Gesellschaft | Gemeinschaftshäuser

„Eine Öffnung hin zu den Menschen“

Seit dem 15. Mai ist das Gemeinschaftshaus „Löw-Cadonna“ in Bozen in Betrieb. Hinter den Kulissen trifft SALTO Menschen, die seine Vision mit Leidenschaft vorantreiben.
Bild: Mauro Podini/SALTO

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Seit dem 15. Mai ist das Gemeinschaftshaus Löw-Cadonna in Bozen geöffnet. Diese Strukturen sind in unserem Land nicht unumstritten, da viele die Fragen der Kosten, des Personals und der Dienstleistungen, die zum Gelingen der Gemeinschaftshäuser beitragen sollen, unbeantwortet sehen. Im Video geben Alessandra Capici – geschäftsführende Direktorin des Dienstes für Basismedizin im Gesundheitsbezirk Bozen –, Loredana Rodighiero – Pflegekoordinatorin des Gesundheitssprengels Bozen Zentrum-Bozner Boden-Rentsch – und Ingrid Marinello stellvertretende Koordinatorin des Gemeinschaftshauses – Einblick in die Struktur: das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten, die Blutabnahmestelle sowie die Räume für Beratung und Begegnung.

Mit Leidenschaft dabei. Ziel ist es, mit dem Gemeinschaftshaus Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger so niederschwellig wie möglich zu gestalten.
Mauro Podini/SALTO

Die Menschen des Viertels kannten den ehemaligen Gesundheitssprengel bereits, aber dennoch ist es beachtlich, dass das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten allein im ersten Monat 1.086 Zugänge verzeichnete, im Schnitt etwa 50 am Tag. Im zweiten Monat waren es rund 1.500 Zugänge. Nur ein kleiner Teil der Patienten musste anschließend doch an die Notaufnahme überwiesen werden.

Der frühere Gesundheitssprengel erbrachte nach Angaben der Verantwortlichen jährlich rund 150.000 medizinische Leistungen. Fachärzte aus der Kardiologie, Dermatologie, Neurologie, HNO, Urologie und Onkologie waren hier bereits tätig. Hinzu gekommen sind nun die Basismedizin, Pflege, Radiologie, Hebammen und Sozialdienste.

Der Einblick zeigt, dass es für ein abschließendes Urteil über das Gelingen der Gesundheitsreform noch zu früh ist. Die Leidenschaft der Menschen, die in der Struktur arbeiten, ihren Auftrag verstehen und die wohnortnahe Versorgung vorantreiben, macht jedoch Hoffnung, dass dieses Projekt gelingen kann.