6.200 Unterschriften gegen Alperias Plan
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Jetzt S+ abonnieren„Der Larcherberg gilt als der schönste Berg im Tal und befindet sich auf der Sonnenseite“, sagt Agnes Schwienbacher von der Bürgerinitiative gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk von Alperia. Das Großprojekt mit einem veranschlagten Budget von 700 Millionen Euro würde nicht nur das Erholungsgebiet am Zoggler Stausee, sondern auch das Gebiet der Kofelraster Seen am Larcherberg bedrohen.
„Zu uns ins Ultental kommen auch die Einheimischen aus Meran, weil es bei uns schön und ruhig ist und wir keine Hotspots haben“, erklärt Paul Rainer, Präsident des Ultner Tourismusvereins. „Die Planer sprechen zwar von fünf bis sieben Jahre Bauzeit. Wir wissen aber alle, dass es länger dauern wird und wir uns auf eine Bauzeit von bis zu zehn Jahren einstellen müssten“, sagt Rainer.
Bereits letztes Jahr waren wegen eines Lecks am Zoggler Stausee Lkw auf den Ultner Straßen unterwegs, teils im Fünf-Minuten-Takt. Außerdem führen die Instandhaltungsarbeiten der Kraftwerke und Speicherbecken zu einem Anstieg des Verkehrsaufkommens und stören die Ruhe im Tal.
Energiewende zulasten der Ultner Bevölkerung?
Die Landesenergiegesellschaft Alperia plant, am Larcherberg ein drittes Pumpspeicherkraftwerk in Ulten zu errichten, das den Arzkar-Stausee mit dem Zoggler Stausee verbindet. Bereits in den Baujahren der sechs Stauseen im Tal zwischen 1949 und 1969 wurde eine Pumpe zwischen dem Stausee Weißbrunn und dem Arzkar-Stausee verlegt.
Nun soll ein neuer Druckstollen samt Pumpe errichtet werden, um die Speicherkapazität für die zeitweise Überproduktion durch erneuerbare Energie in Südtirol zu erhöhen. „In der öffentlichen Debatte geht es vor allem um den Südtiroler Klimaplan und unsere Anliegen geraten in den Hintergrund. Es wird so dargestellt, als würde die Welt untergehen, wenn das Pumpspeicherkraftwerk bei uns nicht gebaut wird“, kritisiert Schwienbacher.
Die Bürgerinitiative hat bereits rund 6.200 Unterschriften auf Papier gegen das Vorhaben gesammelt und will diese in den nächsten Wochen dem Südtiroler Landtag übergeben. Auch der Präsident des Tourismusvereins zweifelt an der Notwendigkeit des Projekts: „Muss es wirklich ein Pumpspeicherkraftwerk sein oder gibt es andere Möglichkeiten? Wer weiß, vielleicht entwickelt sich die Batterietechnologie in den nächsten Jahren rasant weiter“, meint Rainer.
Am 7. März 2027 werden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ulten über das geplante Pumpspeicherkraft abstimmen. An das Ergebnis wird sich die Landesregierung halten, erklärte sie bereits vor zwei Jahren. „Was passiert aber, wenn 2028 eine neue Landesregierung gewählt wird“, fragt Schwienbacher.
Stromrabatt ohne Garantie
Auch Rainer vom Tourismusverein äußert seine Zweifel zu den Abmachungen mit Land und Alperia. „Die Vergünstigung der Strompreise für die Gemeinde sollte über die 30-jährige Konzessionsdauer von Alperia hinausgehen. Uns sollte garantiert werden, dass wir durch den Bau des Pumpspeicherkraftwerks unabhängig vom Konzessionsinhaber eine Stromvergünstigung erhalten“, sagt Rainer mit Blick auf das „Ultner Paket“, das derzeit zwischen Gemeinde und Alperia verhandelt wird.
Damit dürften noch einige offene Fragen vor der Volksbefragung geklärt werden müssen.
Eine weitere brenzlige Frage betrifft den Bau einer neuen Stromleitung des Netzbetreibers Terna. „Ursprünglich war die Rede davon, dass die neue Leitung nach Lana unterirdisch verlaufen soll. Da das aber zu kostspielig sein könnte, kommt wieder eine neue Hochspannungsleitung ins Gespräch“, sagt Rainer. Damit dürften noch einige offene Fragen vor der Volksbefragung im nächsten Jahr geklärt werden müssen.
Bis dahin ist Alperia laut einem einstimmig gefassten Beschluss des Ultner Gemeinderats von 27. März 2024 verpflichtet, keine Vorarbeiten für das Projekt durchzuführen. Davon ausgenommen sind das Quellmonitoring und geologische Untersuchungen am Larcherberg, um ausreichend Informationen für die Volksbefragung bereitstellen zu können.
