Grenzen der militärischen Supermacht
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Auf den ersten Blick weisen Venezuela und der Iran signifikante geopolitische Parallelen auf: Beide Staaten verfügen über sehr große fossile Ressourcen, was sie zu zentralen Akteuren im globalen Energiemarkt macht. Sowohl im Iran als auch in Venezuela sind autoritäre Regime an der Macht. Ihre engen diplomatischen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland und China sowie ihre Zugehörigkeit zum BRICS-Bündnis positionieren sie als explizite Gegenspieler zur US-Außenpolitik – ein Umstand, der in Washington (besonders während der Trump-Ära) auf scharfe Ablehnung stößt.
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Diesen Parallelen stehen jedoch große historische Differenzen gegenüber. Vor allem in der Art und Weise, wie sich beide Nationen zu bedeutenden Energieexporteuren entwickelten, zeigen sich völlig unterschiedliche Dynamiken.
Die strukturelle Verflechtung mit US-amerikanischen-Ölmultis prägte Venezuelas Aufstieg zu einem weltweit wichtigen Ölproduzenten und schuf Abhängigkeiten, die es im Iran nicht gab. Washington verfügt damit über Einfluss auf Venezuela, der im Verhältnis zum Iran historisch in solchem Ausmaß nie existierte.
Die iranische Ölförderung stand von Beginn an unter der maßgeblichen Kontrolle britischer Akteure, allen voran den Vorgängergesellschaften des britischen Ölkonzerns BP. Erst infolge des durch den US -Auslandsgeheimdienst CIA und den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 orchestrierten Staatsstreichs von 1953 gelang es Washington, seine Position im Iran auszubauen und Schah Mohammad Reza Pahlavi als strategischen Partner in der Region zu etablieren.
Während die Macht in Venezuela stark auf die Person des Präsidenten und die Loyalität des Militärs zentriert ist, kennzeichnet das iranische System seit der Errichtung der Theokratie eine komplexe duale Machtstruktur. Die Überlagerung staatlicher Institutionen (Präsident, Parlament) durch religiöse Kontrollgremien (Revolutionsführer, Wächterrat) garantiert eine institutionelle Stabilität, die über einzelne Amtsträger hinausgeht. Die iranischen Sicherheitsapparate (wie die Revolutionsgarden) sind ökonomisch tief im Staat verwurzelt und ideologisch gefestigter als das Militärsystem in Venezuela.
Eine weitere Stärke des Iran ist das jahrtausendealte kulturelle Erbe des Iran. Dieser historische Stolz schafft eine nationale Identität, die weit über das aktuelle politische System hinausreicht 1/. Für viele Iraner gilt eine Einmischung von außen als inakzeptable Verletzung der Souveränität, was die Wirksamkeit westlicher Interventionsstrategien schwierig macht.
Washington nutzte Sanktionen und die interne Opposition als Hebel, um Maduro zu entmachten und Venezuela wieder in die geopolitische Einflusssphäre der USA zu rücken. Im Gegensatz dazu demonstriert der Iran eine bemerkenswerte Resilienz gegenüber dem militärischen Übergewicht der USA und Israels. Diese Widerstandsfähigkeit erklärt sich aus seiner starken Militärmacht und aus einer über Jahrzehnte gereiften Verteidigungsstrategie, tief verwurzelten staatlichen Institutionen und einer hohen ideologischen Kohärenz innerhalb des Machtapparats. Diese Strukturen verleihen dem Regime eine hohe Resilienz gegenüber externen Umsturzversuchen und bewahrten es bislang vor einer schnellen Destabilisierung von außen.
Nicht zu vernachlässigen ist, dass die militärischen Kapazitäten des Iran jene Venezuelas weit in den Schatten stellen und damit die unterschiedliche geopolitische Gewichtung beider Länder verdeutlichen.
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Die Ära des Öls im Iran: von den Anfängen bis zur Gegenwart
Am 28. Mai 1901 sicherte sich der Brite William Knox D’Arcy vom persischen Schah für 60 Jahre die exklusiven Rechte nach Erdöl zu suchen, es zu fördern und zu verkaufen für fast das gesamte Land. Nach Jahren der Misserfolge stießen die Briten im Jahr 1908 in Masdsched Soleyman auf das „schwarze Gold“. In der Folge entstand mit der Anglo-Persian Oil Company (der späteren BP) einer der einflussreichsten Akteure des globalen Ölmarktes. Die Entdeckung von Erdöl im Nahen Osten legte den Grundstein für die energiepolitische Neuordnung der Welt.
