Aufhofner Kofel
Foto: Oswald Stimpfl
Gita | Ausflug der Woche

Von Dietenheim nach Amaten

Eine kleine Rundwanderung von Dietenheim zu schönen Ausichten in Amaten.

Länge: 5,1 km

Gehzeit: 2 h

Höhenmeter: 325 Hm

Anfahrt: Auf der Brunecker Nordumfahrung bei Ditenheim ausfahren, den Schildern zum Sportplatz folgen, dort Parkplatz. Busverbindung bis Dietenheim, Citybus Bruneck Linie 420, Fahrplan unter www.suedtirolmobil.info


Auf der Sonnenseite des Brunecker Talkessels schmiegt sich der Weiler Dietenheim an den am Bergfuß. In dieser sonnigen Gunstlage liegen die schönsten alten Bauernhäuser, manche sind richtige Ansitze, wie man sie sonst in den Städten sieht, mit Ecktürmen, schön gestalteten und freskierten Fassaden, ein Zeichen von Bauern-, Landadel und Wohlstand. Etwas erhöht breitet sich eine kleine Wiesenterrasse mit den Einzelhöfen von Amaten aus, einer davon, der Oberraut, ist auch ein bekanntes Gasthaus und unser Ziel. Für den Abstieg wählen wir den Waldweg, der uns zu einem unvergleichlichen Aussichtspunkt, den Aufhofener Kofel führt.

Unsere Wanderung beginnt am Sportplatz, wenig oberhalb des Volkskundemuseums in Dietenheim. Das Gasthaus Oberraut ist jetzt im Spätherbst geschlossen, deshalb packen wir eine Jause in den Rucksack, auf der Höhe gibt es entlang von Trockenmauern sonnige, windgeschützte Plätzchen mit Sitzbank und Prachtausblick. Los geht's: Nach wenigen Minuten zeigt ein Pfeil zum geheimnisvollen Franzosenfriedhof im Wäldchen unterhalb der Straße. Wieder zurück am Weg, folgen wir der Markierung Nr. 4, es ist der schnellste und direkteste Weg, ein Feldweg, der sich bald zu einem schöner Waldsteig verengt, der kräftig bergauf geht und uns bei gemütlicher Gangart in einer knappen Stunde zum Oberraut führt. Es geht dabei durch schütteren Föhrenwald über teils holprige steinige Steigstücke. Auf der Höhenterrasse mit den weiten Wiesen und dem Gasthof Oberraut angelangt, genießen wir die prächtige Aussicht. Entlang einer Trockenmauer queren wir den Wiesenhang (Markierung 5A), der Weg taucht in den Wald ein und geht bergab, die Richtungsschilder geben Gais als Ziel an. Bei einer Weggabelung treffen wir auf die Schilder Aufhofenerkofel, Nr. 4A, wir folgen ihnen in südwestlicher Richtung, eben und in leichtem Auf- und Ab bis zum Aussichtspunkt bei einem markanten Felsvorsprung und einem großen Holzkreuz. Hier folgen wir dem gut ausgeprägten Steig nach links in östlicher Richtung, er verbindet sich bald mit dem breiten Wanderweg Nr. 4/A, der durch den Wald, steiler werdend, zum Huber-Hof, dort zwischen Haus und Wirtschaftsgebäude hindurch und nun auf kurzer Asphaltstraße über weite Wiesen zum Ausgangspunkt beim Sportplatz zurückführt.

Der Franzosenfriedhof bei Dietenheim

Im Wäldchen neben dem Aufstiegsweg erinnert ein kleiner Waldfriedhof mit Holzkreuzen an ein kriegerisches Ereignis im fernen Jahr 1809, als sich hier im Dezember Tiroler Schützen ein letztes Gefecht mit den Soldaten des französischen Heeres lieferten. Es sollen hier um die 11 Gefallene (Franzosen, Bayern oder Sachsen) begraben worden sein.


Einkehr

Im Spätherbst und Winter ist das Restaurantangebot etwas eingeschränkt, hier unsere Tipps:

Gasthof Oberraut

Familie Feichter, Amaten 1, 39031- Bruneck, Tel.: 0474 559977, www.oberraut.it. Do Ruhetag. Mitte November bis Mitte Dezember wegen Ferien geschlossen.