Politica | Neue Verwaltung

Landesregierung bestimmt Unibz-Rat

Vier von sieben Mitglieder des Verwaltungsrats der Freien Universität Bozen wurden von der Landesregierung ernannt. Präsident wird voraussichtlich Federico Giudiceandrea.
Uni Bozen Campus Stadt
Foto: unibz
  • Die Landesregierung hat am Donnerstag vier von insgesamt sieben Mitgliedern des Universitätsrates der Freien Universität Bozen ernannt. Das Gremium gilt als oberstes Leitungsorgan der Universität. Die Mandate laufen für die nächsten vier Jahre. Auf Vorschlag von Bildungslandesrat Philipp Achammer wurden die Bildungswissenschaftlerin Irene Cennamo, der Jurist Karl Zeller, der Unternehmer Federico Giudiceandrea sowie André Comploi, Direktor des Ressorts Ladinische Bildung und Kultur, in den Universitätsrat berufen. Während Comploi seine Funktion fortführt, sind die übrigen drei Mitglieder neu im Gremium vertreten.

    Der Verwaltungsrat wird in nächster Folge Federico Giudiceandrea zum Präsidenten der Universität ernennen.

  • Gemäß Statut ernennt das Land Südtirol vier der insgesamt sieben Ratsmitglieder. Vorgeschrieben ist dabei nicht nur fachliche Expertise aus Bereichen wie Wissenschaft, Wirtschaft oder öffentlichem Leben, sondern auch die Berücksichtigung aller drei Sprachgruppen. Dem Universitätsrat gehören außerdem Elisa Bortolotti als Vertreterin der Studierenden sowie Giovanni Mastrobuoni als Vertreter des akademischen Senats an. Rektor Alex Weissensteiner ist Rechtsmitglied des Rates. In beratender Funktion nehmen Universitätsdirektor Günther Mathà und Ehrenpräsident Luis Durnwalder an den Sitzungen des Rats teil.

    Der Universitätsrat entscheidet über zentrale Weichenstellungen: Er genehmigt Mehrjahrespläne für Lehre und Forschung, beschließt den Haushaltsvoranschlag, wirkt an der Einrichtung neuer Studiengänge mit und ist für die Ernennung von Professorinnen und Professoren sowie der Universitätsleitung zuständig.

     

    Vorgesehen ist die Ernennung von Federico Giudiceandrea.

     

    Auch der italienische Bildungslandesrat Marco Galateo, der ursprünglich den italienischen Schulamtsleiter Vincenzo Gullotta für den Universitätsrat vorgeschlagen hatte, äußert sich zur Entscheidung. Er sei mit der Auswahl zufrieden und verweist gleichzeitig auf einen weiteren, parallel in der Landesregierung beschlossenen Schritt: So soll im Statut der Freien Universität Bozen ein eigenes Komitee verankert werden, dem die drei Schulämter angehören. Ziel sei es, den institutionellen Zusammenhang zwischen Schule, Ausbildung und Universität zu stärken. Den Vorsitz des neu geschaffenen Gremiums wird in der Anfangsphase der italienische Schulamtsleiter übernehmen.

    Der Präsident oder die Präsidentin der Freien Universität Bozen wird vom neu eingesetzten Verwaltungsrat gewählt. Vorgesehen ist die Ernennung von Federico Giudiceandrea.