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Salto Afternoon

Schlossmythen

Vertreter und Vertreterinnen der Gemeinde Eppan an der Weinstraße konnten sich am Vormittag über den Sieg der dritten Ausgabe der Prämierung „Location of the Year“ freuen
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In einer Rede, die der Lyriker Rainer Maria Rilke am 5. März 1898 in Prag vor Studenten vorgetragen hatte, beschrieb er Schloss Englar in Eppan, als "entzückendes altes Schlößchen in Südtirol", welches sein Freund Otto Julius Bierbaum "zu mythen (so muß man wohl statt mieten in diesem Falle sagen!)"  wusste.

Ein Märchen von einem Schloß
(Rainer Maria Rilke)

Über 120 Jahre später kommt Schloss Englar zu neuen Ehren. Zum einen wurden in der Schlossstube die verschiedenen Auszeichnungen im Rahmen der IDM-Prämierung "Location of the Year" vergeben, zum anderen wurden auch Schloss und Besitzerfamilie prämiert.

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Sonderpreis für Schloss Englar: Moderatorin Katja Lechtaler und das Ehepaar Khuen-Belasi. Schloss Englar wurde als „beste Film- und TV-Location“ ausgezeichnet. Das Schloss diente bereits als Drehort für zahlreiche Filme. / Foto: Salto.bz

Eine Expertenjury bewertete die Vorschläge der Location-Scouts und Produktionsfirmen, die im vergangenen Jahr Filme und TV-Serien in Südtirol gedreht hatten. Das Rennen machte am Ende die Gemeinde Eppan an der Weinstraße, die „über eine Vielfalt an besonderen Filmkulissen“ verfüge und  stets eine "erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und den Akteuren der Film- und TV-Branche“ garantiere. Dies wussten bereits vor der IDM-Filmförderung Regisseure wie Volker Schlöndorff, der in den 1970er Jahren mit Margarethe von Trotta am Montiggler See drehte oder Bond-Girl Karin Dor, die mehrere Jahre in Eppan/Pigeno urlaubte. Unmitelbar neben dem prämierten Schloss.

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Ausgezeichnete Siegergemeinde: Bürgermeister und Gemeinde-Team nehmen die IDM-Auszeichnung entgegen / Foto: Salto.bz

Der Eppaner Bürgermeister Wilfried Trettl freute sich über die Auszeichnung, bedauerte allerdings „noch nie in einem Film mitgespielt“ zu haben, zumal er doch als einstiger Schauspieler der Dorfbühne immer wieder im Theater zu sehen war.

Für die Disponibilität und das große Engagement bei den Dreharbeiten wurde der Tourismusverein Innichen prämiert.

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"Un passo dal cielo": Prämie für den Tourismusverein Innichen / Foto: Salto.bz

Auch Kastelruth war in den vergangenen Jahren wiederholt Schauplatz von Dreharbeiten, zu deren Gelingen Michael Eppacher maßgeblich beigetragen hat. Der Verantwortliche der Forststation Kastelruth erhielt eine besondere Nennung, weil er die Arbeit der Location-Scouts und Location-Manager durch seinen Einsatz erheblich erleichtert.

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Südtiroler Filmförster: Michael Eppacher / Foto: Salto.bz

Für die Aufgeschlossenheit des Amtes für Forstwirtschaft der Südtiroler Landesverwaltung bei Dreharbeiten in Südtirol, vergab die Fachjury ebenfalls eine besondere Erwähnung. Zum Thema „Grüne Filme drehen“ wurde im Anschluss an die Prämerung eine Tagung abgehalten.

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Aufgeschlossenes Amt für Forstwirtschaft / Foto: Salto.bz

 

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