Politica | Doppelpunkt

„Es betrifft uns alle“

Wer muss noch zur Teilnahme bei der morgigen Kinder- und Familiendemo überzeugt werden? SALTO hat dazu bei Mitorganisatorin Barbara Plagg nachgefragt. Im Homeoffice.
Manuela Tessaro

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Die Aktivistin, Autorin und Mitorganisatorin Barbara Plagg ruft (gemeinsam mit Heidi Flarer, Doris Albenberger, Ingrid Kapeller, Christa Ladurner) zur Demonstration am Samstag in Bozen (Silvius-Magnago-Platz, 10 Uhr) auf, um auf die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Südtirol aufmerksam zu machen. 

Große Familiendemo: Gefordert werden ganzjährige Kindergarten- und Schulangebote, flexible Betreuung sowie bessere Bezahlung für Lehr- und Pflegepersonal. Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste

Laut Studien liegt Südtirol in Italien auf dem letzten Platz. Familien müssten Betreuungslücken privat auffangen, was besonders Frauen belaste: Viele reduzieren ihre Arbeit oder steigen ganz aus dem Beruf aus, nicht freiwillig, sondern wegen fehlender Kinderbetreuung und Nachmittagsangebote. Barbara Plagg kritisiert, dass Sorgearbeit gesellschaftlich nicht anerkannt werde und Frauen dadurch später oft von Altersarmut betroffen seien. Betreuung dürfe aber keine Geldfrage sein, sondern müsse als sozialpolitische Aufgabe verstanden werden. Die Demonstration solle, so Plagg, politischen Druck erzeugen, da Gespräche und Studien bislang kaum Veränderungen bewirkt hätten. Hören Sie rein!

Doppelpunkt mit Barbara Plagg

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