„Eines Bürgermeisters unwürdig“

Tauferer Ahrntal
Bürgermeister von Sand in Taufers Josef Nöckler wünscht sich Frauen zurück an den Herd: SVP und Beirat für Chancengleichheit verurteilen diese Äußerungen im Gemeinderat.

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Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Sand in Taufers ist es zu einem bedenklichen Zwischenfall gekommen: Bürgermeister Josef Nöckler von der Bürgerliste Taufers 2010 äußert sich frauenfeindlich auf die Frage, wie der Verwaltungsrat der Sportcenter Gmbh, der für das Schwimmbad „Cascade“ zuständig ist, besetzt werden soll. 

Der Bürgermeister empfiehlt Frauen, besser zuhause zu bleiben, um sich um Erziehung der Kinder und Haushalt zu kümmern. Seine Äußerungen am vergangenen Mittwoch im Gemeinderat wurden als Audiodatei aufgenommen, die nun südtirolweit verbreitet wird und heftige Kritik auslöst.

Martina Kirchler: „Solche Aussagen stehen im klaren Widerspruch zu den Werten von Gleichstellung und Respekt, für die unsere Gemeinde stehen sollte.“ Foto: Manuela Tessaro

„Es ist eine neuerliche, verbale Entgleisung des Bürgermeisters“, sagt Martina Kirchler, Fraktionssprecherin der SVP Taufers. „Solche Aussagen sind eines Bürgermeisters unwürdig. Sie stehen im klaren Widerspruch zu den Werten von Gleichstellung und Respekt, für die unsere Gemeinde stehen sollte“, so Kirchler. Im Gemeinderat von Sand in Taufers sind zehn Gemeinderäte der Mitte-rechts-Bürgerliste von Nöckler mit zwei Frauen und acht Gemeinderäte der SVP mit drei Frauen vertreten.

Auch Ulrike Oberhammer und Nadia Mazzardis vom Beirat für Chancengleichheit erklären in einer Mitteilung an die Medien: „Der Bürgermeister hat in seiner Argumentation implizit Frauen die Verantwortung für die Familie und den Haushalt zugeschoben, während Männer die Möglichkeit gegeben wird, Karriere zu machen.“ Diese Sichtweise sei nicht nur veraltet, sondern ignoriere auch die Realität vieler Familien, in denen beide Elternteile arbeiten und sich die Verantwortung für Kinder und Haushalt teilen. 

Kommentare

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Oliver Hopfgartner So., 26.04.2026 - 08:57

Aus der Audioaufzeichnung geht hervor, dass der Bürgermeister der Meinung sei, ein Verwaltungsrat solle nicht zu 2/3 mit Frauen besetzt werden.

Ich bin auch dieser Meinung. Das Geschlecht ist nämlich nicht wichtiger als die Qualifikation.

Außerdem sagt der Bürgermeister, dass er das traditionelle Familienbild befürwortet.
Ich finde es befremdlich, dass ein Bekenntnis zur klassischen Familie ein Skandal sein soll, wenn man bedenkt, dass wir in Zeiten leben, in denen es „normal“ ist, mit Latexhundemasken unterwegs zu sein, es über 60 Geschlechter gibt und in denen es leichter ist sein Geschlecht zu ändern als ein Unternehmen zu gründen.

So., 26.04.2026 - 08:57 Permalink
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Oliver Hopfgartner So., 26.04.2026 - 10:00

Antwort auf von Herta Abram

Wieder einmal sind sie nicht im Stande die von mir vorgebrachten Punkte auf argumentative Weise zu adressieren und verlinken stattdessen den Artikel einer Frau, die erst unlängst FakeNews verbreitet hat.
Das soll glaubwürdig sein?

Haben Sie inhaltlich auch ein Argument oder sind sie einfach nur nicht derselben Meinung wie ich (was ihr gutes Recht ist)?

So., 26.04.2026 - 10:00 Permalink
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Reisekrebschen Mi., 29.04.2026 - 16:13

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

oliver, die von dir vorgebrachten „Punkte“ sind sachlich und argumentativ als gelogener Dreck und bestätigt falscher Schwachsinn eines betrunkenen Pöblers zu bezeichnen. und jetzt kannst du „Argumente“ bringen, um deinen Dreck zu rechtfertigen oder duz entschuldigst dich besser dafür, dass du Lügen und Hetze verbreitest.

Mi., 29.04.2026 - 16:13 Permalink
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K V So., 26.04.2026 - 12:25

Antwort auf von Herta Abram

Männer und Frauen profitieren von der geteilten Sorgearbeit und vor allem auch die Kinder. Leider macht die Arbeitswelt oft einen Strich durch die Rechnung. Wenn beide Elternteile einer nach Stunden geregelten Arbeitszeit nachgehen, funktionierts gut, sobald aber ein Teil selbstständig ist, wirds schwierig, da es immer Arbeitsspitzen gibt, bei denen dann selbst ständig gearbeitet werden muss.

