Jo geht nach New York
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Jo und ihre drei Schwestern - Megan, Beth und Amy – leben mit ihrer Mutter in Concord, in der Nähe von Boston in den USA. Der Vater kämpft im amerikanischen Bürgerkrieg und Jo möchte Schriftstellerin werden.
Kein einfaches Unterfangen für eine junge Frau in den 1860er Jahren in den Vereinigten Staaten, denn damals durften Frauen weder wählen, noch studieren.
Aber Jo wäre nicht Jo, wenn sie nicht die Kraft aufbringen würde, ihren eigenen Weg zu gehen. So schlägt sie den Heiratsantrag ihres Jugendfreundes Theodor Laurence, genannt Laurie, kurzerhand aus und geht nach New York, um die große Welt zu erobern.
Doch die Schriftstellerinnen-Karriere gestaltet sich schwierig. Da ist einmal die ablehnende Haltung männlicher Herausgeber, die Frauengeschichten nicht veröffentlichen wollen und da ist vor allem der deutsche Philosophieprofessor Friedrich Bhaer. Friedrich erkennt Jos schriftstellerisches Talent, gibt ihr allerdings zart, aber unverblümt, zu verstehen, dass er in ihrem ersten Roman nichts findet „from the woman I have the privilege to know“. Er traut ihr mehr zu, wenn sie nur den Mut fände, es zu schreiben.
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Es ist nicht leicht, Schriftstellerin zu sein. Friedrichs sanfte Kritik an Jos Schaffen.(c) Sony Pictures
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Es endet, wie es enden muss
Als Jo nach Hause fährt, weil ihre Schwester Beth, die an den Spätfolgen einer Scharlacherkrankung leidet und stirbt, schreibt sie das Buch aus den „Tiefen ihrer Seele“, wie Friedrich Bhaer, es sich von ihr gewünscht hat.
Sie schickt das Manuskript an Friedrich und alles endet wie ein guter Weihnachtsfilm enden muss: mit einem Kuss unter einem Regenschirm, einem veröffentlichten Frauenroman und einer Schriftstellerin, die das Haus ihrer Tante erbt, das so groß ist, dass sie eine Schule daraus machen möchte und dringend einen Professor als Lehrer braucht.
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Happy Ending unterm Regenschrim.(c) Sony Pictures
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Weihnachtsfeeling
Die schönste Weihnachtsszene des Films ist, wenn, die von ihrer Krankheit gezeichnete Beth, ein Klavier zu Weihnachten geschenkt bekommt.
Weitere Highlights sind, neben der wunderbaren Filmmusik von Thomas Newman, Winona Ryder als Jo March, Gabriel Byrne als Friedrich Bhaer und Susan Sarandon als Mutter March. Romantischer Jugendheld in dieser „Little Women“-Version ist übrigens Christian Bale, der später Batman verkörperte.
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Film-Facts
Originaltitel: Little Women
Deutscher Titel: Betty und ihre Schwestern
Titolo italiano: Piccole Donne
Darsteller: Winona Ryder, Gabriel Byyrne, Susan Sarandon, Christian Bale, Claire Danes)
Erscheinungsjahr: 1994
Regiesseurin: Gillian Armstrong
Netflix
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