SJR fordert gerechtere Mietpreise
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Jetzt S+ abonnierenDer Südtiroler Jugendring (SJR) spricht sich in einer Pressemitteilung für eine gerechtere und differenziertere Berechnung des Landesmietzinses aus. Aus Sicht des SJR werden beim derzeitigen Modell wesentliche Unterschiede zwischen Wohnungen, wie Erhaltungszustand, energetische Standards oder Lage, zu wenig berücksichtigt.
Nach dem derzeit geltenden Modell darf der Landesmietzins für Wohnungen, die mit Wohnbaufördermitteln des Landes gebaut, gekauft oder wiedergewonnen wurden, höchstens vier Prozent des Konventionalwertes der Wohnung betragen. Bei einer möblierten Wohnung kann der Mietzins derzeit um weitere 30 Prozent erhöht werden.
Reformbedarf beim Landesmietzins
Katja Oberrauch, Vorsitzende des Südtiroler Jugendrings, kritisiert, die Berechnung des Mietzinses orientiere sich fast ausschließlich an den Landesbaukostenpreisen, die in den vergangenen Jahren um 25 Prozent gestiegen sind. „Dies führt vielfach nicht nur zu sehr hohen Mietpreisen, sondern auch zu Preisen, die weder den tatsächlichen Zustand noch die Qualität oder Lage einer Wohnung ausreichend berücksichtigen“, so Oberrauch.
Ein Blick nach Wien zeige, dass es auch anders geht: Dort werden je nach Kriterien wie Erhaltungszustand, Nebenkosten und Wohnqualität Zu- und Abschläge auf den Mietzins gewährt.
Für Olav Lutz, Wohnbauberater und Mitglied des SJR-Projektteams „Junges Wohnen“, ist das ein klares Zeichen dafür, dass eine gerechtere und differenziertere Gestaltung auch für Südtirol möglich ist: „Durch die Heranziehung wohnungsrelevanter Kriterien – wie der Klimahauszertifizierung, dem Erhaltungszustand und dem Baujahr – sollten Abschläge von bis zu 30 Prozent auf den Landesmietzins möglich sein.“
Auch die derzeit mögliche Erhöhung des Mietzinses bei möblierten Wohnungen um 30 Prozent erscheint dem SJR nicht mehr zeitgemäß.
Ein Rechenbeispiel
Wie stark sich das Modell auswirken könnte, zeigt Lutz an einer Beispielwohnung mit 70 Quadratmetern, Keller, Garage und Terrasse: In Bozen beträgt der Landesmietzins derzeit 911,65 Euro, in St. Pankraz 879,09 Euro. Bei einer Möblierung wären aktuell bis zu 1.185,15 Euro bzw. 1.142,82 Euro möglich.
Nach dem Vorschlag des SJR könnte die Differenzierung hingegen deutlich größer ausfallen: Bei einer möblierten Wohnung in Bozen würde der Mietzins je nach Klimahausstufe rund 702 Euro (Klimahaus D) bis 1.003 Euro (Klimahaus A) betragen.
Neue Anreize und Entlastung
Der SJR verbindet damit mehrere Ziele: Energetische und bauliche Sanierungen sollen attraktiver werden, gleichzeitig sollen junge Menschen und Familien beim Zugang zu leistbarem Wohnraum entlastet werden.
Eine stärkere Berücksichtigung der Lage könnte zudem periphere Gemeinden als Wohnstandorte aufwerten und damit langfristig auch zur Entlastung der Ballungsräume beitragen. „Insbesondere aber würden die Mietkosten gesenkt werden“, betont Oberrauch. (vh)
Bravo. In Bozen beträgt der…
Bravo. In Bozen beträgt der Landes Mietzins Euro 911. Alles OK. In Sankt André bei Brixen beträgt der Landes Mietzins Euro 850. Und das in einem 45 Jahre alten Haus in dem seit 45 Jahren das Treppenhaus nicht gestrichen wurde . Das sind die Wucherpreise welche vom ehrenwerten und selbstgelobten WOBi verrechnet werden. Ein großes Kompliment der Jungen Generation.
Antwort auf Bravo. In Bozen beträgt der… von opa1950
Auf was genau sind Ihre…
Auf was genau sind Ihre Zahlen bezogen? 911 Euro für wieviel Qm?
Im Artikel steht geschrieben…
Im Artikel steht geschrieben es geht um Wohnungen von ca. 70 qm. Schönen Abend noch.