Società | Lebenserwartung

Länger leben heißt auch später Pension

Laut ASTAT haben wir den Coronaknick überwunden und leben länger. Deshalb dürfen wir aber auch erst später in Pension gehen.
Rentner ruhen sich in der Sonne aus
Foto: Bruno - Pixabay
  • Laut den neuen Daten des ASTAT liegt die durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 2024 bei 84,7 Jahren, sechs Monate mehr als im Vorjahr und neun Monate mehr als vor der Pandemie 2019. Mit dem erneuten Anstieg der Lebenserwartung ab 65 Jahren dürfte die Diskussion über künftige Anpassungen des Renteneinstiegsalters wieder an Fahrt gewinnen. Die Anpassungen wurden aufgrund der Pandemie ausgesetzt.

  • Wieder Anpassung des Renteneintrittalters?

    Auch im höheren Alter steigt die Lebenserwartung weiter. Ein 65-jähriger Mann in Südtirol hat 2024 statistisch noch 20,8 weitere Lebensjahre vor sich, eine 65-jährige Frau 23,6 Jahre. Gegenüber 2023 entspricht das einem Plus von 0,5 Jahren bei den Männern und 0,1 Jahren bei den Frauen.

    Auf gesamtstaatlicher Ebene liegt die verbleibende Lebenserwartung für 65-Jährige bei 19,9 Jahren (Männer) beziehungsweise 22,7 Jahren (Frauen). Südtirol liegt damit weiterhin über dem italienischen Durchschnitt.

    Die steigende Lebenserwartung hat konkrete politische Folgen. In Italien wird das gesetzliche Renteneintrittsalter regelmäßig an die Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren angepasst. Grundlage dafür ist die Pensionsreform von 2011, besser bekannt als „Riforma Fornero“.

    Ursprünglich war vorgesehen, das Rentenalter alle zwei Jahre an die statistische Entwicklung anzupassen. Aufgrund der pandemiebedingten Stagnation und des zeitweisen Rückgangs der Lebenserwartung wurden die Anpassungen für mehrere Zweijahreszeiträume jedoch ausgesetzt. Mit dem erneuten Anstieg der Werte dürfte die Diskussion über künftige Anpassungen wieder an Fahrt gewinnen.