Politics | Rouhani-Besuch

Orgoglio nazionale

Renzi & Co. auf Knien vor dem iranischen Staatschef, der Milliardenaufträge und Erdgas verspricht.

Seit einer Woche befinde ich mich wieder in Rom - sozusagen zur Erholung vom radikalislamischen Wahnsinn, der sich in der Türkei zusehends ausbreitet.

Einen schlechteren Zeitpunkt hätte ich mir allerdings nicht aussuchen können: der radikale Islam - wenngleich schiitischer Natur - holte mich auch in Rom ein, wegen des Staatsbesuchs des iranischen Obermullahs Hassan Rouhani.

Als bereits am ersten Besuchstag die Bilder der verhüllten Venusstatue in den italienischen Medien auftauchten, erfasste mich eine unbändige Wut. Ich wartete ab, ob irgendjemand auf diesen unentschuldbaren Ausrutscher der Renzi-Regierung reagierte. Und ich bin überglücklich, dass diese unsägliche Geste weltweite Empörung hervorgerufen hat.

Als deutschsprachige Südtirolerin (ja, ich bezeichne mich als solche!) hat mich dieser Vorfall mit einer gewissen Schadenfreude erfüllt. Denn wie heißt es doch auf dem Siegesdenkmal in Bozen: uns (deutschsprachigen) Barbaren habe das faschistische römische Reich die Kultur gebracht! 

Und jetzt schämt sich die Nation dieser Kultur!

Wobei der Begriff Nation in diesem Zusammenhang natürlich ungerecht ist. Denn die übergroße Mehrheit der Italiener ist über die Verhüllung der unbekleideten Venusstatue genauso entsetzt wie der Rest der abendländisch ausgerichteten Welt.

Nicht von ungefähr hat sich dieser Vorfall unter der Regierung Renzi ereignet. Der junge Florentiner Usurpator (er ist noch immer nicht vom Volk gewählt!) kennt keine Grenzen, wenn es um Macht und Reichtum geht.  Symptomatisch auch sein Verhalten anlässlich seines jüngsten Saudi-Arabien-Besuchs, als ein Scheich, wie üblich, jedem hochrangigen Mitglied der italienischen Delegation eine goldene Rolex-Uhr aushändigte.

Renzi ordnete sofort an, dass die Uhren eingesammelt und auf sein Zimmer gebracht werden. Ein frustriertes Delegationsmitglied machte den Vorfall publik und erst dann sabberte der toskanische Springinsfeld etwas über  eine nicht näher definierte "Wohltätigkeit", der die Uhren zugutekommen sollten.

Zurück zu Rouhani: bereits der erste Besuchstag war ein Affront - nicht nur gegenüber den Kulturgütern, derer sich Italien sonst immer rühmt, sondern auch gegenüber den Frauen. Als dem Staats-Gast aus der ISLAMISCHEN Republik Iran die italienische Delegation vorgestellt wurde,  zuckte der Mullah plötzlich zusammen, als er einer Frau gegenüberstand. Salbungsvoll affektiert zog er seine Hand zum Gruss an die Brust, weil man Frauen in streng islamischen Ländern ja nicht die Hand geben darf! 

Mir geht das islamische Macho-Gehabe definitiv gegen den Strich. Und meine Obergrenze an Toleranz gegenüber solchen Verhaltensweisen in einem Gastland ist überschritten. Wenn sowas als Islamophobie bezeichnet wird - bitte .

Ich warte noch immer auf den großen Aufschrei der muslimischen "Gerechten", also jener weltoffenen, liberalen Muslime, die zusehends in Minderheit geraten.

Die Kritik am radikalen, demokratie- und frauenfeindlichen Islam darf nicht mit der Flüchtlingsfrage vermischt werden.

Genau das aber geschieht - seitens der "linken" Gutmenschen, die jede Kritik a priori verurteilen und seitens der "rechten" aufgeschreckten Kleinbürger, die den Islam für die vom Westen verursachte Misere verantwortlich machen.

Einen sehr bitteren Nachgeschmack hat der Rouhani-Besuch auch für die italienischen Juden. Denn heute wird in Italien der Tag des Gedenkens an den Holocaust begangen. Und ausgerechnet heute geistert der obererste Vertreter des Iran, der den Holocaust leugnet, noch in Rom herum.

Wäre das nicht zu vermeiden gewesen? Wer hat das vermasselt? Der Chef des Protokolls im Ministerratspräsidium oder sein Amtskollege im Außenministerium?

17 Milliarden Euro sind viel Geld und Sauerstoff für die gebeutelte italienische Wirtschaft. Bei den iranischen Aufträgen handelt es sich aber vorwiegend um Waffen und Technologie. Und damit um die massive Aufrüstung eines Staates, der 1000 Regimegegner oder Religions-Sünder pro Jahr hinrichten lässt und jede demokratische Bewegung im Keim oder in Folterkellern erstickt.