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Nur nicht bei mir, nur nicht…
Nur nicht bei mir, nur nicht bei mir. Den Strom wollen sie aber alle haben. Ich finde diese Haltung furchtbar. Als ginge der Klimaplan Südtirol die Ultner nichts an. Habt ihr einen eigenen? Die Meraner kommen schon trotzdem, keine Sorge.
Antwort auf Nur nicht bei mir, nur nicht… von Lollo Rosso
Nur nicht bei mir: keine…
Nur nicht bei mir: keine Mebo!
Nur nicht bei mir: keine Autobahn A22!
Nur nicht bei mir: keine Industriezone Bozen!
Nur nicht bei mir: keine neue Wohnungen!
Nur nicht bei mir, nur nicht bei mir, NICHT BEI MIR!
Antwort auf Nur nicht bei mir, nur nicht… von Lollo Rosso
Wahrscheinlich waren sie…
Wahrscheinlich waren sie noch nie im Ultental, sonst müssten sie wissen, dass es dort bereits viele Kraftwerke gibt. Kein anderes Tal trägt so stark zur Stromproduktion bei und wenn die Ultner nun genug haben, dann mit Recht.
Die proklamierte…
Die proklamierte Energiewende gibt es nicht, bloß einen Energiemix. Da alle erneuerbaren Energieformen nicht nennenswert speicherbar sind, müssen immer konventionelle wie Kohle, Gas oder Atomenergie als Sicherheit vorgehalten werden um eine gleichmäßige Energiebereitstellung zu gewährleisten. Mit Flatterstrom, Dunkelflauten und Stromüberschuss lassen sich keine Industriestandorte aufrechterhalten. Wird nichts vorgehalten, muss die fehlende Energie teuer gekauft oder der Überschuss teuer verkauft werden, was auch immer weniger Länder bereit sind zu übernehmen.
Das Pumpspeicherwerk wäre schon so ein Speicher, der aber im großen Gefüge des Strommarktes auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist und das generelle Speicherproblem auch nicht lösen wird.
Und die Menschen muss man verstehen, sie haben mit ihrer Landschaft schon überproportional zur Stromerzeugung beigetragen, die Kontrolle aber aus der Hand geben müssen.
Dass sie nun skeptisch sind ist ihnen nicht zu verdenken.
Grundsätzlich hat man es ja gesehen, die Menschen müssen ihren Lebensraum hergeben, Nachteile in Kauf nehmen , danach „schaffen“ aber andere, siehe Autobahn.
Wennschon müsste der günstige Strom solange gewährt werden, solange die Anlage besteht und nicht nur solange die Alperia die Konzession hat, wie eine Stimme oben im Artikel sagt, das würde eine bestimmte Sicherheit gewähren.
Wobei der günstige Strom für ganz Südtirol generell als Kompensation für die Wasserkraft auch nicht in Sicht ist.
Überdies sind die sog. „erneuerbaren“ Energieformen die größten Landschaftsverschandler und -zerstörer die es gibt, die Energieparks haben Einfluss auf Menschen und Tiere, sind auch nur lobbyabhängig und umweltinvasiv (man bedenke den ganzen Lebenszyklus von der Produktion bis zur Entsorgung) genauso wie die herkömmlichen.
Da jetzt von Klima und „Wende“ zu faseln ist unseriös. Der Ausbau der Wasserkraft wird nicht DIE Wende im enormen Stromhunger von KI und co. herbeiführen. Sie ist allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein, bedeutet für die Betroffenen aber einen enormer Einschnitt.
Antwort auf Die proklamierte… von Milo Tschurtsch
Ihre Meinung (und nichts…
Ihre Meinung (und nichts anderes ist dieser Kommentar) ist doch nur Ihre Meinung - und wird von Experten nicht geteilt.
Gratis-Strom als…
Gratis-Strom als Entschädigung!,
... aber wie ist das mit den Netz-Gebühren, die immer generös kalkuliert werden + mit den Steuern auf dem Strom, auf denen die Landes-Verwaltung gierig lauert?
Liebe ULTNER.INNEN,lasst…
Liebe ULTNER.INNEN,lasst euch nicht billig über den Tisch ziehen!Ihr wisst ern ich meine!
Antwort auf Liebe ULTNER.INNEN,lasst… von Günther Alois …
- Liebe Eisacktaler, lasst…
- Liebe Eisacktaler, lasst euch wegen der Autobahn A22 nicht über den Tisch ziehen! (für alle gratis fahren und gratis tanken)
- Liebe Etschtaler, lasst euch wegen der Mebo nicht über den Tisch ziehen! (für alle gratis tanken)
- Liebe Bozner, lasst euch wegen der Indurstriezone nicht über den Tisch ziehen! (für alle gratis einkaufen)
- Liebe xy, lasst euch für Kläranlagen nicht über den Tisch ziehen! (alle gratis Abwasser einleiten)
- irgendwer findet überall etwas, um GRATIS GRATIS rufen zu können...