Achammer will Lehrkräfte besser bezahlen

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Die Initiative „Qualitätsmarke Bildung Südtirol“ hat sich am Donnerstag, den 3. April, mit Bildungslandesrat Philipp Achammer ausgetauscht. Die wohl wichtigste Nachricht vorab: Achammer will den Kollektivvertrag der Südtiroler Lehrkräfte anpassen, um das Berufsbild wieder attraktiver zu machen.
Das Einlenken vonseiten der Politik dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Initiative aus dem Vinschgau mittlerweile Unterstützung erhalten hat: Die Aktionsgruppe „Bildung am Abgrund“ aus dem Pustertal kritisierte kürzlich in einem offenen Brief die mangelnde Wertschätzung für Lehrkräfte. Auch die Schulführungskräfte des Bildungsverbundes Burggrafenamt haben sich dem Protest angeschlossen: „Sie erinnern dabei an die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Bildung und an die Notwendigkeit, dass genügend hochqualifizierte und engagierte Lehrpersonen zur Verfügung stehen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die angemessene Bezahlung der Pädagoginnen und Pädagogen“, erklärt der Direktor der Fachoberschule für Tourismus und Biotechnologie „Marie Curie“ in Meran, Markus Dapunt, in einer Aussendung.
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Offenbar zeigt der erzeugte Druck nun Wirkung: „Wir hatten ein sehr offenes Gespräch mit dem Landesrat und er hat uns in allen Punkten recht gegeben. Sie merken, dass unter uns Lehrkräften Unruhe herrscht“, erklärt Florian Niederfriniger, Lehrkraft und Teil der Initiative in Schlanders. Neben der besseren Bezahlung fordern die Lehrkräfte auch eine differenzierte Vergütung bei Berufsneulingen. „Es muss einen Unterschied machen, ob eine Person gleich nach der Matura vor der Klasse steht oder ein Lehramtsstudium abgeschlossen hat“, so Niederfriniger. Derzeit ist das Einstiegsgehalt für alle dasselbe.
Auch die Größe der Schulklassen und die verschiedenen Problemsituationen durch fehlende Sprachkenntnisse oder psychischen Krankheiten tragen dazu bei, dass die Belastung für das gesamte Schulpersonal steigt. Wenn in einer Klasse mit bis zu 27 Schülerinnen und Schülern mehrere Deutschdefizite aufweisen, sei der Unterricht auf einem hohen Niveau schwierig. Zudem müssen Unterlagen für Kinder und Jugendliche vorbereitet werden, die derzeit keine Schule besuchen können und in einer Struktur untergebracht sind. „Hier sind wir Lehrkräfte und auch die sozialpädagogischen Fachkräfte an der Schule bei weitem überfordert“, sagt Niederfriniger.
Bildungslandesrat Achammer hat nun gegenüber der Initiative „Qualitätsmarke Bildung Südtirol“ angekündigt, für den Jahreshaushalt im neuen Jahr 2026 zusätzliche Mittel für Lehrkräfte zu fordern. Zudem soll die Initiative den Bildungsgipfel mitgestalten, den Achammer in naher Zukunft abhalten möchte. „Er freut sich über unser Engagement, weil er so in der Politik leichter etwas bewegen kann“, erklärt Niederfriniger.
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Achhammer macht ja auch alles der Amhof nach um auch manchmal im Mittelpunkt zu stehen.Aber alle Lehrpersonen haben von diesem Typen die Schnauze ( entschuldige den Ausdruck) richtig voll,denn diese Versprechungen hat der Lachhammer den Lehrpersonen schon vor vielen Jahren gemacht.
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Achammer will immer!!! Nur weiß er aber selber nicht, was er überhaupt will ...