktionen/Umsetzung ständig zu Verzögerungen.
https://digitale-schiene-deutschland.de/de/technologien/ETCS
Auf der folgenden Seite gibt es eine sehr gute Übersicht der europäischen Schienengüterverkehrskorridore auf welcher gut erkennbar ist, dass es Alternative zum Brenner, keine weiteren Möglichkeiten gibt.
https://www.bmimi.gv.at/themen/mobilitaet/transport/international/publi…
Die dargestellten Korridore entsprechen auch fast 1:1 den Güterstraßenverkehrsrouten. Die Alternative Gothard und Bernadino sowie auch Tauern, sind auch ständig überlastet. Kurzum, die mittelfristig zu erwartenden technischen wie auch infrastruktuellen Ertüchtigungen der Schiene werden schon allein durch das weiter zu erwartende wachsende Verkehrsaufkommen aufgebraucht. Keine rosigen Aussichten
Antwort auf MIttelfristig alternative… von Stefan S
Außerdem wäre noch…
Außerdem wäre noch anzumerken, dass die Schweiz Ihre Vereinbarungen zum Schienentransitverkehr vollumfänglich erfüllt hat und die EU, insbesondere Italien und noch mehr Deutschland, meilenweit hinterher hinken. Somit fällt auch das Steuerungselement Mauterhöhung weg, weil die Schweiz dies entsprechend auch mit weiteren Transitgebühren beantworten wird.
Antwort auf Und das bringt genau was,… von Manfred Klotz
Der Mensch ist nicht für die…
Der Mensch ist nicht für die Gesetze da sondern die Gesetze für den Menschen.
Nicht oft genug zu überprüfen.
Antwort auf Der Mensch ist nicht für die… von Milo Tschurtsch
Es sind aber Menschen, die…
Es sind aber Menschen, die diese Gesetze schreiben, daher ist tatsächlich der Mensch für die Gesetze da. Ist ihnen vielleicht entgangen. Und ob die Gesetze dann für den Menschen da sind, hängt davon ab, für was und wen diese Menschen da sind.
Antwort auf Es sind aber Menschen, die… von Manfred Klotz
Nein Sie irren, Herr Klotz,…
Nein Sie irren, Herr Klotz, wenn die Gesetze nicht mehr passen dann werden andere Menschen gewählt, die per Mehrheit entscheiden was die Mehrheit der Wähler geändert haben will.
Wenn unsere SVP Politiker nach Rom rennen um gegen die Wünsche der Menschen nördlich und südlich des Brenners zu intrigieren, dann hat das für die einen oder anderen Auswirkungen. Inwieweit es zu politischen Änderungen beiträgt, wird man sehen.
Dass das Gesetz für den Menschen da ist und nicht umgekehrt, war die revolutionär neue Idee ausgehend vom Christentum, die die Basis für die Freiheit des Individuums von übergeordneten Regimen, religiösen Gruppen, Kasten oder Stammeszwängen war und war bis dato nicht bekannt (das Individuum hatte sich der Gruppe unterzuordnen).
Diese Idee ist die Basis der freien westlichen Welt, der Menschenrechte und der westlichen Verfassungen.
Antwort auf Nein Sie irren, Herr Klotz,… von Milo Tschurtsch
Alle Theorie ist grau. Die…
Alle Theorie ist grau. Die Realität beweist, dass Ihre Auffassung falsch ist. Schließlich entstehen Gesetze häufig als Antwort auf Anforderungen und Druck. Diejenigen, die den Druck ausüben, um ihre Interessen voranzutreiben, sind aber immer die Gleichen, vielleicht nicht personell, aber programmatisch. Dafür ist dieses Thema das beste Beispiel.
Wir sprechen hier nicht von Gesetzen, die menschliche Primärrechte regeln. Darin besteht der große Unterschied zwischen Realität und Rechtsphilosophie. Gesetze, die Partikularinteressen regeln - hier wirtschaftliche - werden von Menschen geschreiben, die sie für die Menschen schreiben, die sie ihnen auftragen.
Antwort auf Alle Theorie ist grau. Die… von Manfred Klotz
Stimmt schon aber auch da…
Stimmt schon aber auch da braucht es letztendlich Mehrheiten, die dann Auftraggeber sind, oft gegen Partikularinteressen.
Antwort auf Stimmt schon aber auch da… von Milo Tschurtsch
Die Realität beweist eben…
Die Realität beweist eben genau das Gegenteil.
Danke der Gemeinde - endlich…
Danke der Gemeinde - endlich hat jemand den Mut
Nordtirol sollte noch viel…
Nordtirol sollte noch viel härter vorgehen. Eine Demo pro Monat, dann tut sich vielleicht irgendwann mal was.
Österreich kann ja die Mauteinnahmen für die Begleichung der Vertragsverletzungsverfahren und ev. Brüsseler Strafen zweckbinden... ;-)
Peinlich, wie unsere Politik reagiert, anstatt sich zu solidarisieren... der freie Warenverkehr und der Geldsäckel der Tourismuslobby sind wichtiger als die Bürgerinnen und Bürger entlang der Autobahn. LH Kompatscher und LR Alfreider sollten offen dazu stehen. Dass ein Salvini jaulend um Hilfe angebettelt wird, ist ein trauriger Negativrekord an Rückgratlosigkeit.
Antwort auf Nordtirol sollte noch viel… von Martin Sitzmann
„Dass ein Salvini jaulend um…
„Dass ein Salvini jaulend um Hilfe angebettelt wird, ist ein trauriger Negativrekord an Rückgratlosigkeit.“
Bravo, Hr. Sitzmann!
Brenner (zu Strasse) für 1…
Brenner (zu Strasse) für 1 Tag zu - warum das ein Weltuntergang sein soll erschliesst sich mir nicht. Es wird ja an dem Tag niemand darüberwollen.
