Gesellschaft | Wohlstand

„Die Folgen betreffen uns alle“

Südtirol hat jahrelang keine einheitlichen Daten zu Armut erhoben, kritisiert die preisgekrönte Schweizer Journalistin Sascha Britsko. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer kündigt an, voraussichtlich noch in diesem Jahr Studien vorzulegen.
Sascha Britsko: „Wer nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, zieht sich zurück, wird krank und hat Anspruch auf Sozialhilfe.“ Bild: Jonathan Labusch

In einem Restaurant mit Freunden essen, Skifahren gehen, weit weg in den Urlaub fahren: Wer in Südtirol von relativer Armut betroffen ist, kann sich zwar ein Dach über dem Kopf leisten und mit vollem Bauch zu Bett gehen, aber der normale Lebensstandard und die gesellschaftliche Teilhabe werden nicht erreicht. „Armut ist ein wichtiges gesellschafts- und sozialpolitisches Thema, das wir sehr ernst nehmen. Gleichzeitig müssen wir Armut breiter denken als ausschließlich in Euro und Einkommen.

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