Ein Europa der jungen Generation
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„Europa ist historisch gesehen ein Projekt der älteren Generationen“, sagt Alberto Stenico, der Jury-Vorsitzende des Barbaro-Repetto-Preises. Nach den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert wollte man den Weg des Friedens einschlagen. „Viele junge Menschen haben heute jedoch keinen direkten Bezug mehr zu diesen historischen Ereignissen. Deshalb wird Europa oft als bürokratische Institution wahrgenommen und weniger als ein emotionales oder inspirierendes Projekt“, meint Stenico.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Jugend zu motivieren, sich stärker mit der europäischen Idee auseinanderzusetzen, wurde der Barbara-Repetto-Preis nach dem Tod der engagierten Landespolitikerin Barbara Repetto ins Leben gerufen. Ziel ist es, ihre Werte – insbesondere das Engagement für Europa und junge Menschen – weiterzutragen. Der Barbara-Repetto-Preis wird jedes Jahr am 16. Mai, dem Geburtstag Repettos, verliehen.
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Bis jetzt sei Europa in den Händen der alten Generationen geblieben, so Stenico. Die jüngere Generation ist in einem vereinten Europa aufgewachsen und könne es sich anders gar nicht vorstellen. Doch durch die Konfrontationen mit Russland, den USA und China wurde Europa aufgerüttelt. „Wir haben immer nur von der Vergangenheit gesprochen, jetzt müssen wir uns der Zukunft zuwenden“, sagt Jury-Vorsitzender Stenico.
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Zur Person
Barbara Repetto war eine Südtiroler Politikerin. Als Landesrätin engagierte sie sich unter anderem im Bildungsbereich und arbeitete intensiv mit Jugendlichen zusammen. Bevor sie in die Politik ging, war die Boznerin die erste weibliche Führungskraft der Provinz Bozen. 2008 wurde sie für den PD in den Landtag gewählt und übernahm unter Landeshauptmann Luis Durnwalder für eine Amtszeit das Ressort für Innovation, Informatik, Arbeit, italienische Berufsbildung, Genossenschaften, Finanzen und Haushalt. Sie setzte sich für ein starkes, solidarisches Europa ein und wollte junge Menschen aktiv in dessen Gestaltung einbinden. Repetto verstarb 2024 in Mailand.
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Der jährlich mit 3.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Jugendliche unter 25 Jahren, die kreative Werke zum Thema „Europa sind wir/siamo noi“ einreiche sollen. Die Initiative möchte Europa stärker als Zukunftsprojekt der jungen Generation positionieren. Im vergangenen Jahr wurden Sigrid Mauroner für ihren Comic „Sternzeichen“ und Federico Zamboni für ein Kurzvideo mit dem Titel „Europa Unita“ ausgezeichnet, in dem er thematisierte, was Europa für die Meinungs- und Ausdrucksfreiheit bedeutet.
Die Jury, welche die eingereichten Projekte beurteilen wird, setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Neben Alberto Stenico sind auch Veronika Gröber, Anna Michelotti, Lia Nadalet, Francesco Palermo, Arnold Tribus und Günther Pallaver wieder als Jurymitglieder im Einsatz. Neu hinzugekommen sind die Gewinnerin des vergangenen Jahres, Sigrid Mauroner, und der Präsident des Artist Clubs, Davide Mariotti.
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Nächste Woche wird außerdem eine weitere Initiative des Komitees für den Barbara-Repetto-Preis vorgestellt: In Zusammenarbeit mit dem Teatro Stabile von Bozen wird das Theaterstück „L’Europa non cade dal cielo“ mit einer jungen Besetzung auf die Bühne gebracht.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs um den Barbara-Repetto-Preis müssen ihre Werke bis zum 30. April per E-Mail an [email protected] einreichen. Weitere Informationen unter https://www.premiobarbararepettopreis.eu.
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