Wirtschaft
| Toblacher Gespräche
Profit für wenige, Kosten für alle
Die italienische Journalistin und Buchautorin Cristina Nadotti plädiert dafür, Tourismus nicht nur an der Menge der Übernachtungen und Ankünfte zu messen.
Cristina Nadotti beginnt ihren Vortrag bei den Toblacher Gesprächen mit der Beschreibung von zwei Episoden aus ihrem Sommerurlaub in den Bergen. In den Belluneser Dolomiten landet ein Hubschrauber wenige Meter neben einer Hütte, zwei Menschen steigen aus, machen Fotos und fliegen wieder davon. Vor der Marmolada sieht sie eine Frau mit offenen Sandalen und Handtasche über einen Höhenweg spazieren, bequem mit der Seilbahn hinaufgebracht.
Alles Wichtige aufs Smartphone: Folge unserem WhatsApp-Kanal!
SALTO-Artikel in der Google-Suche bevorzugt anzeigen lassen
Laut LOBIS trifft Frau…
Laut LOBIS trifft Frau NADOTTI „die ganze Problematik, was Obertourism aus einer Landschaft + der darin lebenden Bevölkerung macht ...!“
Das Land mit der darin lebenden Bevölkerung, wird Scham-los als Kulisse für noch mehr Profitt der explodierten Betten-Burgen missbraucht, die von der mit Steuer-Geld gestopften I D M „für BLITZ-BESUCHE aus der ganzen Welt“ an-gelockt werden ...!
„Gast-Freundschaft + Erholung im Urlaub,“ wird mit Scham-losen Abkassieren verwechselt ...! + das Steuer-zahlen wird mit den .........??? Abschreibungen großzügig der arbeitenden Bevölkerung über-lassen.
Fazit: Wir haben ein…
Fazit: Wir haben ein Silberrücken Tourismussüdtirol nach Alphamännchen-Stil :
Die Rettung liegt weder in neuen Nachhaltigkeitszertifikaten noch in digitaler Besucherlenkung. Wir retten das Landl erst dann, wenn die Entscheider den Mut zur radikalen Persönlichkeitsreflexion aufbringen. Erst wenn der Silberrücken lernt, seine Identität nicht mehr über die Anzahl der Ankünfte und vermeintliche Statussymbole zu definieren, bricht der Wachstumszwang in sich zusammen.
Gesundschrumpfen beginnt im Kopf...
Viele Entscheidungsträger – soziokulturell geprägt durch das männliche Rollenbild des „Silberrückens“ – koppeln ihren Selbstwert fatal an ewiges Wachstum, Macht und permanente Ausbeutung. Aus Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit verwechseln sie das Anhalten mit dem eigenen Untergang. Diese Unfähigkeit zum Innehalten blockiert jede nachhaltige Transformation.
Die einzige Rettung liegt in einer radikalen Persönlichkeitsreflexion: Nur wenn Akteure den Mut aufbringen, ihre ego-getriebenen Kontroll- und Allmachtsphantasien zu durchschauen, kann der zerstörerische Wachstumsautomatismus gestoppt und ein echter, gesunder Wandel im Tourismus eingeleitet werden.
...dieses Glück werden wir nicht erwarten dürfen, weil auch SüdtirolerInmindset im kollektiven Trugschluss unserer Leistungsgesellschaft feststeckt, in der äußere Marker wie Kontrolle, permanentes Wachstum und das Hinterherjagen von Trends fälschlicherweise (- aber von Gesellschaft hoch anerkannt ) mit einem geglückten Leben gleichgesetzt werden....
Wenn nur einige der…
Wenn nur einige der Millionen, die die IDM für die Tourismuswerbung ausgibt, für die Ansiedlung moderner Industriebetriebe verwendet würden, dann wäre dem Land mehr gedient. Weniger Umweltbelastung und qualifiziertere sowie besser bezahlte Arbeitsplätze.