So., 26.04.2026 - 12:25 Permalink
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Peter Gasser So., 26.04.2026 - 10:46

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

Da müssen Sie genauer hinhorchen.

Nöckler sprach sich gegen die Möglichkeit aus, einen Verwaltungsrat für die Sport Center GmbH aus zwei Frauen und einem Mann zu ernennen, und hält das Verhältnis von einer Frau und zwei Männer für besser. Warum? Das kommt jetzt:
Nöckler meinte, dass er es zwar begrüße, wenn Frauen in Mutterschaft gehen und dann wieder zu ihrer Stelle zurückkehren. Dies sei das Recht von Frauen, die öffentliche Verwaltung leide allerdings darunter – vor allem, wenn dies zweimal hintereinander (!) geschehe.

Kinder bekommen ist also ein Ärgernis für die öffentliche Verwaltung - immer nach einem Südtiroler Bürgermeister.

So., 26.04.2026 - 10:46 Permalink
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Oliver Hopfgartner So., 26.04.2026 - 17:44

Antwort auf von Peter Gasser

Peter Gasser, Mutterschaftsunterbrechungen wirken sich in unterschiedlichen Berufsbildern unterschiedlich stark aus. Es gibt Berufsbilder, in denen die zu bearbeitenden Prozesse kürzer und repetitiver sind, sodass es einfacher ist, jemanden einzuschulen bzw. zu ersetzen. Bei Ärzten ist es z.B. so. Ein Antibiotikum bei einer Lungenentzündung aufschreiben oder einen Kurantrag stellen kann ein Kollege genau so gut wie ich, dafür braucht es keinen großen Wissenstransfer.
Es gibt aber auch Tätigkeitsfelder, die stark auf persönlichem Wissen, Kontakten uÄ. basieren, weil es um längerfristige Prozesse geht. Ich denke da z.b. an größere Projekte in Betrieben (z.B. Prototypenentwicklung, Produktionsplanung etc.), aber auch diverse Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Ich kann mir z.B. vorstellen, dass in so manchem Verwaltungsrat persönliche Kontinuität wichtiger ist, als in so manchem Amt, wo es eher ums Tagesgeschäft geht.

Schwangerschaften und die damit einhergehenden Karenzzeiten wirken sich also in unterschiedlichen Bereichen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung unterschiedlich stark aus. Das mag einem vielleicht nicht gefallen, ist aber Realität.
Bei Männern ist es letztlich auch dasselbe: Ich lege z.B. aktuell sehr viel wert auf Work Life Balance, weil unsere drei Kinder noch klein sind. Ich habe mich trotzdem für eine Leitungsstelle in einem Unternehmen beworben und auch ganz klar kommuniziert, dass ich nicht mehr als XY Stunden im Jahr arbeiten kann. Die Leitungsstelle habe ich nicht bekommen, mir wurde aber ein Vertrag über genau von mir vorgeschlagenen Stundenpensum angeboten, was ich dann auch angenommen habe. Dieses Phänomen betrifft also nicht nur Frauen - bei Männern ist es genau dasselbe. Posten mit hoher Verantwortung gehen nunmal bevorzugt an Leute, die glaubwürdig vermitteln können, dass sie dem Posten über Jahre hinweg den Großteil ihrer Aufmerksamkeit widmen können.

So., 26.04.2026 - 17:44 Permalink
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Peter Gasser Mo., 27.04.2026 - 08:15

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

Dass Sie hier mit einer Ausnahme die Regel bestätigen, sollte Ihnen auffallen;
Nöckler hat nicht von der Ausnahme gesprochen, sondern eine generelle (frauen- und kinderfeindliche) Aussage getätigt.

Zudem: was das Gesetz vorsieht, darf man dem (weiblichen) Einzelnen nicht zum Vorwurf machen: da muss sich die Gemeinschaft und die betriebliche Organisation anpassen: schöne Gesetze machen, und dann (patriarchal) nicht umsetzen wollen, das ist mir schon sehr männlich heroisch!)

