Wenn Freiheit keine Richtung hat

Sie haben gut reden
Geflüchteten Menschen aus muslimisch geprägten Kulturen stehen konträr zu unseren freiheitlichen Werten, wenn es um die LGBTQIA+-Community geht. Ein Erklärungsversuch.

Der Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin am 25. Juli 2026 war ein Terrorakt mit religiös-fundamentalistischen Motiven. Der Täter war ein 21 Jahre alter Mann, der in Deutschland geboren wurde und dessen Eltern aus Lybien stammen.

Berlins Bürgermeister Kai Wegner bekräftigt gemeinsam mit Vertretern der Bewegung LGBTQ+, dass der Akt ein Angriff gegen unsere Freiheit ist; eine Freiheit, „die wir uns nicht nehmen lassen“. Dieselbe Freiheit, die wir Menschen in der Wahl ihrer sexuellen Orientierung zugestehen, konzedieren wir Migranten, in der Wahl ihrer neuen Heimat. Unter Merkels Motto „wir schaffen das“ wurden im Jahr 2015 rund 20.000 Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen. Keine Diskriminierung: weder aufgrund der Herkunft noch aufgrund der sexuellen Ausrichtung. 

„Deutschlands undifferenzierte Aufnahme von Menschen, welche die europäischen Freiheitswerte kategorisch ablehnen, war ein schwerer Fehler.“

Die im Krisenjahr 2015 nach Deutschland geflüchteten Personen stammten größtenteils aus Syrien, Afghanistan und Irak. In Syrien werden homosexuelle Handlungen mit bis zu drei Jahren Haft bestraft, im Irak mit bis zu 15 Jahren, in Afghanistan droht die Todesstrafe. Die Schwere der Straftat entspricht, wenn mit dem italienischen Gesetz verglichen, in der optimistischen Auslegung dem Besitz pedopornographischen Materials, in der strengeren Auslegung ist sie mit Mord vergleichbar. Ähnlich, wenn auch nicht so streng, ist die rechtliche Handhabe in den maghrebinischen Ländern, also in Nordafrika. Auch die Änderung des biologischen Geschlechts ist in diesen Ländern streng verboten. Die aus diesen Gebieten geflüchteten Menschen haben mit anderen Worten eine kulturelle Prägung, die zumindest in diesem Punkt völlig konträr zu unseren freiheitlichen Werten steht. 

Ich habe persönlich im Laufe der Jahre nicht wenige Menschen aus diesen und anderen muslimischen Ländern kennengelernt. Einige sind bis auf den heutigen Tag Freunde: wertvolle und anständige Menschen, manchmal beeindruckende Persönlichkeiten. Doch deren Meinung zu queeren und homosexuellen Menschen spiegelt ziemlich genau die grausamen Gesetze ihrer Herkunftsländer wider. 

Deutschlands undifferenzierte Aufnahme von Menschen, welche die europäischen Freiheitswerte kategorisch ablehnen, war ein schwerer Fehler, den heute selbst die großen Regierungsparteien der Mitte eingestehen, wenn meist auch nicht explizit. 

Aus alledem lernen wir, dass unsere heißgeliebte Freiheit um ihrer selbst willen in Europa ein defizitäres Konzept ist: Ich kann in Freiheit sowohl etwas Gutes als auch etwas Schlechtes tun. Wenn die Freiheit keine Richtung hat, so richtet sie sich gegen sich selbst. Das ist eine Theorie. Doch die lange Reihe der Terrorattentate in Deutschland in den letzten 20 Jahren ist eine Tatsache.    

Kommentare

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gorgias So., 02.08.2026 - 16:10

Antwort auf von Stereo Typ

Ich finde diese Formulierung subpar. Das eigentliche Grundkonzept wurde von Erich Fromm mit den Begriffen ‚Freiheit von‘ und ‚Freiheit zu‘ weitaus klarer ausgedrückt. Er zeigt in seinem Buch ‚Die Furcht vor der Freiheit‘, dass die rein negative Freiheit in Destruktivität, blinder Anpassung und einem neuen Autoritarismus endet, wenn sie nicht zu einer positiven Freiheit wird – wer einen Blick auf den Wokeismus richtet, kann nur erstaunt sein, wie präzise Fromm hier recht hatte.

