„Es lebe der 2. Mai“
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Das Theaterstück Tyrol 1525 – Szenen aus dem Bauernkrieg, vom Südtiroler Kulturzentrum 1976 aufgeführt, sorgte für mehrere Auftritte und Aufsehen. Es machte die Figur Gaismair vor genau 50 Jahren „breiteren Kreisen bekannt und begründete eine Tradition des kritischen Blicks auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im Land“, meinte die Historikerin Martha Verdorfer bei ihrem Vortrag vor wenigen Monaten im Landtag.
Wir haben aber durch den Gegenwind, natürlich auch mehr Energie gehabt...
Einer, der damals bei Tyrol 1525 – Szenen aus dem Bauernkrieg auf der Bühne stand war der zeichnerische SALTO-Aktivist und Künstler Benno Simma. Im Zentrum des bei ihm im Atelier gedrehten Videobeitrags steht unter anderem die legendäre Arbeiter-Singgruppe um Simma. Die politische Stimmung war angespannt damals, erinnert sich der kreative Intellektuelle, „Vertreter der dominanten Kräfte wie der SVP und konservative Athesia-Medien griffen die Gruppe scharf an.“ Trotz – oder gerade wegen – dieses Widerstands entwickelte die Gruppe großen Antrieb und Engagement. -
(c) SALTO
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Die Arbeiter-Singgruppe verstand sich als Stimme der Arbeiterklasse und griff sowohl traditionelle bäuerliche Lieder als auch Arbeiterlieder auf, teils auch auf Italienisch. Letzteres war damals ein Tabubruch, da die Sprachgruppen stark getrennt waren. Politisch positionierte sich die Gruppe kritisch gegenüber offiziellen Feierlichkeiten wie dem 1. Mai oder dem 25. April. Diese waren ihnen damals zu institutionalisiert. Stattdessen propagierte man eine dauerhafte Auseinandersetzung mit Arbeiterrechten, symbolisiert durch den Slogan „Es lebe der 2. Mai“.
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