Mo., 27.04.2026 - 08:15 Permalink
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Frank Fink Mo., 27.04.2026 - 18:19

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

Ja, grundsätzlich geht hervor, dass der Verwaltungsrat mit 2 Männern besetzt werden soll. Aber er argumentiert ja nicht mit Qualifikation, sondern a) mit seiner persönlichen Erfahrung beim „Land“, womit er ja pauschal alle Frauen in einen Topf wirft und ihnen vorwirft, die trinken nur Kaffee. b) er argumentiert mit den Ausfallzeiten durch eine Schwangerschaft. Was ja auch daneben ist - pauschal sind nicht alle Frauen ihr ganzes Leben fruchtbar und zweitens, fallen jetzt (Gott sei Dank) auch Männer durch Verpflichtungen im Familienleben aus. Sein „Bekenntnis“ zur klassischen Familie ist ja keines, sondern ein Bekenntnis zur klassischen Geschlechterrolle. Was Du ansprichst, ist etwas ganz anderes. Ich finde es befremdlich, dass Du das mit „60 Geschlechtern“ usw. ansprichst, während er nur Frauen die Rolle der Kindererziehung zuspricht - während ja genau auch Du auf Dein Kinder schaust und beruflich zurücktrittst. Das Problem, das viele nicht verstehen, ist, dass eben Frauen automatisch aus solchen Posten ausgegrenzt werden, weil eben schon a priori angenommen wird, dass sie schwanger werden und eben „nur Kaffee trinken“.

Mo., 27.04.2026 - 18:19 Permalink
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Frei Erfunden Di., 28.04.2026 - 14:34

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

schliesse mich ihrer meinung an.
zudem: diese hysterie, worteklauberei und lächerliche empfindlichkeit bezüglich ‚political correctness‘ begräbt jegliches sozialpolitisches engagement.
die linke muss ihren 'woke’zustand beenden und sich wieder (?) realpolitisch engagieren.
z.B. endlich gültige pensionsjahre für mütter einfordern, etc.

Di., 28.04.2026 - 14:34 Permalink
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Profil für Benutzer Stefan S
Stefan S Di., 28.04.2026 - 20:45

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

„mit Latexhundemasken unterwegs zu sein, es über 60 Geschlechter gibt“
Oh Weih, da ist er wieder, der stramm rechte Populismus. Gibt es auch inhaltlich etwas zur Sache?
Und dann kommen hier auch so Clowns und Helden und wollen dies auf links woke ziehen dabei handelt es sich um eine lupenreine Diskriminierung.

Di., 28.04.2026 - 20:45 Permalink
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Oliver Hopfgartner Di., 28.04.2026 - 21:19

Antwort auf von Stefan S

Stefan, der inhaltliche Bezug zur Sache liegt doch auf der Hand und ich habe ihn auch schon beim Namen genannt: Ich finde es paradox, dass es erklärungsbedürftig sein soll, wenn jemand seine positive Einstellung zu einem „klassisch-traditionellen“ Familienbild zum Ausdruck bringt, während wir doch sonst so tolerant sind, was die Wahl des eigenen Lebensentwurfs bei Anderen angeht. Ein klassischer Familienentwurf verdient mindestens denselben Respekt wie jede andere freiwillig gewählte Lebensgemeinschaft.

Ist das aus deiner Sicht populistischer als die Kampagne, die gerade gegen Nocker gefahren wird?

Di., 28.04.2026 - 21:19 Permalink
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Manfred Klotz Do., 30.04.2026 - 06:51

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

Der BM propagiert also das „klassisch-traditionelle Frauenbild“, wenn er sie pauschal als Kaffeepausenveranstalterinnen bezeichnet (so als ob Männer keine Kaffeepausen machen würden) und ihnen geplante Arbeitsverweigerung durch Babypausen vorwirft?
Gerade mit dem zweiten Vorwurf stützt er das „klassisch-traditionelle Frauenbild“ eben nicht, sofern er damit nicht aussagen wollte, dass Frauen hinter dem Herd bleibn sollen. Also genau der Vorwurf von dem ihn manche - auch du - freisprechen wollen.

Do., 30.04.2026 - 06:51 Permalink
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Oliver Hopfgartner Do., 30.04.2026 - 18:17

Antwort auf von Reisekrebschen

Reisekrebschen, natürlich bin ich sonntags um 08:57 besoffen. Es gibt doch nichts besseres, als sich in der Früh a Hülsn aufzureißen und irgendwelchen linken Schneeflocken wie dir gewaltig ans Bein zu pinkeln. Dein Hate prallt an mir ab, wie die B*tches vom Karli. Nicht nur das! Dein Hate erfüllt mich mit einer inneren Genugtuung - ich habe also alles richtig gemacht! Prost!

Do., 30.04.2026 - 18:17 Permalink
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Paul Tasser So., 26.04.2026 - 09:26

Herr Nöckler hat nichts Falsches gesagt! Seine Ansicht und Erkenntnis als frauenfeindlich darzustellen finde ich nicht angemessen.