So., 02.08.2026 - 16:10 Permalink
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Stefan S Sa., 01.08.2026 - 18:53

Das ist kein deutsches Problem sondern ein europäisches bzw. eines unserer Demokratie.
Es braucht klare Regeln für eine Zuwanderung.
Unsere europäische Gesetze zur Zuwanderung wurde Mitte des letzten Jahrhundert festgelegt und diese Rechtsmittel werden der heutigen Situation in keinster Weise gerecht.

Sa., 01.08.2026 - 18:53 Permalink
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Milo Tschurtsch Sa., 01.08.2026 - 23:26

Der Islam ist eine Ideologie bestehend aus Staatsform (Kalifat) , Religion (Islam) und Rechtsform (Scharia). Diese drei sind in der Ideologie „Islam“ untrennbar miteinander verbunden und verwoben.
Daher ist diese Ideologie auch nicht mit unseren Verfassungen kompatibel, da es einen einzelnen Teil wie etwa Islam bloß als private Religion nicht geben kann.
Weil der Islam eben nur in allen Teilen zu haben ist, wird er „über allem stehend“ betrachtet und die westlich- freie Lebensart bzw. wie gesagt die Vorgaben unserer Verfassung und Rechtsordnung werden abgelehnt.
In den traditionell muslimischen Ländern mag dies aus deren Tradition kommende Lebensart auch selbstverständlich sein.
Wollen diese Leute aber mit uns leben, dann gibt es nur den Weg der Trennung dieser „Dreifaltigkeit“. Der Islam als private Religion mag in Ordnung gehen, was aber Staats-und Rechtsform angeht, so müssen unsere Vorgaben gelten und müssen als Bedingung für einen Aufenthalt vorausgeschickt werden.
Dass diese Trennung in viel zu vielen Fällen (nicht in allen) nicht möglich ist, das hat man gesehen.
Parallelgesellschaften sind die Folge.
Ob wir solche Parallel-und Gegengesellschaften die sich mit dem Zuzug immer weiterer Menschen mit islamischer Ideologie unweigerlich bilden, wollen und tolerieren, dieser Frage müssen wir uns widmen.

Sa., 01.08.2026 - 23:26 Permalink
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Manfred Klotz Mo., 03.08.2026 - 06:57

Antwort auf von Milo Tschurtsch

Das, was Sie im ersten Satz beschreiben ist nicht „Islam“, sondern „Islamismus“. Ersterer ist eine Religion, zweiterer eine (gefährliche) politische Ideologie. Aber zwischen beiden besteht eben ein exorbitanter unterschied.
Solcher Verzerrungen - die vielleicht sogar absichtlich sind - führen zu ebenfalls gefährlicher Verallgemeinerung, wie Sie hier bestens beweisen.

Mo., 03.08.2026 - 06:57 Permalink
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Markus Schwärzer So., 02.08.2026 - 09:01

„Ich habe persönlich im Laufe der Jahre nicht wenige Menschen aus diesen und anderen muslimischen Ländern kennengelernt…“. Diese Art von Argumentation nennt sich anekdotische Evidenz. Wen Herr P. kennt oder nicht kann nicht überprüft werden. Es ist daher kein Argument. In Wahrheit ist es ein rhetorischer Trick. https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/Anekdoten-in-der-Pol…
„Deutschlands undifferenzierte Aufnahme von Menschen, welche die europäischen Freiheitswerte kategorisch ablehnen…“.
1. wird nicht undifferenziert aufgenommen. Jeder Fall wird geprüft. Wie kommt Herr P. zu dieser Aussage? Hörensagen? Durch Internetrecherche wohl nicht. https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Asyl/das-deutsche-asylverfahr…
2. Welche Werte sind das? Christliche? Ich bitte die Aussagen des Papstes zu Homosexualität zu beachten. https://www.dw.com/de/segnung-homosexuelle-paare-papst-leo-xiv-deutschl…
Sind diese Aussagen und Haltungen mit den europäischen Freiheitswerten vereinbar? Gleichstellung Mann und Frau in der Kirche? Müssen wir uns nun der kath. Kirche entledigen?
3. Das Verknüpfen von der Ablehnung irgendwelcher, scheinbar ganz klarer „Freiheitswerte“ (welche das sind bleibt natürlich offen) mit Migration ist ein nächstes Täuschungsmanöver. Ein sehr gefährliches.
„Doch die lange Reihe der Terrorattentate in Deutschland in den letzten 20 Jahren ist eine Tatsache.“ Wahr ist: Deutschland ist sicher. Es gab auch schon Zeiten, in denen die Terrorgefahr höher war. Stichwort deutscher Herbst. Aber wen interessieren schon die Fakten, wenn man Anekdoten erzählen kann.
Es stellt sich doch die Frage, ob es nicht verantwortungsvergessen ist, in Zeiten rechter Radikalisierung derartige Falschaussagen ohne Belege, ja offensichtlich ohne jegliche Recherche zu tätigen, genauso wie ihnen ungeprüft eine Plattform zu geben.

