Società | Braindrain

SH-Wien begründet Braindrain mit Studie

Die SH Wien benennt hohe Lebenshaltungskosten, geringe Löhne und fehlende Mitbestimmung als zentrale Hürden für eine Rückkehr für Studis und junge Arbeitende im Ausland.
Vorstand SH ASUS Wien
Foto: SH.ASUS Wien
  • Warum zieht es so viele junge Südtirolerinnen und Südtiroler ins Ausland und was braucht es, damit ein Zurückkommen wieder realistisch wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Treffens zwischen der Wiener Außenstelle der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) und der Landtagsfraktion der Grünen. Der Dialog mit weiteren im Landtag vertretenen Fraktionen soll fortgesetzt werden.

     

    „Je mehr Menschen aktiv in politische Debatten einbezogen werden, desto organischer, tragfähiger und konstruktiver werden diese.“

     

    Ausgangspunkt der Diskussion war das aktuelle Stimmungsbild junger Südtirolerinnen und Südtiroler in Wien, das derzeit mittels einer Umfrage erhoben wird. Studierende und junge Erwerbstätige weisen auf verschiedene Problemfelder hin, die gegen eine Rückkehr nach Südtirol sprechen: steigende Lebenshaltungskosten, ungleiche Vermögensverhältnisse und eine oft als unzureichend empfundene Lohnsituation, aber auch Fragen gesellschaftlicher Offenheit, politischer Mitbestimmung, der Umgang mit Diskriminierung und Rechtsextremismus sowie das kulturelle Angebot für junge Erwachsene.

  • Worum geht's im Landesgesetz?

    Das Landesgesetz Nr. 22/2018 – Direkte Demokratie, Partizipation und politische Bildung der Autonomen Provinz Bozen schafft die rechtlichen Grundlagen für direkte demokratische Instrumente (z. B. Volksbegehren, verschiedene Formen von Volksabstimmungen), Beteiligungsformen der Bürgerinnen und Bürgern und Maßnahmen zur politischen BildungZielsetzung ist die Stärkung des demokratischen Willensausdrucks über reine Repräsentativdemokratie hinaus, Förderung der politischen Beteiligung der Bevölkerung und der Ausbau von politischer Bildung als Bestandteil des demokratischen Lebens.

  • Die Vertreter:innen der sh.asus Wien machten in diesem Kontext deutlich, dass politische Auseinandersetzung nicht allein auf den Landtag beschränkt sein dürfe. Es brauche stärkere Impulse von unten. „Je mehr Menschen aktiv in politische Debatten einbezogen werden, desto organischer, tragfähiger und konstruktiver werden diese“, heißt es in der Presseaussendung. Die sh.asus Wien begrüßt in diesem Zusammenhang die Initiative der Grünen rund um das Landesgesetz vom 3. Dezember 2018, Nr. 22, für Direkte Demokratie, Partizipation und politische Bildung und fordert, dies Konzepte weiter auszubauen, insbesondere im Bereich der politischen Erwachsenen- und Jugendbildung.