Gesellschaft | Gesundheitswesen

Südtirols Krankenhäuser werden saniert

Modernere Betten, neue Strukturen für künstliche Befruchtung und Operationen: Die Bauarbeiten sollen die medizinische Versorgung landesweit verbessern.
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Foto: Sabes
  • Die sieben Südtiroler Krankenhäuser werden saniert, im Krankenhaus Bozen etwa werden schrittweise alle Bettenabteilungen modernisiert. „Wir bauen für die Menschen und für eine bessere Versorgung. Patientinnen und Patienten sollen sich im Krankenhaus gut aufgehoben fühlen, medizinisch, aber auch räumlich“, erklärt Gesundheitslandesrat Hubert Messner in einer Aussendung an die Medien. Allein für den Bereich Gesundheit standen 2025 zusätzlich rund 64,5 Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt bereit. Dies ist laut Messner ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Gesundheitsstrukturen im Land.

  • Neue Zimmer im Bozner Krankenhaus: mit Lüftung, Kühlung, Heizung und Beschattung sowie medizinischen Gasanschlüssen und Stauraum für persönliche Gegenstände der Patientinnen und Patienten; Foto: Amt für Gesundheitssteuerung
  • Bisher waren die Patienten und Patientinnen im Altbestand des Bozner Krankenhauses in Vier-Bett-Zimmern untergebracht und mussten sich Gemeinschaftsbäder am Gang mit noch mehr Menschen teilen. Nach den Umbauarbeiten stehen Zwei-Bett-Zimmer, jeweils mit eigenem Bad bereit. Bis Ende 2026 wird der gesamte Altbestand „roter Turm“ umgebaut sein, um darin wichtige Bettenstationen unterzubringen. Nach Abschluss der Arbeiten im „roten Turm“ und der Übersiedlung der Abteilungen wird ab 2026 der „blaue Turm“ nach demselben Standard saniert. Bis 2029 sollen dann alle Bettenabteilungen auf dem neuesten Stand sein. 

    Das Krankenhaus Bozen erbringt als Landeskrankenhaus mit Abstand die meisten Gesundheitsleistungen in Südtirol. Bis 2035 ist dort außerdem angrenzend an die „Neue Klinik“ der Bau eines Mutter-Kind-Zentrums geplant.

  • Bauarbeiten in weiteren Krankenhäusern

    Im Krankenhaus Brixen wird eine neue Palliativ-Care-Abteilung errichtet und die Senologie umgebaut. Auch die Arbeiten für ambulante Operationen (OP) im fünften Obergeschoss des Südflügels sind gestartet. Die Hubschrauberplattform ist bereits umgebaut.

    An mehreren Stellen, vom Bettentrakt über Notaufnahme, OP-Säle, Kreißsäle bis zu Labor und Sterilisation wird auch am Krankenhaus Bruneck gebaut. Neue Strukturen entstehen für die medizinisch unterstützte Befruchtung und für die Dialyse.

    Der Operationstrakt im letzten Stock wird am Krankenhaus Innichen 2026 komplett umgebaut, erweitert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Notaufnahme erhält einen neuen Eingangsbereich, der historische Zugang von der Attostraße wird wieder geöffnet.

  • Krankenhaus in Sterzing: Aktuell wird die Brandschutzanlage erneuert und der Modulbau saniert.
  • Die Notaufnahme am Krankenhaus Meran wurde erweitert und ist im Betrieb. Der tierärztliche Dienst wird ebenfalls saniert werden. Im Krankenhaus Schlanders ist eine Erweiterung und Verbesserung des Zugangs zur Notaufnahme geplant.

    Am Krankenhaus Sterzing ist die Neurorehabilitation modernisiert worden. Aktuell wird die Brandschutzanlage erneuert und der Modulbau saniert. Geplant sind ein Frauen-Kind- Zentrum, der Umbau von Rehadienst und Ambulatorien, ein neues Rehabecken, eine verlegte Mensa und mehr Licht im Untergeschoss. Baubeginn für diese Projekte ist 2028.