„Es ist höchst an der Zeit“
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Hannah Tonner, Gewinnerin der Poetry-Slam-Landesmeisterschaften 2023, startet gemeinsam mit dem Grünen Landtagsabgeordneten Zeno Oberkofler und der Klimaaktivistin Majda Brecelj eine Petition für den basispsychologischen Dienst: „Psychische Gesundheit darf nicht zweitrangig sein, sie sollte genauso ernst genommen werden wie körperliche“, erklärt die Initiativgruppe.
„Es ist höchst an der Zeit, dass Südtirol hier nachzieht.“
In den vergangenen Jahren hat die psychische Belastung auch durch die Corona-Pandemie stark zugenommen. Besonders junge Menschen sind betroffen. Laut der PASSI-Erhebung des Istituto Superiore di Sanità aus den Jahren 2023–2024 wiesen vier Prozent der Befragten in Südtirol Symptome einer Depression auf. Eine weitere Studie des Instituts für Allgemeinmedizin aus dem Jahr 2025 zeigte: Bei fast 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Südtirol gibt es Hinweise auf psychische Belastungen.
„Südtirol ist eine der wenigen Provinzen in Italien ohne eigenständiges Gesetz zur Einführung von Basispsychologinnen und Basispsychologen, obwohl solche Gesetzesinitiativen in anderen Regionen zu wichtigen Verbesserungen geführt haben“, erklärt die Initiativgruppe die Beweggründe für die Petition. Es sei höchst an der Zeit, dass Südtirol hier nachziehe. Die Petition haben bereits rund 600 Personen unterzeichnet.
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Neuer Dienst in Gemeinschaftshäusern
Gesundheitslandesrat Hubert Messner (SVP) erklärt in den sozialen Medien, dass das Anliegen der Petition wichtig sei. „Deshalb haben wir bereits ein Konzept für die Basispsychologie erarbeitet, das wir aktuell, zusammen mit dem Netzwerk psychische Gesundheit im Sanitätsbetrieb, den Berufsvertretungen und anderen Partnern weiterentwickeln“, erklärt Messner. Vorgesehen sei die Aktivierung eines basispsychologischen Angebots in den neu entstehenden Gemeinschaftshäusern.
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Sicher ein wichtiger Schritt…
Sicher ein wichtiger Schritt, aber wichtig wäre auch, deutlich mehr in Prävention zu investieren: Mehr Sport und Bewegung, Musik und Tanz, mentales Training usw. in und außerhalb der Schule, kostenlos und flächendeckend. Weniger Alkohol- und Drogenkonsum in der Gesellschaft allgemein, auch in so manchen Vereinen, wo die erwachsenen Vorbilder leider oft versagen. Weniger Handy, Verbot von Socials und dafür mehr echte Nähe.