Economia | Wettbewerb

Schlanders macht das Rennen in Brüssel

EU-Einzelhandelspreis: Bürgermeisterin Christine Kaaserer hat gestern Abend mit einer Vinschger Delegation den ersten Preis von der EU-Kommission entgegengenommen.
EU-Städtepreis Schlanders
Foto: hds
  • Schlanders setzt sich im Finale des ersten europäischen Wettbewerbs zum Einzelhandel in der Kategorie der Kleinstädte durch. Auf Initiative des Wirtschaftsverbands hds hat die Gemeinde an dem prestigereichen Wettbewerb teilgenommen. „Für uns ist dieser Sieg ein großes Zeichen der Wertschätzung für das Durchhaltevermögen und den Einsatz unserer Kaufleute, aber auch unserer Gastronomie und Dienstleister. Wir sind auf dem richtigen Weg und wenn ein Dorf wie Schlanders diese Entwicklung schafft, dann können es auch andere im Vinschgau, Südtirol und ganz Europa“, erklärt hds-Bezirksleiter Aaron Pircher mit Blick in die Zukunft. 

    Als Zentrum regionaler Nahversorgung ist Schlanders für den Vinschgau bereits ein wichtiger Treffpunkt für Jung und Alt. Zahlreiche Fachgeschäfte, Cafés, Dienstleister und Pop-up-Konzepte sorgen für ein lebendiges Ortsleben. „Am Ende sind es die Menschen, die Schlanders im Herzen der Alpen attraktiv machen. Wir halten zusammen, halten regionale Kreisläufe am Laufen und schaffen mit Blick auf die nächsten Generationen einen Ort mit hoher Lebensqualität“, sagt Bürgermeisterin Christine Kaaserer.

     

    „Dieser Erfolg ist jedoch erst der Startschuss.“

     

    Im Finale des Wettbewerbs „European Capitals of Small Retail (ECoSR) 2026“ im Cardo Hotel in Brüssel ist Schlanders gegen die Mitbewerber Makarska (Kroatien) und Silla (Spanien) angetreten. Hannes Götsch von der Plattform BASIS Vinschgau Venosta und Thomas Schuster von der Eisdiele Ortler stellten nicht nur ihre Arbeit vor, sondern auch die Angebote für nachhaltige Mobilität wie Citybus oder Radwege, Slow Shopping und Digitalisierung. „Dieser Erfolg ist jedoch erst der Startschuss. Mit dieser Auszeichung wird Schlanders zum europäischen Reallabor für den Einzelhandel im ländlichen Raum“, erklärt Schuster.

    „Um das Konzept der Sieben-Minuten-Stadt weiter auszubauen, wollen wir die Begegnung im Ort stärken, bei der Nachfolge von Traditionsunternehmen unterstützen und dank digitaler Möglichkeiten, wie die neue hds-App MIAr, Benefits für den Einkauf vor Ort schaffen“, fügt Pircher hinzu.

  • Über den Wettbewerb

    Die von der Europäischen Kommission initiierte Auszeichnung würdigt Städte und Dörfer, die einen beispielhaften Beitrag leisten. Gestern Abend wurden je Kategorie drei Gewinner ausgezeichnet – eine Kleinstadt, eine mittelgroße Stadt und eine Großstadt. Die Siegerstädte profitieren von europaweiter Sichtbarkeit, Veranstaltungen sowie umfassenden Austauschmöglichkeiten mit anderen Modellregionen.

     

    „Schlanders benötigt jetzt eine Plattform, um alle Stakeholder in diesem wichtigen Prozess einzubinden.“

     

    Der Wettbewerb ist damit nicht nur eine Antwort auf die europaweite Herausforderung des Einzelhandels, sondern rückt das Leben in einer Ortschaft wieder in den Mittelpunkt – und das auf europäischer Ebene. Die Ortsgruppe des Wirtschaftsverbandes hds mit Ortsobfrau Karin Gluderer hat sich an vorderster Front für die Teilnahme an dem Wettbewerb eingesetzt. Träger ist die Gemeinde Schlanders, Ausführung und Leitung hat die BASIS übernommen, andere Wirtschaftsverbände wie der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) und Tourismusverein sind Unterstützer. Die Arbeitsgruppe des Projekts ist sich einig, dass es nun gilt, die vorgestellten Maßnahmen der Strategie umzusetzen. BASIS-Geschäftsführer Hannes Götsch betont: „Schlanders benötigt jetzt eine Plattform, um alle Stakeholder in diesem wichtigen Prozess einzubinden.“

  • Hinweis: Am Wochenende werden wir ausführlicher über den ersten EU-Städtepreis zum Einzelhandel aus Brüssel berichten.