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Kein Amt in Rom für Griessmair

Der ehemalige Brunecker Bürgermeister wird Berichten zufolge nicht den Auftrag des Staatssekretärs für Minderheiten übernehmen. Schuld daran sei der Landeshauptmann.
Griessmair
Foto: Stadtgemeinde Bruneck
  • Roland Griessmair wird nicht Staatssekretär für Minderheiten – so steht es heute in den „Dolomiten“. In einem Interview – erschienen im Tagblatt der Südtiroler – erklärt der ehemalige Bürgermeister von Bruneck, dass es nicht zu seinem Auftrag als Staatssekretär komme, zumal Landeshauptmann Arno Kompatscher dies mit „viel Einsatz“ verhindert habe. Parteiobmann Dieter Steger habe die Angelegenheit zwar befürwortet, nach dem „Nein“ von Kompatscher aber eingelenkt. Im Interview wirft Griessmair Kompatscher vor, dass dieser Macht nicht gerne teile. Zudem sei er Mandatsbegrenzt und der naheliegendste Weg, sofern er in der Politik bleiben will, sei eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen. Enttäuscht sei Griessmair nicht, sondern lediglich davon überzeugt, dass seine Position viel Positives für Südtirol hätte bewirken können.

  • Arno Kompatscher: Griessmair sieht die Schuld für sein geplatztes Arbeitsverhältnis allein beim Landeshauptmann. Foto: Seehauserfoto
  • Der Hintergrund

    Mitte Juni erhielt der Ex-SVP-Bürgermeister Roland Griessmair ein Angebot vom Regionenministerium für ein Amt als Staatssekretär für Minderheiten. Bis dato wurden Angebote dieser Art von der SVP immer abgelehnt, da damit eine klare Regierungsbeteiligung einhergeht. Im Interview mit SALTO beteuerte Griessmair jedoch, dass der Fall dieses Mal anders sei: Es handle sich um eine technische Beauftragung, mit der keinerlei politische Verpflichtungen einhergehe. Trotzdem scheint der Deal nun geplatzt.

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Robert Zagler Sab, 07/19/2025 - 11:32

...und immer wieder werde ich in meiner Meinung bestärkt, dass zwei Legislaturen reichen würden!
War auch ursprünglich die Meinung unseres LH, aber man sieht wie Machtpositionen Menschen grundlegend verändern können!
...dies gilt auch für den Ex-BM von Bruneck!

Sab, 07/19/2025 - 11:32 Collegamento permanente
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Robert Zagler Sab, 07/19/2025 - 11:33

...und immer wieder werde ich in meiner Meinung bestärkt, dass zwei Legislaturen reichen würden!
War auch ursprünglich die Meinung unseres LH, aber man sieht wie Machtpositionen Menschen grundlegend verändern können!
...dies gilt auch für den Ex-BM von Bruneck!

Sab, 07/19/2025 - 11:33 Collegamento permanente
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MAYR Karl Sab, 07/19/2025 - 13:47

Herr Griessmair als Bürgermeister a.D. wirft dem Landeshauptmann das vor, was er durch den Auftragsjob durch die FI-Brüder für sich umgehen wollte, nämlich die Beibehaltung
des politischen Futtertroges.
Dabei vergisst er tunlichst, dass die SVP mit dem regionalen Griessmair-Gestz damals seine BM-Periode gerettet hat.

Sab, 07/19/2025 - 13:47 Collegamento permanente
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Johannes A. Sab, 07/19/2025 - 16:44

Griessmaier müsste noch folgende Punkte klären

1. In der Vergangeheit hat die SVP solche Posten stets abgelehnt mit dee überzeugendem Begründung, dass eine ethnische Minderheit (Wir sind keine Italiener und die SVP gibt laut Statut vor, uns noch zu vertreten) sich nicht mit der Regierung des Volkes gemein macht, welches uns die Selbstbestimmung vorenthält. Was hat sich daran geändert?

2. Warum hat Griessmaier bilateral ohne offiziell die Partei zu informieren bereits Vorgespräche mit einer Regierung geführt, der die SVP nicht angehört? Die SVP bestimmt alle Posten in internen Vorwahlen oder durch die Parteileitung. Wenn schon hätte der Prozess so ablaufen müssen. Er wollte diesen Posten jedoch auf alle Fälle für sich selbst behalten. Außerdem sagt er selbst, dass er gerne geblieben wäre und offenbart damit seinen eigentlichen Plan.

Griessmaier zeigt insgesamt wenig bis kein Gespür für die Rolle einer Minderheit bei ethnisch sensiblen Plänen. Ein Ingenieur der Macht eben.

Sab, 07/19/2025 - 16:44 Collegamento permanente
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Stereo Typ Sab, 07/19/2025 - 16:45

"Zudem sei er Mandatsbegrenzt und der naheliegendste Weg, sofern er in der Politik bleiben will, sei eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen."
Er muss ja nicht in der Politik bleiben. Politik ist mandatsgebunden, nicht willensgebunden.

Sab, 07/19/2025 - 16:45 Collegamento permanente
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Hans Punter Sab, 07/19/2025 - 17:39

Warum sollte die SVP nich in die Regierungsmehrheit in Rom eintreten und als Mitglied dieser einen Posten als Staatssekretär annehmen. Man versteht nicht, welcher Art von Bedenken Kompatscher diesbezüglich hat. Schliesslich regiert man mit Fratelli d`Italia und Lega auch im Lande und in der Gemeinde Bozen.

Sab, 07/19/2025 - 17:39 Collegamento permanente