Kultur | Bibliophile Fragen

„Letzter Satz fällt mir keiner ein“

Der ehemalige Bürgermeister von Lana Christoph Gufler hat das Buch „Südtirol. Menschen, Berge, Täler“ veröffentlicht. Und er hat die „immer gleichen Fragen“ beantwortet.
Christoph Gufler
Foto: privat
  • Welches Buch hat Sie in Ihrer Kindheit nachhaltiger geprägt, als Sie damals je geglaubt hätten?

    Die Asterix – Hefte bis zum Ableben des Texters René Goscinny, also bis 1977. Sätze wie: „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber diese Ausländer sind nicht von hier“ sind zeitlos schön!

    Welcher letzte Satz eines Romans ist und bleibt für Sie ganz großes Kopfkino?

    Letzter Satz fällt mir keiner ein. Romane mit „Kopfkino“ gibt es einige, z.B. schon früh die Tagebücher von Max Frisch.
     

    Die Schlüsse, die sie daraus ziehen würden, wären wenig schmeichelhaft für unsere Spezies.

  • Südtirol. Menschen, Berge, Täler: Alpine Bodenständigkeit und mediterrane Leichtigkeit. Christoph Gufler führt auf Gipfel und in Weinhänge, auf Almen zu Burgen. Foto: Effekt Verlag

    Reimen ist doof, Schleimen ist noch doofer… Auf welches – anscheinend gute – Buch konnten Sie sich nie wirklich einen Reim machen?

    …auf einige Bücher von Handke..

    Ein Fall für Commissario Vernatschio. Wie erklären Sie einem Außerirdischen die geheimnisvolle Banalität von Lokalkrimis?

    Banalität könnten sie beim „Bozen – Krimi“ erleben. Die Schlüsse, die sie daraus ziehen würden, wären wenig schmeichelhaft für unsere Spezies.

    Gewichtig! Welchen Buch-Tipps schenken Sie noch uneingeschränkt Vertrauen?

    Denen von meiner Frau. Auch wenn ich dann nicht alles lese.

    Was für ein Fehlschlag! Welches Buch würden Sie auf einer einsamen Insel zurücklassen?

    Auf eine einsame Insel würde ich nur Bücher mitnehmen, die ich liebe.

    Das Rauschen des Blätterns. Welches Buch würden Sie auf keinen Fall am E-Book-Reader lesen?

    Ich halte ein Buch lieber in der Hand, also keines.

    Welches Buch zu Südtirol oder eines/einer Autors/Autorin aus Südtirol würden Sie unbedingt weiterempfehlen?

    „Schöne Welt, böse Leut“ von Claus Gatterer und „Eva dorme/schläft“ von Francesca Melandri.