So., 26.04.2026 - 09:26 Permalink
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Profil für Benutzer Herta Abram
Herta Abram So., 26.04.2026 - 10:09

Antwort auf von Paul Tasser

P Tasser ihr Beitrag kann als internalisierter KonstruktTeil „patriarchaler Dividende“ übersetzt werden.
- „Patriarchale Dividende“ beschreibt, wie Hegemoniale Männlichkeit und soziale Dominanz aufrechterhalten werden und den generellen Vorteil oder Profit, den Männer durch die Unterdrückung von Frauen und die ungleiche Geschlechterordnung in patriarchalen Systemen ziehen. Alle Männer profitieren davon, unabhängig davon, ob sie persönlich handeln, da sie als „Mann“ wahrgenommen werden. Es umfasst Machtvorteile, Privilegien und Ressourcen.....
- Internalisierung: Der „Konstruktteil“ beinhaltet, dass diese Vorteile als „normal“ internalisiert werden und das System der Ungleichheit durch Konsens aufrechterhalten wird. 

So., 26.04.2026 - 10:09 Permalink
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Profil für Benutzer christine kofler
christine kofler So., 26.04.2026 - 21:54

Kein Wunder, dass die meisten tollen und gut ausgebildeten Frauen inzwischen aus diesem patriarchalen Hintlerwäldlerland flüchten. Das Problem erledigt sich dann also von selbst: Die Verwaltung funktioniert dann endlich super (da keine Frauen mehr am.Schalter), nur gibt es dann niemanden mehr, der verwaltet werden kann (da keine Frauen mehr, die ja bekanntlich den Nachwuchs gebären). Wo bleiben die Rücktrittsforderungem der SVP-Frauen?

So., 26.04.2026 - 21:54 Permalink
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Profil für Benutzer Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler So., 26.04.2026 - 22:02

Die Frauen haben in Südtirol im Jahr 1918 das Wahlrecht erhalten, zumindest theoretisch, denn die italienischen Besatzer haben bei uns völkerrechtswidrig keine Wahlen zugelassen. Nach der Annexion durch Italien im Jahr 1920 sind dann Jahrzehnte der totalen Unterdrückung gefolgt. Die Frau sollten laut faschistischer Doktrin daheim bleiben und Kinder kriegen. Heute dürfen Frauen auch in Italien, zu dem Südtirol ja derzeit gehört, wählen, und daher kann man wohl annehmen, dass der Herr Nöckler bei der nächsten Gemeinderatswahl nicht allzu viele Frauenstimmen bekommen wird. Dann kann er daheim bleiben.

So., 26.04.2026 - 22:02 Permalink
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Profil für Benutzer △rtim post
△rtim post Mo., 27.04.2026 - 11:22

Und täglich grüßt die Südtirolerschaft die schöne Welt, böse Leut.
Ein neuer Skandal. Die stragische Kommunikation: „Jo do schaut’s. Die Sau.“
Wer ist heute dran?
Ein BM aus dem hintersten Tal wird wegen seines persönlichen, längst aus der Zeit gefallenen Familien- und Haushaltsverständnis öffentlichsamswirksam zu einem Popanz gemacht und durch das Land gejagt — symbolisch. Da wird dann auf Plattformen polarisiert und sich gegenseitig befetzt. Obschon wohl kaum jemand nicht sein eigenes Geld verdienen will/muss.
Begegnung in der analogen Welt hingegen findet offenbar wenig statt.

Mo., 27.04.2026 - 11:22 Permalink
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Sepp.Bacher Mo., 27.04.2026 - 15:15

Aus der Summe der Beiträge möchte ich folgendes Zitat von Peter Gasser hervorheben: „Zudem: was das Gesetz vorsieht, darf man dem (weiblichen) Einzelnen nicht zum Vorwurf machen: da muss sich die Gemeinschaft und die betriebliche Organisation anpassen: schöne Gesetze machen, und dann (patriarchal) nicht umsetzen wollen, das ist mir schon sehr männlich heroisch!)“
So nebenbei möchte ich mit einer Anektote zur Diskussion beitragen: Als ich noch bei der Arbeit war, kam nach den Wahlen eine Landesrätin. Sie wählte eine Feministin als Ressortchefin. Auch alle Stabsstellen besetzte sie mit akademischen Frauen, die noch recht jung waren. Es dauerte nicht lange, dann ging eine in Mutterschaft, bald die nächste, usw. Außer der Ressortchefin war damit die Kontinuität nicht mehr nach Wunsch gegeben. Das war auch der Landesrätin zu viel. Bein den sich nach und ergebenden Möglchkeiten, besetzte sie 2 Stellen bewusst mit Männern. Leider aber verständlich. Die Realität stößt sich oft mit den Idealzuständen!

Mo., 27.04.2026 - 15:15 Permalink