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Die britische Dominanz (1909–1950)
Noch vor dem Ersten Weltkrieg kaufte die britische Regierung die Mehrheit der Anteile an der Anglo-Persian Oil Company, um den Treibstoffbedarf ihrer Marine zu sichern. Der Iran erhielt nur einen Bruchteil der Gewinne, während die Briten die Kontrolle über die gesamte Infrastruktur behielten. Dies schürte jahrzehntelang Ressentiments gegen die Briten in der Bevölkerung.
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Nationalisierung des Energiesektors: ein kurzes Intermezzo
Von 1951 -1953 war Mossadegh Premierminister, der in einer demokratischen Wahl vom Parlament gewählt worden war. Er setzte die Nationalisierung der Ölindustrie im Jahr 1951 durch. Großbritannien reagierte mit einem Boykott. 1953 stürzten der britische Auslandsgeheimdienst MI6 und der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA Premierminister Mossadegh und setzten wieder den Schah ein, mit dem vereinbart wurde, dass die Nationalisierung rückgängig gemacht werde und so die Erdölexporte in den Westen wieder gesichert waren.
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Die Ära von Schah Mohammed Reza Pahlevi 1953-1979
Anstelle einer rein iranischen Eigenverwaltung übernahm ein internationales Konsortium – dominiert von US-amerikanischen und britischen Ölgesellschaften – die Förderung und Vermarktung des Öls. Indem der Schah Parallelverträge mit kleineren Akteuren wie z. B. mit der italienischen ENI schloss, hebelte er das Monopol des internationalen Konsortiums aus und erstritt so vorteilhaftere Konditionen für den Iran. Als einer der fünf Gründungsstaaten der OPEC im Jahr 1960 avancierte der Iran in den 1970er-Jahren zu einem maßgeblichen Akteur innerhalb der Organisation. In dieser Rolle forcierte der Iran zusammen mit den anderen OPEC-Staaten auch die Vervielfachung der Ölpreise, was 1973/74 wesentlich zur globalen Ölkrise beitrug.2/
Trotz der durch Öleinnahmen finanzierten ‚Weißen Revolution‘, die das Land modernisieren sollte und große Fortschritte bei Frauenrechten, Bildung und Infrastruktur förderte – blieb die Regierungszeit des Schahs von tiefen Widersprüchen geprägt. Im Schatten des Kalten Krieges instrumentalisierten die USA den Iran als militärisches Bollwerk gegen die Sowjetunion, wodurch immense Summen in eine beispiellose militärische Aufrüstung flossen, die den Iran zu einer der schlagkräftigsten Mächte der Region machte. Diese militärische Priorisierung ging zulasten der zivilen Infrastruktur. Während der Westen die glanzvolle Fassade des Schah-Regimes hofierte, blieb der Ölreichtum einer kleinen Elite vorbehalten. Die krasse Diskrepanz zwischen dem Luxus der Wenigen und der Armut der Massen radikalisierte die Gesellschaft und ebnete den Weg in die Revolution. 3/
Da politische Parteien verboten waren, wurden die Moscheen zum Zentrum der Opposition – ein strategischer Vorteil, der die religiöse Führung massiv stärkte. Der Geheimdienst SAVAK war das Instrument, mit dem der Schah seine Macht absicherte. Er wurde 1957 mit maßgeblicher Unterstützung des US-Geheimdienstes CIA und des israelischen Geheimdienstes Mossad gegründet und entwickelte sich schnell zu einem Staat im Staate. Er schaltete Oppositionelle (Kommunisten, Religiöse und Studenten gleichermaßen) durch Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen aus. Dies schuf ein Klima der Angst und des Hasses und der Unmut in der Gesellschaft wuchs. Während der religiöse Teil der Gesellschaft die kulturelle Verwestlichung ablehnte, verschärften wirtschaftliche Turbulenzen die soziale Lage. Unter US-Präsident Jimmy Carter wuchs der Druck auf den Schah, die Menschenrechte besser zu achten. Dies ermutigte die Opposition, offener zu protestieren. Ayatollah Khomeini, der in Frankreich im Exil lebte, wurde zum Gesicht des Widerstands, er brandmarkte den Schah als „Sklaven der USA“ und Verräter des Islam.
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Ayatollah Khomeinei und die Islamische Revolution
1979 brach das autokratische System des Schahs zusammen. Während Mohammad Reza Pahlavi ins Exil floh, übernahm die Islamische Revolution unter Ayatollah Khomeini die Macht – ein Umbruch, der letztlich auch durch die Duldung der USA und anderer westlicher Mächte ermöglicht wurde 4/. Nach der Islamischen Revolution 1979 und der darauffolgenden Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran, galt der Iran als Hauptfeind der USA 5/. 1979 endete auch die Zusammenarbeit mit US-amerikanischen und anderen westlichen Ölkonzernen. Die National Iranian Oil Company (NIOC) übernahm die volle Leitung des Öl- und Gassektors.