Sobald eine Bombe zu entschärfen ist, wird ja auch absurd grossräumig evakuiert und der Verkehr angehalten. Auch der zu Schiene.
Bis jetzt ist ja nur die Lueg-Brücke zu sanieren. Es werden zunächst auf der Nordseite weitere folgen. Die auf der Südseite sind jetzt ungefähr bei Halbzeit ihres Lebensalters.
Die Autobahngesellschaft verkündet von Jahr zu Jahr Zuwächse.
Kein Wunder auch - es werden ja dauernd mehr Güter hin- und her transportiert die zu einem nicht kleinen Teil auch in/aus der Region stammen.
Die Skigebiete werden potenziert, die Hotels werden grösser und neue kommen hinzu.
Eine Ganzjahresdestination ist ja das erklärte Ziel der Tourismustreibenden.
Die den meisten Verkehr zu verantworten haben schreien jetzt am lautesten.
Dieselben die Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben um die Alemagna zu verhindern. Ein nicht unwesentlicher Teil des auf der Brennerautobahn fliessenden Verkehrs würde durch die Alternative Anfahrt wegfallen.
Schnelle und gute Erreichbarkeit - aber nicht an meinem Haus vorbei - dann ist alles gut!
Antwort auf Brenner (zu Strasse) für 1… von tutgutes brueder
Mit einer Bombenentschärfung…
Mit einer Bombenentschärfung würde ich eine Blockade jetzt nicht unbedingt vergleichen. Erstere ist eine Maßnahme für viele, zweitere gegen viele.
Ich kann die Sorgen der Anrainer schon verstehen und auch teilen, aber in Bozen beispielsweise geht die Autobahn durch die Stadt (!) und es wäre mir nicht bekannt, dass da jemand nach Blockaden gerufen hätte. Das Problem Schwerverkehr kann nur am Ursprung wirklich gelöst werden. Abschaffen wird man ihn nicht können, wenn einem die Versorgung am Herzen liegt. Die Elektrifizierung der Lkw-Flotten - sofern überhaupt sinnvoll möglich - würde nur einen Teil des Problemkreises lösen.
Die Menschen an der BRENNER…
Die Menschen an der BRENNER-ROUTE (aber auch an den anderen VERKEHRs-geplagten Straßen) haben es gründlich satt, ständig die mit Stick-Oxyden verseuchte Luft zu atmen aus der Sauerstoff verbrannt ist, den Reifen - + Brems-Abrieb zu schlucken, sowie den aufhörenden Lärm zu ertragen!
Hat die „Wirtschaft“ sich…
Hat die „Wirtschaft“ sich jemals beklagt, als Traktoren oder LKWs Straßen und Plätze blockiert und den Verkehr unterbrochen haben, um spezifische Gruppeninteressen durchboxen?
... den -n i e - aufhörenden…
... den -n i e - aufhörenden Lärm ...
Alemagna-Autobahn:…
Alemagna-Autobahn: Landesregierung gegen neue Alpentransversale
11.10.2016, 13:22 Die Landesregierung wird weiterhin alle Wege beschreiten, um den Bau der Schnellstraße Alemagna zu unterbinden.
Nachdem der Verkehrsausschuss des Europaparlaments einem Antrag zur Verlängerung der Alemagna-Autobahn ins Pustertal zugestimmt hat, will die Landesregierung alle Hebel in Bewegung setzen, um auch weiterhin diese neue Alpentransversale zu vermeiden.
Antwort auf Alemagna-Autobahn:… von Werner Rizzi-L…
Dieser Vorschlag, der ja im…
Dieser Vorschlag, der ja im Veneto immer noch betrieben wird, ist gegen alle Erkenntnisse aus der Autoverkehrsforschung: Eine neue Autobahn über die Alpen würden Autoverkehr noch vermehren! Keine Autobahn der Welt hat je den Autoverkehr vermindert!
Das Ergebnis wäre, dass Süd- und Nordtirol noch eine gewaltige Transitroute zu ertragen hätten!
Vernünftige Menschen würden eher für eine weitere Bahnlinie plädieren!
Oder für den Ausbau der jetzigen Brennerbahn, denn auch hier sind noch viele Verbesserungen möglich, sowohl von der Infrastruktur her als auch vom Zugangebot.
Super Idee, Alemagna und…
Super Idee, Alemagna und Schnellstraße ins Vinschgau. Dann werden diese Täler auch noch maltraktiert (gerechtigkeitshalber).
Scherz beiseite: Hoffentlich kann die Landesregierung solche Monster verhindern.
Und mein aufrichtiges Beileid den Unterlandlern, Eisack- und Wipptalern.
Die LANDES-VERWALTUNG hängt…
Die LANDES-VERWALTUNG hängt armselig an den MARIONETTEN-FÄDEN der „fratelli,“ der so-genannten Wirtschaft, die den Kropf nie voll-kriegen kann + "dem v.......... SALVINI, der VERANTWORTUNGs-los durch alle Sichtbarkeiten herum stolziert ...!?
Die geplante Demo sollte…
Die geplante Demo sollte sich eigentlich ausschliesslich an der ASFINAG richten. Bedenke dass der Streckenabschnitt von ca. 100Km ca. 366 Mio. € Umsatz generiert und seit 20 Jahren an dieser Strecke kein Arbeit zum Schallschutz, Elektroladung, Toiletten usw. errichtet wurden. Im Gegenzug erzeugt A22 auf ca. 300 Km ca. 400 Mio. € Umsatz und zur Zeit kann ich wirklich gute Massnahmen entdecken. Im Gespräch hatte Herr Bürgermeister Mühlsteiger behauptet ASFINAG hätte kein Geld...