Ulli Mair kündigt Wobi-Reform an
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Die Sitzung der Landesregierung endete gestern, ohne dass eine Entscheidung gefällt wurde. Wohnbaulandesrätin Ulli Mair (Freiheitliche) hatte bereits vor mehreren Tagen vorgeschlagen, dass der scheidende Verwaltungsrat des Instituts für sozialen Wohnbau (Wobi) nicht mehr neu besetzt wird. Das stoß vor allem bei den italienischen Regierungsparteien (Fratelli d’Italia, Forza Italia, Civica) auf Kritik, da bisher sie die Präsidentin oder den Präsidenten des Wobi wählten.
Mair will die Aufgaben des Verwaltungsrats zukünftig dem Generaldirektor übertragen. „Im Rahmen der Diskussion wurden sowohl die Vorteile als auch die Herausforderungen dieses Ansatzes eruiert und diskutiert“, erklärt die Landesrätin im Anschluss an die Sitzung. Die Regierungsmitglieder haben sich nun darauf geeinigt, dass Mair ein Maßnahmenpaket für eine Wobi-Reform vorstellen wird. Es soll „künftig moderner, leistungsfähiger und effizienter“ aufgestellt werden.
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Der Hintergrund
Der Verwaltungsrat des Wobi soll im April neu besetzt werden, zudem wird Generaldirektor Wilhelm Palfrader in den Ruhestand treten. Bei der Neubesetzung des Verwaltungsrats würde für die Besetzung der Präsidentschaft der Landtagsabgeordnete Angelo Gennaccaro (Civica) an die Reihe kommen. Doch das informelle Treffen der Regierungskoalition, zu der Gennaccaro gehört, endete offenbar ergebnislos.
Auch die ehemalige Landesrätin für Wohnbau, Waltraud Deeg (SVP), hatte in der vorigen Legislaturperiode versucht, das Wobi neu aufzustellen, um die Wobi-Wohnungen einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Angesichts immer höherer Immobilienkosten haben viele Menschen in Südtirol Schwierigkeiten trotz Arbeit, einen angemessenen Wohnraum zu finden. Für junge Menschen ist das unter anderem auch ein Grund, das Land zu verlassen.
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Wobi-Verwaltungsrat
Die Mitglieder im Verwaltungsrat sind derzeit die Präsidentin Francesca Tosolini, die Vizepräsidentin Sabine Fischer und Tony Tschenett, der von den Gewerkschaften vorgeschlagen wurde. Das Ende ihrer Amtszeit wird laut der Wobi-Satzung an die Schlussbilanz des Dreijahreszeitraums 2023 bis 2025 geknüpft.
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Die Uli isch ehh nu fost die…
Die Uli isch ehh nu fost die uanzige wos eppas tuat ....
Ja, sie ist die einzige…
Ja, sie ist die einzige welche einen Fehler nach dem anderen macht .