David Beckhams rechter Fuß
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„Love Actually“ heißt der Streifen, in dem der englische Premierminister, dargestellt von Hugh Grant, dem amerikanischen Präsidenten auf einer Pressekonferenz unterbreitet, dass sich dieser nicht alles erlauben kann.
Zuvor hat nämlich der amerikanische Präsident die Catering Managerin der Downing Street Number 10 belästigt. Großbritannien, so Hugh Grant als englischer Premier, sei zwar klein, aber auch groß. „Das Land von Shakespeare, Churchill, den Beatles, Sean Connery, Harry Potter, David Beckhams rechten Fuß und nebenbei auch David Beckhams linken Fuß.“ Aber ein Freund, der den anderen schikaniert und belästigt, sei kein Freund mehr, sondern ein Tyrann und weil Tyrannen nur Härte verstehen, werde er, der Premierminister nun sehr viel härter sein und der amerikanische Präsident tue gut daran, darauf vorbereitet zu sein.
Mittlerweile wissen wir, dass die Realität - wenn es um amerikanische Präsidenten geht - die Fiktion immer noch übertreffen kann, und genau darum ist die folgende Filmszene so tröstlich.
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Noch sind die Mitarbeiter des englischen Premierministers skeptisch. Aber Hugh Grant als englischer Premierminister zeigt dem US-Präsidenten, dass Großbritannien zwar klein, aber auch groß ist.(c) Universal Pictures
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Christmas Streaming
Die Welt ist kalt, draußen ist es Winter, da braucht es Menschlichkeit und Wärme, wenn auch nur im Film. SALTO empfiehlt euch für die Adventswochenenden winterliche Filme, die zu Herzen gehen. Und sagt euch, wo man sie sehen kann.
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The love of my live
Die Geschichte um den englischen Premier ist aber nur eine von vielen Geschichten in „Love Actually“. Der Film ist eine Collage. Man lernt Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen kennen. Der kleine Junge, der unsterblich in seine Mitschülerin verliebt ist, die treusorgende Ehefrau, die von ihrem Mann betrogen wird, der schusselige Schriftsteller, der von seiner Frau betrogen wird und der Mann, der in die Frau seines besten Freundes verliebt ist.
Es geht um Liebe in all ihren Facetten von der aufopferungsvollen Geschwisterliebe bis zur Liebe zwischen einem abgehalfterten Popstar und seinem bedauernswerten Manager, die zunächst in der Aussage gipfelt. „Du warst nur zehn Minuten bei Elton John und bist schon schwul geworden?“, und die nur durch die noch schönere Aussage getoppt wird: „You turn out to be the fucking love of my life“. Die anschließende Umarmung sagt dann alles über Männer Mitte Fünfzig.
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„You turn out to be the fucking love of my life“.(c) Universal Pictures
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Politisch nicht korrekt
Nein, „Love Actually“ ist nicht politisch korrekt. Das hat Regisseur Richard Curtis selbst eingeräumt, hat sogar gesagt, dass er manche Dinge heute ändern würde. Aber – Achtung Disclaimer -: „Love Actually“ ist ein Produkt seiner Zeit und die Grundaussage, dass Liebe überall und in allem ist, macht ihn zu einem Weihnachtsfilm, der trotzt vieler Anzüglichkeiten und viel nackter Haut, ein Weihnachts-Evergreen geworden ist. Und weil die Geschichte fünf Wochen vor Weihnachten beginnt, empfiehlt SALTO ihn schon heute. Dass die Altersfreigabe ab 18 ist, könnte viele Eltern abschrecken, aber das Motto könnte hier lauten: mehr Offenheit wagen. Denken Sie immer daran, das Internet bietet ganz andere An- und Einsichten.
Und: Ein Film ist immer nur so gut wie seine Musik und was das anbelangt, ist „Love Actually“ einer der besten Filme aller Zeiten.
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Die wunderbare Musik macht Love Actually zu einem der besten Filme aller Zeiten. Ab Sekunde 47 geht es mit der Musik richtig los.(c) Universal Pictures
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Film-Facts
Originaltitel: Love Actually
Deutscher Titel: Tatsächlich Liebe
Titolo italiano: Love Actually: L‘amore davvero
Darsteller: Hught Grant, Emma Thompson, Liam Neeson, Rowan Atkinson, Keira Knightley
Erscheinungsjahr: 2003
Regie: Richartd Curtis
Amazon Prime Video oder youtube
Leihgebühr: 3,99 Euro
Kaufpreis: 8,99 Euro
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