So., 02.08.2026 - 09:01 Permalink
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Milo Tschurtsch So., 02.08.2026 - 20:42

Antwort auf von Markus Schwärzer

Die Sache ist glasklar: Die Einhaltung unserer Verfassung und unserer Rechtsordnung sind fundamental . Für uns hier und für Zuwanderer, welcher Kultur und Religion sie auch immer angehören.
Privat kann jeder den Islam als Religion praktizieren so lange er will , dieser darf aber keine gesellschaftliche Dimension annehmen die den Grundlagen der Verfassung widerspricht (Menschen(Frauen) rechte, Menschenwürde, freie Entfaltung und Respekt für verschiedene Lebensentwürfe in Religion und sexueller Orientierung usw. , Menschen (Frauen) als Individuen und nicht als Mittel zum Zweck.....uvm.)
Diese in der Verfassung festgelegten Freiheitswerte sind nicht offen wie behauptet sondern klar formuliert und von allen die hier leben einzuhalten.
Ebenso die Rechtsordnung.
Dass dies geschieht und Moslems den Islam bloß als Religion praktizieren und ihn nicht auch für weltliche Belange relevant sehen (den Islam in seiner Ausformung als Staats-und Rechtsform vor der Verfassung bevorzugen) das ist leider in den wenigsten Fällen gegeben und Verfassung und Rechtstaat werden offen abgelehnt.
Daher die Parallel -und Gegengesellschaften.
Jetzt gibt es Menschen die das anders sehen und für die die Verfassung optional ist, wer sie anerkennt erkennt sie halt an, sonst erkennen die Zugezogenen halt die Staats-und Rechtsordnung ihrer Herkunftsländer an und diese Menschen haben offenbar auch Verständnis dafür wenn diese freie westliche Lebensart wie man in letzter Zeit vermehrt gesehen hat, auch gewaltsam bekämpft wird (Messergewalt, Gruppenvergewaltigungen, islamistischer Terror.....)
Man kann dieser Ansicht sein , diese ist aber letztlich nicht mehrheitsfähig.

So., 02.08.2026 - 20:42 Permalink
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Markus Schwärzer So., 02.08.2026 - 22:18

Antwort auf von Milo Tschurtsch

„Dass dies geschieht und Moslems den Islam bloß als Religion praktizieren und ihn nicht auch für weltliche Belange relevant sehen (den Islam in seiner Ausformung als Staats-und Rechtsform vor der Verfassung bevorzugen) das ist leider in den wenigsten Fällen gegeben und Verfassung und Rechtstaat werden offen abgelehnt.“
Dein Ernst? In den „wenigsten Fällen“ ziehen Muslime die Verfassung der Scharia vor, willst du das behaupten? Möchtest du vl. mal die KI bemühen und nachfragen, wieviele muslimische Einwanderer gut integrierte Mitglieder in D, It, Aut usw. sind? Wie kann man sowas einfach aus dem Bauch heraus behaupten, und dabei die Millionen Menschen ausblenden, die hervorragend integriert sind?

So., 02.08.2026 - 22:18 Permalink
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Milo Tschurtsch Mo., 03.08.2026 - 17:05

Antwort auf von Manfred Klotz

Der „Islam“ an sich bezeichnet die reine Religion ohne dazugehörende Gesellschaftsform .
Den „Islam“ als reine Religion gibt es aber de facto nicht. Er ist immer verbunden mit einer bestimmten Gesellschaftsform, die unserer freien westlichen Lebensart begründet auf den Individualrechten in der Verfassung, konträr entgegensteht und ein kollektivistisches Modell ist, das die Normen des Zusammenlebens vorgibt und wo das Individuum sich unterzuordnen hat.
Jetzt gibt es in dieser islamischen Gesellschaftsform diejenigen die in ihren communities sowohl die Religion als die gesellschaftlichen Normen des „Islam“ unabhängig von unseren Werten und Verfassungen in Parallelgesellschaften leben, sich aber ansonsten friedlich verhalten.
Und dann gibt es noch jene die gewaltaffine Einstellungen haben und ihre Lebensart eben auch durch Gewaltaktionen durchsetzen und implementieren wollen. Diese werden gemeinhin als „Islamisten“ bezeichnet.
Aber den „Islam“ abgekoppelt nur als private Religion gibt es nur vereinzelt. Der „Islam“ ist von Grund auf immer ein Gesellschaftsmodell, bei uns eben eine Gegengesellschaft (sozusagen ein Staat im Staat).
Wobei man froh sein muss dass (bis jetzt) die gewaltfreie Variante des gesellschaftlichen „Islamismus“ überwiegt.

