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100 Millionen Euro

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte die Volksbank heute ihre Bilanz des Jahres 2023 vor. Viele der Anwesenden interessierte jedoch ein ganz bestimmtes Thema.
  • Das Nettovermögen der Volksbank stieg im Jahr 2023 auf eine Höhe von 910 Millionen Euro. Der Nettogewinn auf etwas über 100 Millionen. Im Vergleich zum Jahr 2022 (circa 75 Millionen) handelt es sich hierbei um einen Zuwachs von etwa 25 Millionen Euro. Der Volksbankpräsident Lukas Ladurner gibt sich zufrieden: „Die Volksbank ist solide, effizient und wächst. Das hohe Vergütungsniveau des Vorjahres von rund einem Euro pro Aktie wird damit bestätigt“. Dies entspreche einer Rendite von 12 Prozent

    Aus der Konferenz geht hervor, dass die Ergebnisse des Jahres 2023 den Trend der letzten Jahre bestätigen würden und einen sehr guten Auftakt für den Strategieplan „I-mpact 2026“ darstellen würden. Die wichtigsten Ergebnisse des letzten Jahres seien folgende gewesen: Eine positive Entwicklung der Kundenvolumen in allen wesentlichen Geschäftsbereichen mit einer Steigerung der Marktanteile, ein Zuwachs von 21 Prozent der Erträge des Kerngeschäfts auf über 376 Millionen Euro, eine weitere Reduzierung des Kreditrisikos, welches sich quasi neutralisiert habe, ein Anstieg der ordentlichen Verwaltungskosten. Diese seien jedoch trotz Inflation geringer als der Zuwachs der Erträge ausgefallen. Letztlich: Eine ausgezeichnete Ertragskraft mit einer Eigenkapitalrendite von 11,9 Prozent, die weit über dem italienischen und europäischen Durchschnitt liegen würde. 

  • Lukas Ladurner: „Es kann so weiter gehen.“ Foto: Volksbank

    Präsident Ladurner bedankt sich bei den Mitarbeitern, diese hätten das geänderte Marktumfeld steigender Zinsen gut gemeistert. Außerdem hätte sich auch die Solidität der Bank verbessern können und ein Nettovermögen von 19,2 Euro je Aktie erzielt werden können. „Die Aktionäre profitieren von der gestärkten Liquidität der Aktie und werden außerdem eine sehr gute Rendite erhalten“, so Ladurner. Was die Dividenden angeht, so könne die Volksbank auch hier überzeugen. Erreichten diese im Jahr 2022 noch eine Höhe von 0,62 Euro je Aktie, so seien sie nun bei 0,67 Euro pro Aktie.

    Auch Generaldirektor Alberto Naef ist zufrieden mit dem vergangenen Jahr: „Es war ein ideales Übergangsjahr zwischen dem Strategieplan Sustainable 2023 und dem neuen Plan I-mpact 2026. Naef weist außerdem auf das „Cost Income Ratio“ hin. Dieses lag 2022 noch über 50 Prozent (52,1). Ein Jahr später sei es um knapp drei Prozentpunkte gesunken (49,3). 

    Vizegeneraldirektor Georg Mair am Tinkhof schließt ab: „Durch die positiven Ergebnisse 2023 konnte die Solidität gesteigert werden. Das wurde auch von zwei international renommierten Ratingagenturen, S&P Global Ratings und DBRS Morningstar, mit der Bonitätsklasse Investment Grade bestätigt.“ Ihm zufolge konnte auch die strukturelle Liquiditätssituation der Bank weiter gestärkt werden. Im laufenden Jahr werde man vor allem die makroökonomische Entwicklung weiter beobachten und dabei sowohl aus Risiko-, als auch aus Chancensicht bewerten. Insbesondere im Hinblick auf das Zinsrisiko

     

    „Natürlich nehmen wir das Ergebnis zur Kenntnis.“

     

    Eine letzte Frage stand jedoch noch im Raum. Wie steht die Volksbank zu der vom Oberlandesgericht abgelehnten Berufung im Fall der Sammelklage? Lukas Ladurner erläutert: „Natürlich nehmen wir das Ergebnis zur Kenntnis. Es ist jedoch festzuhalten, dass es hier nicht darum geht, wer im Fall recht hat, sondern lediglich darum, ob die technischen Elemente für eine Sammelklage vorhanden sind. Was den Fall bezüglich des Produktdatenblattes zu den Risiken einer Aktie angeht, findet im April die erste Verhandlung statt.“