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Der Iran- Irak Krieg - Sanktionen gegen den Iran
Der achtjährige Iran-Irak-Krieg (1980–1988), auch als Erster Golfkrieg 6/ bekannt, wurde im September 1980 durch den Irak unter Saddam Hussein begonnen.
Die USA und andere westliche Länder unterstützen in diesem Krieg den Irak, was mit ein Grund des tiefen Misstrauens des Iran gegenüber dem Westen ist. Dieser langjährige Konflikt sowie die jahrzehntelangen Sanktionen der USA und weiterer westlicher Staaten schwächten die Wirtschaft und Infrastruktur des Iran massiv. Die Kernsanktionen umfassten das Einfrieren iranischer Staatsvermögen, ein umfassendes Handelsverbot sowie Investitionsbeschränkungen im Energiesektor. Ergänzt wurden diese durch Waffen- und Nuklearembargos, Finanzrestriktionen und den Ausschluss iranischer Banken vom internationalen Zahlungssystem SWIFT. Ziel der Sanktionen war und ist es, die finanzielle Basis der iranischen Regierung systematisch zu schwächen. Der Öl- und Gassektor litt massiv unter dem Rückzug internationaler Investoren und fehlender Expertise, was die Förderung drastisch einschränkte. Da zudem der zivile Sektor zugunsten einer massiven Aufrüstung vernachlässigt wurde, geriet die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale, deren Folgen die Bevölkerung hart trafen.
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Wie steht Irans Energiesektor heute da?
Der Iran verfügt über die weltweit drittgrößten Ölreserven nach Saudi-Arabien und Venezuela und die weltweit zweitgrößten Gasreserven nach Russland.
Der Großteil der iranischen Ölexporte ist auf den asiatischen Markt ausgerichtet, wobei China der mit Abstand wichtigste Abnehmer ist. Aufgrund des massiven Sanktionsdrucks und anhaltender geopolitischer Spannungen bleibt die iranische Energiewirtschaft weit hinter ihren tatsächlichen Möglichkeiten zurück. Trotz seiner sehr großen Erdgasvorkommen exportiert der Iran nur sehr geringe Mengen von Gas in die Türkei und in andere Nachbarländer. Kapitalmangel und Sanktionen verhindern die notwendige Energieinfrastruktur. In den 1970er-Jahren erreichte der Iran bei der Ölproduktion Spitzenwerte von über 6 Millionen Barrel /Tag und war damit hinter Saudi-Arabien und den USA der weltweit drittgrößte Ölproduzent. Mit Beginn des Ersten Golfkriegs brach die Förderung auf knapp über 1 Million Barrel/Tag ein, bevor sie sich im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends wieder auf über 4 Millionen Barrel/Tag erholte. Nach einem erneuten Rückgang auf rund 2 Millionen Barrel/Tag im Jahr 2017 liegt die tägliche Produktion aktuell wieder bei etwas über 3 Millionen Barrel.
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Systemkrise im Iran: Repression und wirtschaftliche Misere als Auslöser des Protests
Über Jahre hinweg staute sich der Widerstand gegen das Mullah-Regime an, bis die prekäre wirtschaftliche Lage Anfang 2026 das Fass zum Überlaufen brachte und landesweite Massenproteste auslöste. Das bei vielen Iranern verhasste Regime antwortete auf die Proteste mit beispielloser Härte und hinterließ Tausende Tote. Angesichts dieser Ausweglosigkeit setzen Teile der Bevölkerung ihre Hoffnung nun verstärkt auf Unterstützung von außen. Die kompromisslose Politik der USA wird dabei als notwendiges Übel betrachtet, um den Zusammenbruch des Machtapparats zu erzwingen. Die brutale Realität der militärischen Eskalation dämpft inzwischen jedoch die Hoffnung auf eine Befreiung von außen. Angesichts massiver Zerstörungen, der rücksichtslosen Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Schulen und Krankenhäuser sowie der zahlreichen Opfer unter der Zivilbevölkerung – darunter viele Kinder – wächst bei vielen Iranern die Erkenntnis: Die USA und Israel verfolgen primär eigene geopolitische Interessen, anstatt die demokratischen Bestrebungen im Land aufrichtig zu unterstützen.