Mo., 03.08.2026 - 17:05 Permalink
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Milo Tschurtsch Mo., 03.08.2026 - 09:46

Antwort auf von Markus Schwärzer

Muslime sind zwar vordergründig integriert, leben aber vorwiegend in Parallelgesellschaften, wo sie sich den Regeln der Verfassung und Rechtsordnung entziehen. Das sieht man latent überall (Einstellung zu Frauenrechten, Segregation, Ablehnung von Schwulen und Juden .......usw.)
Dieser subjektive Eindruck reicht natürlich nicht aus, doch da gibt es Umfragen und Studien zur Einstellung muslimischen junger Männer , wie z.B. die MOTRA Studie in Deutschland, wo jeder 2. Muslim in Deutschland eine islamismusaffine Einstellung zugibt. Da brauche ich nichts aus dem Bauch heraus behaupten oder die KI bemühen. in Österreich ist es jeder Dritte.
Das hat die Politik auf dem falschen Fuß erwischt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article69b3bc6d28b7770e637eb393…

https://www.welt.de/politik/deutschland/article69b3bc6d28b7770e637eb393…

Das braucht niemanden zu verwundern ist der Islam doch eine Gesellschaftsform die unserer freien auf die Individualrechte des Einzelnen, dessen subjektive Entfaltung, sowie Gleichstellung der Geschlechter und Gleichheit vor dem Gesetz geregelten und in der Verfassung festgehaltenen Gesellschaftsform gänzlich widerspricht und ein genuin inklusiv -abgeschlossenes kollektivistisches Modell darstellt das die Rechte des Individuums denen des islamischen Kollektivs unterordnet.
Weshalb das Sozialleben der Muslime in ihren ihre communities stattfindet und man noch froh sein muss, wenn das Ganze (wie die Studien zeigen) nicht in zunehmend in die gewalttätig-islamismusaffine Richtung abdriftet.

Mo., 03.08.2026 - 09:46 Permalink
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Milo Tschurtsch Mo., 03.08.2026 - 16:42

Antwort auf von Markus Schwärzer

Der Islam als rein private Religion wo ein Muslim sich an unsere freien westlichen Gesellschaftsnormen, Verfassungen und die Rechtsordnung hält und auch davon überzeugt ist, der sich an unserem Gesellschaftsleben beteiligt usw. ,man diese Muslime also nicht, wie man so schön sagt, aus der Masse „herauskennt“ diese Fälle gibt es nur vereinzelt.
Die anderen leben eben in ihrer Parallelwelt wo die gesellschaftlichen Normen von den islamischen communuties bestimmt werden, von denen vertreten aber (zum Glück) nur etwa zur Hälfte eine islamistisch-gewaltaffine Einstellung, wie die MOTRA Studie zeigt. Die anderen lehnen die in unserer Verfassung dargelegten freien Individualrechte zwar ab, neigen aber nicht zur Gewalt.
Viele Leute wollen ihnen das zugestehen und sind der Meinung, dass es egal sei ob jemand unsere Verfassung und Rechtsordnung anerkennt oder nicht und sie die Gesellschaftsnormen ihrer Heimat auch hier leben, solange sie friedlich in ihren communuities bleiben und uns nicht bedrohen.
Das ist aber keine Integration in unsere westliche Lebensart wo JEDER Einzelne unabhängig von einer community der er untergeordnet ist, seine persönlich-individuelle freie Entfaltung finden darf.

