Kultur | CLAUS 2026

"Die Schuld liegt immer beim Täter"

Die Oberschülerinnen Anna Totmoser und Elsa Kirchler sprechen über sexuelle Gewalt, denn "Schweigen schützt die Täter". Das ist der letzte Beitrag aus unserer Reihe zum Claus-Gatterer-Jugendpreis.
Raimond Spekking, Wikimedia

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„Und ich steh' jetzt hier mit schusssicherer Weste und Security, weil ich Morddrohungen bekomme....“ Mit diesem Ausschnitt aus einem öffentlichen Auftritt von Collien Fernandes (oben im Bild) nimmt der Podcast seinen Lauf. Die Moderatorin und Schauspielerin war von sogenanntem Identitätsdiebstahl betroffen. Ihr Gesicht wurde mittels Künstlicher Intelligenz (KI) auf manipulierte Fotos montiert und verbreitet - Deepfakes heißt das auf Neudeutsch.

Und damit ist man schon mittendrin im Thema sexuelle Gewalt. Anna Totmoser und Elsa Kirchler machen deutlich, dass sexuelle Gewalt Vieles sein kann: eine unerwünschte Berührung, sexualisierte Kommentare, Druck in der Beziehung - oder eben so genannte Deepfakes.

"Hinhören statt wegsehen" von den Oberschülerinnen Anna Totmoser und Elsa Kirchler.

Helga Seebacher vom Frauenhaus in Bruneck hilft den Schülerinnen das Thema zu definieren. Sie sagt: „Sexuelle Gewalt ist eine Form der häuslichen Gewalt, der körperliche oder sexuelle Übergriff, der nicht mit dem Einverständnis der Frau passiert“.

Dann geht es um Scham, Angst und victim blaming. „Die Schuld“, so die beiden Autorinnen, „liegt aber immer beim Täter“.

CLAUS 2026

Mut und Zivilcourage sind die ganz großen Themen beim Claus-Gatterer-Jugendpreis - kurz CLAUS-, der jedes Jahr im Juni an besondere journalistische Arbeiten von Jugendlichen verliehen wird. 

Zwölf Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Oberschulklassen der Landesberufsschulen und Landesfachschulen, haben neun Arbeiten beim CLAUS 2026 einegericht. 

Mizt dieser Folge endet  diese SALTO-Miniserie.