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Ausblick
Die konzertierten Militärschläge der USA und Israels haben im Nahen Osten eine beispiellose Dynamik entfaltet, die für den Iran und die angrenzenden Golfstaaten einen historischen Wendepunkt markiert. Ob und wie lange der Iran militärisch standhalten kann, ist unklar – ebenso wie der Ausgang des Konflikts selbst. Doch eines steht fest: Das Ende der Kampfhandlungen bedeutet keinen Frieden. Die Gräben in der Region sind tief, meist aufgerissen durch eine westliche Interventionspolitik, die unter Führung der USA mehr Chaos als Stabilität gebracht haben. Demokratisierung lässt sich nicht „herbeibomben“; militärisch erzwungene Systemwechsel sind bisher regelmäßig gescheitert, Beispiele dafür gibt es im Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika genug (z. B. Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen). Im aktuellen Krieg verfolg die US-Regierung unter Präsident Trump ganz offensichtlich nicht das Ziel einer Befreiung der iranischen Bevölkerung vom repressiven Regime; im Vordergrund steht vielmehr das geostrategische und machtpolitische Interesse, durch die Etablierung einer Washington-gewogenen Führung den eigenen regionalen Einfluss zu festigen.
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1/ Der Iran (historisch meist als Persien bekannt) besitzt eine der ältesten und einflussreichsten Kulturen der Weltgeschichte. Die Konzentration auf die instabilen politischen Verhältnisse im Iran führt dazu, dass sein bedeutender Einfluss auf die intellektuelle Entwicklung der Moderne oft übersehen wird. Historisch betrachtet lieferte die persische Geistesgeschichte – insbesondere in den Naturwissenschaften und der Philosophie – unverzichtbare Impulse, die weit über die Region hinaus die Epoche der Aufklärung prägten.
2/ Mit dem ersten Ölpreisschock (1973/74) demonstrierte die OPEC erstmals ihre Marktmacht, indem sie die Preise eigenmächtig diktierte – statt sie wie zuvor mit den westlichen Ölkonzernen abzustimmen. Die massive Verteuerung des Öls und das Ölembargo der arabischen OPEC-Staaten gegen den Westen während des Jom-Kippur-Krieges lösten eine weltweite Rezession aus.
3/ Legendär ist die 2500-Jahr-Feier der persischen Monarchie (1971) in Persepolis. Während Millionen Iraner in Armut lebten, feierte der Schah mit der internationalen Elite (Politiker, Welt-Adel und berühmte Persönlichkeiten) ein Fest, das als die teuerste Party der Geschichte galt. Dies wurde zum Symbol für die Dekadenz eines Regimes, das den Kontakt zur Realität verloren hatte.
4/ Anfang 1979 trafen sich die Staatschefs der USA, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands und kamen zu dem Schluss, dass der Schah nicht mehr zu halten sei. Damals befand sich die Welt noch im Kalten Krieg; um einen Bürgerkrieg oder eine Machtübernahme durch Kommunisten (Sowjet-Einfluss) zu verhindern, sahen sie in Khomeini das „kleinere Übel“. In der Hoffnung auf eine stabile, antisowjetische Pufferzone signalisierten die USA dem iranischen Militär nicht gegen die Revolutionäre vorzugehen.
5/ Geprägt durch den US-geführten Sturz Mossadeghs 1953, fürchteten die Revolutionäre von 1979 eine Wiederholung der Geschichte. Die Aufnahme des Schahs in den USA galt ihnen als Beweis für eine Konspiration, was die US-Botschaft in Teheran in ihren Augen zum konspirativen ‚Spionagenest‘ degradierte, ein Grund aus Sicht des Khomeini-Regimes, um 55 US-Diplomaten als Geiseln zu nehmen.
5/ Erster Golfkrieg, auch Iran-Irak-Krieg genannt (1980–1988)
Strategische Grenzstreitigkeiten und die Furcht vor einem „Export“ der Revolution veranlassten den Irak 1980 zur Invasion des Iran. Was als regionaler Blitzkrieg geplant war, entwickelte sich durch die westliche Unterstützung für Saddam Hussein und den späteren „Tankerkrieg“ im Persischen Golf zu einer globalen Krise, die die USA zur direkten Konfrontation mit dem Iran führte.
Der Erste Golfkrieg ist das Trauma, das Irans Sicherheitsdenken bis heute prägt. Die Erfahrung totaler Isolation und die westliche Unterstützung für den Angreifer Irak zementierte das tief-sitzende Misstrauen gegenüber dem Westen. Da man dem Westen niemals vertrauen kann, ist militärische Autarkie – inklusive des Atomprogramms – für den Iran die einzige Versicherung gegen einen erzwungenen Regimewechsel, so die Sicht des Regimes in Teheran.
6/ Während der Islam weltweit primär sunnitisch geprägt ist, bildet der Iran das Zentrum der schiitischen muslimischen Glaubensrichtung. Während auch im Irak über die Hälfte der Einwohner Schiiten sind, gibt es in den meisten Länder des Nahen und Mittleren Ostens auch schiitische Minderheiten.
Danke für diese hochwertigen…
Danke für diese hochwertigen Informationen.