Mo., 03.08.2026 - 16:42 Permalink
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giada So., 02.08.2026 - 11:15

Ma stiamo scherzando!? Ma che articolo é !? Non so nemmeno da dove iniziare. Ma la redazione di Salto -che oltretutto ha pubblicato meno di un mese fa una seria intervista/podcast con il prof. Benedikter- ha dato uno sguardo a questa colonna? Semplificare il discorso al punto di arrivare ad implicare che la serie di attentati degli ultimi 20 anni sia dovuta fondamentalmente all’incontrollato flusso di persone significa mancare di considerare (o ignorare) tutta una serie di condizioni socio-economiche e politiche fino ad arrivare a banalizzare tutta una dimensione che comunque fa parte della storia del mondo.

So., 02.08.2026 - 11:15 Permalink
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Heiko Schoberwalter So., 02.08.2026 - 14:52

Antwort auf von giada

Selbstverständlich wurde der Beitrag gegengelesen und auch diskutiert. Trotz Vorbehalten haben wir die Kolumne veröffentlicht. Wir waren der Ansicht, dass man diese Meinung aushalten muss, auch wenn man selbst anderer Ansicht ist. Aus diesem Grund haben wir im Vorspann „Ein Erklärungsversuch“ geschrieben.

So., 02.08.2026 - 14:52 Permalink
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Stefan S So., 02.08.2026 - 19:35

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

„dass wir ein grobes Problem mit der Meinungs- und Pressefreiheit haben.“
Mit Meta und X haben wir schon längst ein Problem mit der Meinungsfreiheit. Die
Algorithmen, Neudeutsch auch KI genannt, der Tech Riesen bestimmen schon zulange was angeblich „Meinungfreiheit“ ist.
Und wenn scharf Rechte und Libertäre Meinungsfreiheit rufen, meinen Sie genau das Gegenteil.

So., 02.08.2026 - 19:35 Permalink
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Milo Tschurtsch So., 02.08.2026 - 20:01

Antwort auf von Heiko Schoberwalter

Ich wüsste jetzt nicht welche Vorbehalte es zu einer differenzierten Meinung geben könnte. Eine Meinung ist eine Meinung und einer anderen Meinung gleichgestellt. Da braucht man nichts „auszuhalten“ und auch keine „Erklärungsversuche“.
Wenn man halt für Meinungsfreiheit, offenen Diskurs , Toleranz und deswegen für die demokratischen Gepflogenheiten insgesamt und grundsätzlich aufgeschlossen ist.

So., 02.08.2026 - 20:01 Permalink
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Manfred Klotz Mo., 03.08.2026 - 07:09

Antwort auf von Milo Tschurtsch

Auch hier verzerren Sie wieder. Es gibt Meinungen, die auf Fakten basieren und solche, die aus der Luft gegriffen sind. Sie werden schon hoffentlich den qualitativen Unterschied verstehen.
Was beiden gemeinsam ist, ist nur die Freiheit sie auszudrücken. Auf einer Meinung zu beharren, deren Inhalt als falsch widerlegt wird, ist nicht besonders intelligent.

Mo., 03.08.2026 - 07:09 Permalink
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Milo Tschurtsch Di., 04.08.2026 - 07:13

Antwort auf von Manfred Klotz

Ich habe die Freiheit nicht nur etwas auszudrücken sondern kann auch der Meinung sein dass eine sog. „Wahrheit “ eben keine Wahrheit sei sondern eine Interpretation derselben ist.
Denn wie jeder weiß wurden„Wahrheiten“ oft schon widerlegt und neue „Wahrheiten“ geschaffen die dann wieder…….

Di., 04.08.2026 - 07:13 Permalink
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Profil für Benutzer Manfred Klotz
Manfred Klotz Di., 04.08.2026 - 08:09

Antwort auf von Oliver Hopfgartner

Wir sind uns doch einig, dass Meinungen falsch sein können, oder?
Gut. Eine Meinung, die auf Fakten basiert, kann NUR in eine Richtung gehen. Und dass auf Fehlschlüssen basierende Meinungen nicht denselben Stellenwert haben als faktenbasierte, dürfte damit außer Frage stehen. Eine andere Meinung dazu zu haben, ist zwar legitim, aber eine Degradierung von Fakten.
Wohin das führt zeigen Populisten und Feinde der Wissenschaft.

Di., 04.08.2026 - 08:09 Permalink
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Peter Gasser Di., 04.08.2026 - 10:19

Antwort auf von Milo Tschurtsch

Mein Gott....
Fakten implizieren, dass es wirklich so ist; „Meinung“ sagt aus, was jemand meint, nicht was er weiß!
Fakten sind nach derzeitigem Wissensstand oder durch Wirklichkeit „richtig“, Meinung kann richtig ODER falsch sein, zum Beispiel, wenn Sie der Meinung sind, ein Quadrat ist rund.
- Wenn Sie sagen: „das Quadrat ist rund“, ist dies eine FALSCHE Behauptung;
- Wenn Sie sagen: „ich bin der Meinung, ein Quadrat ist rund“, ist dies eine FALSCHE Meinung.

