Going green
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Going green: Die Schlüsselrolle von grünem Wasserstoff in Mobilität und Industrie
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Wasserstoff ist keine primäre Energiequelle, sondern ein Energieträger. Genau deshalb kann er in der Energiewende eine wichtige Rolle spielen: Wird er mit erneuerbarer Energie erzeugt, kann er helfen, Emissionen in jenen Bereichen zu reduzieren, in denen eine direkte Elektrifizierung schwieriger ist – etwa in energieintensiven Industrien, im Schwerverkehr und in bestimmten Fällen auch bei der Langzeitspeicherung.
Wie wird grüner Wasserstoff hergestellt?
In der Natur kommt Wasserstoff nicht in freier Form vor – er muss unter Einsatz von Energie hergestellt werden. Grüner (oder erneuerbarer) Wasserstoff entsteht durch die Elektrolyse von Wasser, wobei Strom aus erneuerbaren Energiequellen genutzt wird. Entscheidend für die Klimabilanz ist dabei die Herkunft des eingesetzten Stroms: Je emissionsärmer die verwendete Elektrizität, desto geringer sind auch die Emissionen des produzierten Wasserstoffs.
Wofür wird er wirklich gebraucht?
Grüner Wasserstoff ist vor allem dort sinnvoll, wo Emissionen nur schwer oder kaum vermieden werden können – in den sogenannten “Hard-to-abate”-Sektoren, in denen es nur wenige oder weniger effiziente klimafreundliche Alternativen gibt.
Dazu zählen insbesondere:
- Schwerverkehr (Busse, LKWs, Langstreckentransporte)
- Energieintensive Industrieprozesse (in ausgewählten Anwendungsfällen)
Warum wird er noch nicht überall eingesetzt?
Weil grüner Wasserstoff derzeit noch nicht flächendeckend verfügbar ist. Die wichtigsten Gründe dafür sind:
- noch hohe Kosten im Vergleich zu fossil erzeugtem Wasserstoff;
- der notwendige Aufbau spezieller Infrastrukturen (Produktion, Speicherung, Transport und Verteilung) und
- eine Nachfrage, die sich noch im Aufbau befindet.
Die Richtung ist jedoch klar: Die Kosten sinken, die Zahl der Projekte steigt. Mit wachsender Infrastruktur und Nachfrage kann sich die gesamte Wertschöpfungskette schrittweise etablieren.
Wann ist sein Einsatz sinnvoll – und wann nicht?
Grüner Wasserstoff ist sinnvoll, wenn:
- er in Hard-to-abate-Sektoren eingesetzt wird;
- er für langfristige Energiespeicherung in gezielten Anwendungen genutzt wird.
Er ist hingegen nicht die beste Lösung, wenn:
- Strom direkt genutzt werden kann (was fast immer effizienter ist);
- geeignete Infrastrukturen fehlen;
- keine stabile Nachfrage besteht, die Investitionen rechtfertigt.
Die Rolle von Alperia bei der Entwicklung von Wasserstoff
In diesem Kontext arbeitet Alperia an grünem Wasserstoff als Infrastrukturentwickler und Projektpartner, mit dem Ziel, erneuerbare Energieproduktion und konkrete Anwendungen – insbesondere im Mobilitätsbereich – miteinander zu verbinden.
Zu den wichtigsten Initiativen zählen:
- H2 South Tyrol (Bozen) Im Wasserstoffzentrum, das von IIT Scarl betrieben wird, ist seit 2014 eine der ersten italienischen H2-Tankstellen für Autos und Busse in Betrieb. Dazu gehört auch eine Produktionsanlage für Wasserstoff mittels Elektrolyse, gespeist mit erneuerbarer Energie.
- Forschung und Innovation Alperia hat einen Lehrstuhl an der Freien Universität Bozen finanziert, um die Entwicklung von Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beschleunigen – von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Verteilung.
