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SVP

Der Rückzug

Jasmin Ladurner kündigt an, dass sie für ein Amt in der Regionalregierung nicht mehr zur Verfügung stehe. „Diese Polemik ist nicht mein Politikstil“.
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Die Frau weiß, was sie will. „Ich bin als junger Mensch angetreten, um auch einen neuen Stil in der Politik zu vertreten“, sagt Jasmin Ladurner. Die SVP-Landtagsabgeordnete ist seit Wochen als neue Regionalassessorin im Gespräch. Weil jetzt aber herauskam, dass bei einer fünfköpfigen Regionalregierung ein Sitz der Südtiroler Lega-Abgeordneten Rita Mattei zufällt, steht die SVP vor einer Zerreißprobe. Die Partei ist gespalten in eine Gruppe, die ein Aufstockung der Regionalregierung auf sechs Mitglieder befürwortet und damit wäre ein Platz für Ladurner gesichert und eine andere Gruppe, die darin eine Aufwertung der Region sieht und deshalb vehement dagegen agiert.
Jasmin Ladurner hat sich bisher konsequent aus der Diskussion herausgehalten. Geht es indirekt doch um ihr mögliches Amt.
„Ich stehe für dieses Amt nicht mehr zu Verfügung“
Jetzt bricht die 25jährige Partschinser Politikerin aber ihr Schweigen und tut einen mutigen Schritt. „Ich finde es schade, dass die Diskussion längst die sachliche Ebene verlassen hat“, sagt Ladurner zu salto.bz.und das Ganze nur mehr auf meine Person zugeschnitten wird“. Vor diesem Hintergrund zieht die SVP-Abgeordnete selbst die Handbremse. „Ich stehe für dieses Amt nicht mehr zu Verfügung“, sagt sie mit Nachdruck. Obwohl vom Parteiausschuss bereits für das Amt der Regionalassessorin designiert, zieht Ladurner ihre Kandidatur offiziell zurück. 
Dass eine Politikerin ganz am Anfang ihrer Karriere freiwillig auf ein Amt verzichtet, ist kein alltäglicher Schritt. Sicher ist: Jasmin Ladurner nimmt durch ihren freiwilligen Rückzug einiges an Druck von der SVP. Vor allem aber hält sie damit die Zügel über ihr politisches Schicksal weiterhin selbst in der Hand. Es ist ein Paukenschlag mit dem ihre SVP internen Gegnerinnen und Gegner wohl kaum gerechnet haben.
Diese Polemik ist einfach nicht mein Politikstil“, sagt Ladurner, die nach eigenen Angaben den Schritt gut überlegt hat.
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Kommentare

Bild des Benutzers Oliver H.

super gemacht. Einerseits ein langfristig gesehen kluger Schritt und andererseits Ausdruck von politischem Feingefühl.

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Ich finde auch, dass das eine gute Entscheidung war. Wenn in Zukunft die Boulevardpresse auch vermieden wird, dann wird aus dieser Frau was!

Bild des Benutzers kurt duschek

....wo ist in Südtirol die Boulevardpresse?

Bild des Benutzers Mensch Ärgerdichnicht

Bozen in der Silbergasse 5.

Bild des Benutzers kurt duschek

....gute Antwort. War mir nicht bekannt!

Bild des Benutzers Ralph Kunze

Der Rückzug kam wohl in der allerletzten Sekunde. Nicht besonders glaubhaft die Aktion. Weder von der SVP noch vom Mädel. Peinlich.

+1-11
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