Aufschlussteich, dass sie „Fakten“ in Ausführungszeichen setzen, das Wort Meinung hingegen nicht: sagt eigentlich viel über Ihre Wertung aus...

Di., 04.08.2026 - 10:19 Permalink
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Milo Tschurtsch Di., 04.08.2026 - 21:02

Antwort auf von Peter Gasser

Nein Herr Gasser so einfach ist es nicht , Fakten implizieren längst nicht immer dass etwas so ist und Fakten lassen sich verschieden interpretieren sodass der Fakt selbst relativiert werden kann.
Es gibt nämlich verschiedene Kategorien von Fakten:
Empirische (harte) Fakten: Wasser kocht bei 100 Grad.
Analytische Fakten: Ein Dreieck hat 3 Ecken.
Historische Fakten: Mauerfall 1989 bzw. durch versch. Methoden ermittelt.
Soziale oder institutionelle Fakten : Geld hat einen bestimmten Wert , Datum, Gesetze.....
Wissenschaftliche Fakten: Der höchste Berg der Erde.....
Statistische Fakten: Datenmengen und Zahlen, Ergebnisse von Erhebungen : durchschnittliche Lebenserwartung.....
Und noch andere.
Man kann Fakten aber (je nach Kategorie) deuten, interpretieren und bewerten, als Bausteine nutzen um sich unterschiedliche Überzeugungen zu bilden, aus denselben Fakten können unterschiedliche Meinungen entstehen indem man sie in unterschiedliche Zusammenhänge bringt usw. Manche Fakten müssen sogar interpretiert werden um einen Handlungsoption (die je verschieden ausfallen kann) zu eröffnen.
So gesehen werde ich nicht in Frage stellen dass das Quadrat vier Ecken hat, aber wenn mein Betrieb faktenbasiert 15 Prozent Verlust einfährt werde ich das analysieren , mir verschiedenen Meinungen dazu anhören bzw. den Fakt selbst hinterfragen (wenn wir dies oder jenes eingerechnet hätten wären es nur 10 Prozent gewesen.... oder 20.)
Oder um beim aktuellen Beispiel zu bleiben: Der Fakt dass laut Studie 43 Prozent der Muslime das Grundgesetz ablehnen, könnte hinterfragt werden und zur Anregung anleiten diese oder jene Komponente einzubeziehen (so gesehen wären es dann nicht 43 Prozent ......sondern.......Fakt also relativ.
Wäre die Durchschnittstemperatur dieser Stadt nicht hier sondern anderswo gemessen worden, wären die Fakten (es sind durchschnittlich ........Grad) andere.
Sie sehen dass es die klar objektiven Fakten bei manchen Fakten-Kategorien nicht gibt und es einen Interpretationsspielraum zu bestimmten davon ableitbaren Meinungen gibt.
Die naiv-vereinfachte Behauptung : „Das Quadrat ist eckig und nicht rund“ spiegelt nicht den wesentlich komplizierteren Sachverhalt dieser Frage wider.

Di., 04.08.2026 - 21:02 Permalink
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Profil für Benutzer Peter Gasser
Peter Gasser Mi., 05.08.2026 - 09:30

Antwort auf von Milo Tschurtsch

Das gefällt mir (Zitat): „Sie schaffen die differenzierte Betrachtungsweise“:

- Gerade aus dem Mund eines Gesprächspartners, der sich vorwiegend aus verschwörungstheoretischem und rechtslastigem Gedankengut bedient (Verlinkungen), letzthin mit einfachen KI-Zusammenfassungen eigenen Überblick ins Bild zu pinseln versucht, gefällt mir dieses Lob (insgeheim wollten Sie ja nur die zu Ihrer Aussage gegeneilige Wirklichkeit leugnen, ich weiß, ich weiß...)

- Zudem: bei Ihnen scheint mir „differenzierte Betrachtungsweise“ zuweilen zu sehr ‚alternative Fakten‘ zu bedeuten, und auf dieses dünne bzw. eingebrochene Eis begebe ich mich bewusst nicht.

Mi., 05.08.2026 - 09:30 Permalink