- Tankstelle Bruneck Ost (2026) Im Januar 2026 eröffnet, ist sie die erste “grüne Tankstelle” Italiens: Sie kombiniert Wasserstoffbetankung und ultraschnelles Laden aus erneuerbaren Energiequellen. Die Anlage kann bis zu 800 Kilogramm Wasserstoff pro Tag abgeben (erweiterbar) und ist mit Systemen für 350 und 700 bar ausgestattet. Der Wasserstoff wird in Bozen produziert und zur Tankstelle transportiert. Entwickelt wurde das Projekt von Alperia, der operative Betrieb erfolgt durch IIT Hydrogen. Investitionsvolumen: rund 12,6 Millionen Euro, kofinanziert durch den NARP (PNRR).
- Projekt mit SASA (Bozen Süd) Derzeit wird eine 2-MW-Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff realisiert, die ebenfalls durch den NARP (PNRR) kofinanziert wird und vor allem für den lokalen öffentlichen Verkehr vorgesehen ist. Alperia beteiligt sich mit 49 Prozent am Projekt.
Zusammengefasst agiert Alperia als Entwickler und Ermöglicher entlang der Wertschöpfungskette und trägt dazu bei, grünen Wasserstoff zu einer konkreten Lösung zu machen – insbesondere in jenen Bereichen, die besonders schwer zu dekarbonisieren sind.
Damit Wasserstoff zu einem wirksamen Hebel wird, braucht es unterstützende politische Rahmenbedingungen, einfachere Genehmigungsverfahren und einen stabileren Nachfragemarkt. Nur so kann sich grüner Wasserstoff von einer vielversprechenden Technologie zu einer breit eingesetzten Lösung in den passenden Anwendungsfeldern entwickeln.
Die H2-Tankstelle in Bruneck…
Die H2-Tankstelle in Bruneck kann „bis zu 800 kg“ Wasserstoff abgeben, aber … wer tankt dort schon, wenn es weder H2-Autos (vielleicht ein paar wenige) noch H2-Lkw gibt? Wurden also 12,6 Millionen Euro für ein Projekt ausgegeben, das nur Staub ansammelt? Es wirkt wie der Traum eines Einzelnen, der hartnäckig verfolgt wird, ohne auf Kritik zu hören, aber mit öffentlichen und halböffentlichen Geldern. Übrigens wird einerseits in die Mobilität (nicht vorhandener Wasserstoff) investiert und andererseits darauf hingewiesen, dass grüner Wasserstoff nur dann Sinn macht, wenn er in „Hard-to-abate-Sektoren eingesetzt wird; er für die langfristige Energiespeicherung in gezielten Anwendungen genutzt wird.“ Und dass er nicht die Lösung ist, wenn „keine stabile Nachfrage besteht, die Investitionen rechtfertigt.“ Das sind doch erhebliche Widersprüche, da die genannten Sektoren bisher keine praktische Anwendung gefunden haben, zumindest in Südtirol und nur versuchsweise im Trentino.
Die pummel-witzige…
Die pummel-witzige Wasserstoff-Forschung der ALPRIA, die ganz sicher nie zu verwertbaren Ergebnissen führen wird, wird den Stromkunden aufgedonnert ...!
Wie ALPERIA richtigerweise…
Wie ALPERIA richtigerweise schreibt, den Gedanken aber dann leider nicht zuende führt. Wasserstoff macht in Hard to abate Sektoren Sinn!
Hier die wissenschaftlich publizierte und immer wieder zitierte Hydrogen Ladder. Dort kann man sehr gut erkennen, das Autos (wie im Bild suggeriert) und Busse wie im Text beschreiben, hier definitiv nicht dazugehören. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Hydrogen_Ladder,_Version_5…
Entscheidungsträger der öffentlichen Hand aber auch von öffentlichen Betrieben entscheiden hier fern von ökologischen aber auch ökonomischen Überlegungen (ist ja nicht deren Geld). Während die viele Länder Ihre Wasserstoffbusse stillegen, geht Südtirol leider wieder in die flasche Richtung.